Ehrenamt in Berlin
Shownotes
Fast ein Drittel aller Berlinerinnen und Berlin – 800.000 Menschen – engagieren sich ehrenamtlich.
In Sportvereinen, im Naturschutz und vor allem im sozialen Bereich. Mindestens so viele wie hauptamtlich angestellt sind unterstützen viele diakonische Arbeitsfelder: für wohnungslose Menschen, in der Pflege, in der Telefonseelsorge, in der Jugend- und Altenhilfe, Migration und Integration, sogar ganz wesentlich beim Bevölkerungsschutz. Zukunft Berlin „Ehrenamt“ sucht Lösungen für Fragen wie: Sind Ehrenamtliche die Retter des Sozialstaats, wenn die Landesfinanzierung für soziale Angebote versiegt? Sollen wichtige Aspekte des gesellschaftlichen Lebens wirklich ausschließlich von Ehrenamtlichen verantwortet werden? Schätzen wir Ehrenamtliche ausreichend wert? Können wir in Berlin sicherstellen, dass Ehrenamtliche psychisch und physisch geschützt werden? Welchen Einfluss hat es auf die soziale Infrastruktur, wenn das Interesse an ehrenamtlichem Engagement sinkt? Können alle ehrenamtlich aktiv werden, die es möchten?
Panel
Raed Saleh Vorsitzender der SPD-Fraktion im Berliner Abgeordnetenhaus
Bettina Jarasch, Vorsitzende GRÜNE-Fraktion im Berliner Abgeordnetenhaus
Pierre Du Bois Head of Communications Kleinanzeigen (ab Februar 2026: Girocard)
Dr. Christian Ceconi Vorstand Berliner Stadtmission
Spezialgast im Publikum: Elke Breitenbach, Fraktion DIE LINKE im Berliner Abgeordnetenhaus
Moderation: Lorenz Maroldt, Herausgeber Der Tagesspiegel
Live-Mitschnitt vom 27. Januar 2026, 18-19:30 Uhr
Festsaal Berliner Stadtmission
Transkript anzeigen
00:00:08:
00:00:09: Herzlich willkommen zu Zukunft Berlin, der BürgerInnen-Talk.
00:00:13: Bis zur Abgeordneten-Hauswahl, für die Diakonie bringt die Monat für Monat in allen Berliner Bezirken scheinbar unlösbare soziale Probleme auf die große Bühne.
00:00:25: Gemeinsam mit Spitzenpolitik, Wirtschaft und Soziallexperten überlegen Bestseller-Othorin Anne Rabe und Tagesspiegel-Herausgeber Lorenz Marold im Wechsel, wie es in der Jugendhilfe, Inklusion, bei Stadtarmut, Wohnen und Bauen, Gesundheit und viel... mehr weitergehen kann.
00:00:44: Das Beste!
00:00:45: Alle Bürgerinnen und Bürger reden mit, offen und ehrlich, mit einem gemeinsamen Ziel.
00:00:52: Zusammen finden wir kurz, mittel und langfristige Lösungen, ohne Politikerinnsprech- und Forderungskataloge.
00:00:59: Wir könnten, sollten, würden, ist nicht zulässig.
00:01:04: In diesen neunzig Minuten zählt nur, wir legen los und wenn nicht, warum nicht?
00:01:09: und welche Alternative gibt es jetzt?
00:01:12: Diskutieren Sie mit, denn gemeinsam bauen wir das soziale Berlin.
00:01:16: Christlich, solidarisch, nachhaltig.
00:01:20: Begrüßen Sie mit mir Ihren Gastgeber Lorenz Marold.
00:01:35: Ja, vielen Dank und herzlich willkommen in der Stadtmission.
00:01:38: Wir freuen uns sehr, dass Sie heute bei uns sind.
00:01:41: zum Dritten.
00:01:42: BürgerInnen-Talk, heute zum Thema Ehrenamt.
00:01:45: Und uns liegt es wirklich daran, konkrete Punkte zu besprechen heute, deswegen der Konjunktiv wird gecancelt.
00:01:55: Das Komma auch nicht als Trampolin für Endlos-Sätze, allzu lange und allzu oft geduldet.
00:02:02: Und die deutsche Grammatik hat uns ja den Punkt geschenkt, klare Sätze.
00:02:07: gut strukturiert, klare Gedanken sind am besten verständlich.
00:02:11: Das versuchen wir mal heute.
00:02:14: Wir wollen ja konkret herausarbeiten, was nötig ist, was die Herausforderungen sind beim Thema Ehrenamt.
00:02:23: einige Expertise heute versammelt.
00:02:25: Auf dem Podium, aber nicht nur auf dem Podium, aber ich stelle Ihnen zuerst das Podium vor.
00:02:29: Freu mich sehr, heute hier bei uns begrüßen zu dürfen den Fraktionsvorsitzenden der SPD in Berliner Abgeordnetenhaus Reitz Allee.
00:02:36: Herzlich willkommen, kommen Sie bitte hoch.
00:02:44: Ja, und auch die Grünen haben ihre Fraktionsvorsitzende.
00:02:48: Hier bei uns, nämlich Bettina Yarasch.
00:02:50: Herzlich willkommen Bettina Yarasch.
00:02:58: Ja und wir wollen ja auch ein bisschen Blick nicht nur von der Politik, sondern auch von der Wirtschaft auf das Thema Ehrenamt haben.
00:03:06: Es spielt eine große Rolle und deswegen freue ich mich sehr, dass ich begrüßen darf Pierre Dubois.
00:03:13: Herr Pierre Dubois, kommen Sie bitte hoch.
00:03:15: Er ist zur Zeit Kommunikationschef bei kleinanzeigen.de, aber auch herzlich willkommen ausgebildeter Ehrenamtskoordinator.
00:03:27: Nicht ganz unwichtig für heute Abend.
00:03:29: Und selbstverständlich freue ich mich auch, dass der Gastgeber selbst heute Abend hier ist.
00:03:34: Nämlich Christian Ticconi von der Stadtmission.
00:03:38: Vorstand der Stadtmission.
00:03:39: Wunderbar, dass Sie mitmachen.
00:03:40: Herzlich willkommen.
00:03:49: Natürlich in diesem Format, vor Sie mit einzubinden.
00:03:52: Das heißt, die Diskussion soll nicht nur hier vorne bei uns stattfinden.
00:03:55: Deswegen haben wir auch Expertinnen und Experten im Publikum.
00:03:58: Ich freue mich sehr, dass wir die frühere Senatorin Elke Breitenbach von den Linken zum Beispiel bei uns haben heute Abend.
00:04:04: Herzlich willkommen.
00:04:10: Johanna Faust, Ehrenamtskoordinatorin der Johanita ist, glaube ich, auch da, wenn ich es nicht... Ja, da hinten.
00:04:18: Wunderbar, herzlich willkommen.
00:04:24: Susanna Kahlfeldt habe ich gesehen.
00:04:27: Wir haben auch die CDU natürlich eingeladen.
00:04:30: Ich glaube, es ist aber niemand gekommen, wenn ich jetzt nicht irgendjemand übersehen habe.
00:04:34: Nächste Mal dann vielleicht auch oben auf dem Podium, dann kommt vielleicht auch jemand.
00:04:41: Sie sind aber genauso wichtig wie alle, die jetzt hier schon ihre Expertise gleich von sich geben werden zu den vier Themenbereichen, über die wir sprechen wollen.
00:04:48: Das heißt, wir sind herzlich eingeladen zu jedem der Themenbereiche, direkt sich zu melden und ihre Expertise, aber auch ihre Erfahrungen mit einzubringen, über die wir dann hier zusammen diskutieren können.
00:04:59: Mir zur Seite, fast, da unten steht Sebastian Peters, Kommunikationschef der Diakonie.
00:05:07: Er wird ein bisschen versuchen, ein Wrap-up zu machen, um zu... kontrollieren und zu checken, ob wir dann tatsächlich auch zu Lösungen kommen, zu den Problemen oder Herausforderungen, über die wir sprechen.
00:05:18: Unter Umständen würde vielleicht mal so machen und sagen, wir kommen ja nicht vom Fleck.
00:05:24: Oder eben auch am Ende einfach nur sagen, wir haben tatsächlich ein paar gute Ideen und Lösungen und nicht nur den Konjunktiv in Könnte hätte sollte, wollte.
00:05:34: Ja, wie bei den beiden vorherigen Veranstaltungen in der Reihe, die von Anrabe moderiert wurden, wird auch diese Veranstaltung aufgezeichnet und als Podcast erscheinen.
00:05:43: Die beiden ersten Veranstaltungen sind schon als Podcast verfügbar.
00:05:47: Auf allen vernünftigen normalen Plattformen, die Sie alle kennen, da können Sie die nachhören.
00:05:53: Das ist ganz interessant.
00:05:54: Sprechen wollen wir heute über die Themen Wert des Ehrenamtes.
00:06:00: auch um über das Thema Wertschätzung des Ehrenamtes.
00:06:03: Und das ist ja bei Leib nicht dasselbe.
00:06:05: Wir wollen darüber sprechen, was kann, darf, soll das Ehrenamt.
00:06:09: Und wir wollen auch darüber sprechen, was für Herausforderungen bringt der Strukturwandel im Ehrenamt mit sich?
00:06:16: Also, wie bekommt man auch einen guten Einstieg ins Ehrenamt?
00:06:22: Ich würde ganz gerne ganz kurz mal rein fragen, wer von Ihnen ist ehrenamtlich aktiv?
00:06:27: Hier, bitte kurz das Handzeichen.
00:06:29: Das sind eigentlich alle.
00:06:34: Und wer ist Nutznieser von ehrenamtlicher Arbeit, die er nicht selber ausführt?
00:06:42: Da sind nur einige wenige.
00:06:44: Aber vielleicht mit ein bisschen Nachdenken fällt einem ein, dass wahrscheinlich doch sehr viel mehr Ehrenamt einwirkt auf das eigene Leben, selbst wenn man es macht.
00:06:52: Okay, wir steigen ein und legen gleich los mit dem Wert des Ehrenamtes.
00:06:57: Ich setze mich mal zu euch und ihn und würde vielleicht starten mit einer aktuellen Zivilumfrage.
00:07:04: ganz kurz.
00:07:04: Wenn man mal da drauf schaut, ich interpretiere das jetzt mal hier für Sie, dass Sie sich so richtig sehen.
00:07:11: Das ist... Vielleicht nicht völlig überraschend, aber auf die Frage stimmen sie der Aussage zu soziale Aufgaben, zum Beispiel in der Obdachlosenhilfe müssen staatlich gut finanziert werden, damit sie nicht allein von Ehrenamtlichen getragen werden müssen.
00:07:24: Über achtzig Prozent Zustimmung.
00:07:27: Wir haben uns auch die Parteienverteilung ein bisschen angeschaut.
00:07:30: War für mich jetzt auch nicht so überraschend, aber es ist so FDP, es ist knapp unter der Hälfte bei der CDU, war es glaube ich etwas über sechzig Prozent bei den linken grünen SPD, es ist deutlich höher.
00:07:43: Und wir haben uns hier, das ist auch ganz interessant, nochmal angeschaut, die Verteilung der Altersgruppen.
00:07:53: Und da gibt es eine große Lücke.
00:07:56: Da sagen tatsächlich bei den achtzehn bis neunundzwanzigjährigen, lediglich siebenundvierzig Prozent, dass sie finden soziale Aufgaben, zum Beispiel in der Obdachlosenhilfe müssen staatlich gut finanziert werden, damit sie nicht von Ehrenamtlichen getragen werden.
00:08:12: Aber achtzig Prozent der über sechzigjährigen stimmen dieser Aussage zu.
00:08:17: Also das ist doch ein deutlicher Unterschied.
00:08:20: Da können wir vielleicht, wenn wir dazu kommen, auch noch mal sprechen.
00:08:23: Ich hätte eine Einstiegsfrage mit der Bitte um eine kurze Antwort.
00:08:27: Wann ist Ihnen Zuletzt ein Ehrenamt positiv aufgefallen?
00:08:33: jenseits von Gesprächen, sondern ganz praktisch.
00:08:38: Ganz praktisch.
00:08:40: Heute ist der siebenundzwanzigte Januar Gedenktag an dem wirklich schlimmsten Menschheitskapitel, den wir hatten, der Menschheit und zwar die Verfolgung und Ermordung von Menschen jüdischen Gelaunus.
00:08:56: Und heute, gerade jetzt, während wir hier sitzen, findet gerade eine Ehrung statt.
00:09:00: für Margot Friedländer an einer Schule, wo mein Sohn in der Schule aktiv ist, mein Sohn Sami.
00:09:06: Und zwar bislang heißt die Hans-Karotta-Gymnasium.
00:09:09: Ich werde jetzt umbenannt zum Margot Friedländer-Gymnasium.
00:09:13: Und da haben ganz, ganz viele mitgewirkt Freunde von mir, Engagierte, Schülerinnen und Schüler und auch eine namens Jasmin, die sich dort schon seit vielen Jahren einsetzt für die unbedingt in der Schule.
00:09:25: Und nach Jahren hat es geklappt.
00:09:26: und das was ganz konkret ist.
00:09:28: Ist rein privat, ist die Schule meine Sohnes, hat mit meiner pulchen Arbeit so gesehen nicht zu tun.
00:09:33: Und das ist ganz praktisches Ehrenamt und das macht mich stolz.
00:09:37: Vielen Dank Frau Jarrasch, wie sieht es bei Ihnen aus?
00:09:44: Beides vielleicht nicht die klassischen Fälle an denen man zuerst denkt.
00:09:48: Das Jahr begann ja mit dem großen Stromausfall in Steglitz-Zählendorf.
00:09:53: Und ich bin am Sonntag dann hingefahren, um zu schauen, wie die dort zurechtkommen, auch die Leute aus dem Bezirk.
00:10:00: Und es gibt eine große Kluft.
00:10:02: Da gibt es einmal die Leute, die wie vom THW oder hier sind, bestimmt auch Johannita und Malteser quasi in großen Organisationen wie Profis Katastrophenschutz und Bevölkerungsschutz machen.
00:10:12: Aber da gab es dann auch die Pförden und die Leute vom Ordnungsamt aus Städte, die E-Dreistellen haben und die, ohne zu fragen, über Stunden den Sonntag durchgearbeitet haben, die Nacht durchgearbeitet haben, einfach weil Not am Mann war.
00:10:24: Und ich glaube, die Übergange von Haupt- und Ehrenamt, da müssen wir auch neu denken.
00:10:28: Die kriegen das nicht.
00:10:30: irgendwie bezahlt, schätze ich mal, sondern die haben das einfach gemacht, weil es nötig war in der Katastrophe.
00:10:34: Und weil sie gemerkt haben, sie können was beitragen und sie werden gebraucht.
00:10:38: Und ja.
00:10:39: Das meinen Sie mit Übergang?
00:10:41: Naja, die sind schon, die sind ja schon für ihren normalen Ordnungsamt oder Pförtnerdienst bezahlt und beschäftigt beim Bezirksamt, aber nicht für das, was sie dann plötzlich an Krisenhilfe quasi gemacht haben, völlig auch zum Teil außerhalb von der Arbeit, die sie da normalerweise leisten.
00:10:56: Und die haben aber, die waren alle da.
00:10:58: Also die Leute auch aus der Verwaltung, die waren alle da und deswegen will ich für die mal eine Land zu brechen.
00:11:03: Die haben da nicht lange gefragt, sondern es war völlig klar, dass die alle helfen und damit plötzlich zu Ehrenamtlichen geworden sind.
00:11:09: Und das kann auch mal passieren plötzlich.
00:11:12: Passiert heutzutage nicht mehr so in den festen Strukturen, mit den Ämtern und den goldenen Medaillen verbunden, sondern es passiert ja auch ganz anderswo.
00:11:20: Wir werden noch darüber sprechen, welche Voraussetzungen da unter Umständen gegeben sind oder vielleicht auch geschaffen werden müssen, um diese Art von Ehrenamt in der Wirtschaft, in der Verwaltung auch vielleicht auf eine bestimmte Art und Weise zu implementieren, die wir bisher so noch nicht kennen.
00:11:35: Aber Herr Dubois, wir sind ausgebildeter Ehrenamtskoordinator.
00:11:41: Trotzdem die Frage Ehrenamt.
00:11:43: ganz konkret, wo es Ihnen zuletzt begegnet.
00:11:46: Wir sind heute hier zu Gast bei der Berliner Stadtmission und ich hatte heute Nachmittag verschiedene Gespräche mit verschiedenen Hauptamtlichen der Stadtmission.
00:11:54: Aber was ich ganz klar sagen muss, ist, dass Ehrenamt allgegenwärtig war.
00:11:58: Also bei all den Gesprächen, die ich heute geführt habe, spielte Ehrenamt eine gewisse Rolle.
00:12:02: Insofern gibt es jetzt kein praktisches Beispiel, mit dem ich dienen kann.
00:12:07: Aber das ist etwas, was immer wieder zeigt, welche Bedeutung es auch im hauptamtlichen Kontext hat.
00:12:12: Und ich glaube, darüber werden wir heute auch noch sprechen.
00:12:16: Herr Cikoni, Sie muss ich das nicht fragen, aber ich würde Sie vielleicht gleich zu dem Thema Wert des Ehrenamtes ein bisschen genauer fragen.
00:12:26: als Sozialträger.
00:12:27: Sie erleben das ja jeden Tag, wie Ehrenamtliche durch ihre Tun, Einsamkeit bei Menschen lindern können oder zumindest ist das Gefühl etwas dämpfen können, aber auch beispielsweise in der Gesundheitsprävention sehr wichtig sind, können das Thema Pflege wahrscheinlich hier ganz, ganz doll ausrollen, weil das ist ein Megapunkt, wo sehr, sehr viele Leistungen von Angehörigen, aber eben auch von Ehrenamtlichen tatsächlich für enorme Einschmerzungen im Gesundheitssystem sorgen.
00:12:59: Aber vielleicht mal für Sie konkret, spielt das für Sie eine Rolle dieser Wert, der materielle oder der monetäre Wert des Ehrenamtes?
00:13:08: Rechnen Sie das sich manchmal durch oder aus oder auch anderen mal vor?
00:13:15: Also erstmal grundsätzlich, ich kann mir eine Gesellschaft ohne Ehrenamt nicht vorstellen.
00:13:19: Viel von der Qualität unseres Zusammenlebens entsteht dadurch, dass Menschen sich einfach freiwillig und aus einer Bereitschaft heraus engagieren.
00:13:28: Was wir nicht machen als Träger ist, Spitz zu rechnen und zu gucken, wo sparen wir Hauptamtlichkeit ein und können es durch Ehrenamtlichkeit ersetzen, weil?
00:13:35: das ist nicht fair.
00:13:37: Das wollen wir nicht.
00:13:40: Ehrenamt braucht Hauptamt als stabiles Backup.
00:13:43: und ein gutes Beispiel Es ist hier unten die Notübernachtung direkt unter uns.
00:13:48: Das können Sie natürlich komplett ehrenamtlich machen, aber es ist nicht fair, weil es hohe Belastungen braucht, weil es ein hohes Maß an Professionalität braucht, weil viel mit Spannung umgegangen wird und da würden Sie einfach ehrenamtliche reinstoßen und verheizen.
00:14:02: Deswegen sagen wir, es braucht ein Zusammenspiel.
00:14:06: Der laufende Betrieb muss auch gesichert sein durch bezahlter Arbeit und Ehrenamt bringt dann komplementär.
00:14:13: Ein ganz großen Mehrwert dazu, der dafür sorgt, dass in dieser Notübernachtung weit mehr passiert, als ein Dach über dem Kopf und eine Stulle in die Hand, sondern da passiert auch freundliche Begegnung, da passiert ein freundliches Wort und da entsteht Würde.
00:14:32: Und das wäre ohne das wahnsinnige Engagement der ehrenamtlichen Diä es sind, überhaupt nicht möglich.
00:14:38: Edward,
00:14:39: ist
00:14:40: das Ehrenamt ein Standortfaktor für Berlin?
00:14:44: Immerhin haben wir schätzungsweise neunhunderttausend Menschen, die sich engagieren.
00:14:48: Spielt das für Unternehmen eine Rolle?
00:14:50: Bei Ansiedlungsfragen beispielsweise?
00:14:53: Ich glaube, es ist nicht mehr und nicht weniger ein Standortaspekt als auch in anderen Regionen.
00:14:59: Deutschland ist in anderen Bundesländern.
00:15:00: Das entspricht ja auch ziemlich genau so dem Mittel, was wir in Deutschland sehen.
00:15:04: Ein bisschen weniger sogar.
00:15:06: Dreizig Prozent gibt unterschiedliche Erhebungen dazu, aber circa dreißig Prozent der Menschen hierzulande.
00:15:11: engagieren sich in unterschiedlicher Weise regelmäßig.
00:15:14: Und das tut sich Berlin nicht in besonderer Weise hervor.
00:15:19: Für die Wirtschaft spielt das wahrscheinlich weniger eine Rolle.
00:15:22: Gleichzeitig, wenn ich bedenke, dass wir ganz aktuell auch Fragen diskutieren von Lifestyle-Teilzeit, was sicherlich im Kontext Ehrenamt auch eine Rolle spielt, dann ist es schon wert, dass man auch darüber diskutiert, was können Unternehmen auch dazu beitragen, dass Ehrenamt stattfinden kann.
00:15:40: Beziehungsweise auch welche Rahmenbedingungen muss natürlich die Politik dafür schaffen.
00:15:43: Aber um die Frage ganz klar zu beantworten, das hat keinen direkten Einfluss.
00:15:47: Ich glaube eher, dass Unternehmen gefragt sind, mitzugestalten.
00:15:51: Und wenn sich weniger Menschen ehrenamtlich engagieren würden, würde das die Wirtschaft merken?
00:15:58: Dem Punkt eben folgen.
00:16:00: könnte man jetzt ganz fest die Tee senden, Raum stellen, ja das würde die Produktivität erhöhen.
00:16:06: sollte also im Sinne der Wirtschaft sein, wenn Menschen sich nicht ablenken durch Ehrenamt, aber das würde natürlich dem Ehrenamt nicht gerecht werden und der Wirkung von Ehrenamt.
00:16:14: Ich glaube auch bei Kolleginnen und Kollegen beobachtet zu haben, dass Ehrenamt sehr bereichernd sein kann und eben auch in das professionelle, hauptamtliche Tun ausstrahlt und wirkt.
00:16:28: und um es ganz persönlich zu beantworten.
00:16:30: Ich arbeite auch lieber mit Menschen zusammen, die sich ehrenamtlich engagieren als Röchen, die das kategorisch ohne guten Grund quasi ablehnen.
00:16:40: Herr Salle, hat die Politik verstanden, wie sehr das Ehrenamt als quasi selbstverständlich in vielen Teilen der Gesellschaft einfach an und damit hingenommen wird?
00:16:53: Oder hat die Politik darauf auch ganz konkrete Antworten?
00:16:59: Ich glaube, dass die Politik nie das dem Menschen wiedergeben kann, was das Ehrenamt leistet.
00:17:03: Sie haben es gerade beschrieben, wenn man das zum Beispiel anschaut, unten unter uns bei der Unterstützung, wie viel Hauptamtliche gibt es, wie viele zusätzliche Ehrenamtliche.
00:17:13: Und trotzdem muss Politik immer die Rahmen schaffen, damit auch Ehrenamt am Ende funktioniert.
00:17:18: Ich gebe nur ein Beispiel.
00:17:20: Die Frage von Raum, die Frage von Orten, wo man auch zusammenkommen kann, Stadtteilzentren und vieles mehr.
00:17:28: Wir haben bei der Diskussion geführt, rund um den Haushalt in Berlin immer wieder.
00:17:33: Wie wird der Haushalt aufgestellt?
00:17:34: Und ich habe immer gesagt, ich will nach Möglichkeit es hinbekommen, dass es keinen sozialen Gralschlag gibt.
00:17:39: Damit verbunden natürlich die Frage von Räume, die Frage von Menschen, die da sind im Hauptamt, Ehrenamt auch unterstützen.
00:17:46: Ich gebe Ihnen ein Beispiel an einer ganz konkreten Vereinigung, die sich treffen mit Senioren und Senioren gegen Einsamkeit im Alter vorgehen.
00:17:58: Und zwar ganz konkret ein Schwedenhaus, bei mir im Bezirk in Spandau.
00:18:02: Das Schwedenhaus muss finanziert werden.
00:18:04: Es sind kleine Hütte mitten im Falkenhagener Feld, mitten in der Plattenhaussiedlung.
00:18:09: Ist das Haus nicht da, sind die zwei Teilzeitstellen ehrenamtliche, hauptamtliche nicht da, fällt auf alle Fälle für hundertzwanzig bis hundertvierzig Menschen ein Stück zu Hause weg, ein Stück Heimat weg, mitten im Falkenhagener Feld.
00:18:23: Und da zum Beispiel... muss die Politik in der Verantwortung beim Thema Haushalt, in der Verantwortung von Strukturen vor allem von Räumen unterstützen, dass das am Ende auch trägt.
00:18:32: Denn am Ende hängen auch so viele Menschen dran.
00:18:35: Und ich glaube persönlich, dass das Ehrenamt, das geleistet wird, einfach so enorm ist, so groß ist.
00:18:40: Man kann nicht oft genug Danke sagen, man muss aber alles transetzen, dass die Bedingungen stimmen.
00:18:45: Genau, da würde ich gerne mal kurz im Koalitionsvertrag blättern.
00:18:50: Da heißt es, es wird die Einrichtung eines Berliner Hauses des Engagements geprüft, indem an zentraler Stelle kostenfreie Veranstaltungsräume und Büroflächen für freiwillige Initiativen und für Engagements fördernde Projekte zur Verfügung gestellt werden.
00:19:02: Machen wir dann Haken dran oder ist es noch?
00:19:04: Am sechzehnten Februar ist jetzt im Sozialausschusselke, wenn ich korrigiere mich, zwei Anträge, einmal einen Antrag zum Thema Musik.
00:19:11: Dreizig Prozent, dreizig Prozent der Berliner sind auch im Bereich Musik unterwegs, so der Landesmusikbeirat.
00:19:17: Das wird beraten, glaube ich jetzt im Ausschuss.
00:19:20: Uns andere wird beraten, und zwar die Räume.
00:19:22: Da braucht man mehr als nur einen Raum.
00:19:24: Man muss alle öffentlichen Räume zugänglich machen für Menschen, die das brauchen.
00:19:28: Das heißt auch der Style von Räumen.
00:19:31: Ist der Antrag, der ist konkret da, das ausformuliert von Ölke Ratzebill.
00:19:35: Ölke Ratzebill kennen Sie wahrscheinlich alle hier.
00:19:37: Sie ist die Chefin der AWO, sie ist Abgeordnete, sie ist unsere Sprecherin.
00:19:41: Der Antrag liegt konkret vor und wird noch in diese Legislatur eingebracht.
00:19:46: Ein aktuelles Beispiel, als die Kältebusse abgebrannt wurden von einem Menschen, waren ehrenamtliche ganz, ganz schnell dabei, dass diese Struktur, die da wegfällt, wieder aufzubauen.
00:20:01: Gleichzeitig stellt man aber fest, also die helfen, wenn es brennt im wahrsten Sinne des Wortes, gleichzeitig stellt man fest, dass die Mittel für die Ehrenamtskoordination, ehrlich gesagt, nicht so üblich fließen.
00:20:13: Wie bringen Sie das zusammen in der Politik?
00:20:15: Also wie sehen Sie einerseits Menschen, die solche Sachen auf die beiden Stellen in einem Tempo, dass man sonst von kaum anderen Strukturen gewohnt ist und auf der anderen Seite wird da gekürzt, gespart, jedenfalls nicht vernünftig ausgestattet, was die Koordination betrifft.
00:20:30: Wie geht das besser?
00:20:32: Was sind da Ihre Vorschläge?
00:20:36: Ich muss einen Schritt noch mal zurückgehen.
00:20:38: Es war gerade die Frage, ob es die Berliner Wirtschaft merken würde, wenn wir kein Ehrenamt mehr hätten.
00:20:43: Und ich muss sagen, das land Berlin und das soziale Netz in dieser Stadt und damit der Staat.
00:20:48: Wir würden es brutal merken, wenn es kein Ehrenamt mehr gäbe.
00:20:52: Aber, aber was die Ehrenamtlichen jetzt auch gerade merken, reiten, das muss man leider sagen.
00:20:57: Ihr habt keinen sozialen Kahlschlag im Haushalt gemacht, aber ihr habt ganz viele soziale Träger massiv verunsichert, weil nicht weil nicht klar war, ob überhaupt weitergezahlt war, weil manche im Ende November noch nicht wussten, ob sie im Januar noch einen Job haben, zum Teil dann Leute entlassen haben, Hauptamtliche entlassen haben, weil sie nicht sicher waren, ob sie sonst selbst refinanzieren müssen.
00:21:19: Und das bedeutet natürlich, dass die Strukturen die Ehrenamt eben auch braucht.
00:21:22: Stadtmission ist ja ein Beispiel dafür, dass die Strukturen unsicher und löchrig werden.
00:21:28: Und dann so bequem zu sagen, naja, wir haben ehrenamtliche, können ja die Ehrenamtlichen alles ausfüllen, das wird nicht funktionieren.
00:21:33: Und deswegen kann ich nur sagen, wenn das soziale Netz in dieser Stadt löchrig wird, dann werden die Ehrenamtlichen am Ende ausgebrannt sein.
00:21:41: Das können die Freiwilligen nicht
00:21:42: alleine
00:21:43: stellen.
00:21:43: Gibt
00:21:43: das Land Berlin politisch den Willen und die Mittel?
00:21:47: Daran was zu ändern?
00:21:50: Das war das Plädoyer fürs Hauptamt, Herr Maroll, für die sozialen Strukturen, für die sozialen Träger, die das Ehrenamt auch braucht.
00:21:57: Die Ehrenamtskoordination und andere Ideen haben wir damals unter Rot-Grün-Rot entwickelt, weil das... Weil das Ehrenamt sich verändert.
00:22:04: Wir reden gar nicht mehr von Ehrenamt.
00:22:05: Wir haben Freiwillige, das sind zum Teil Profis.
00:22:07: Deswegen sind die auch so schnell und können so schnell was organisieren, wenn ein Kältebus abbrennt.
00:22:13: Die brauchen Strukturen, damit sie niedrigschwellig tätig werden können.
00:22:16: Wir hatten dafür Riesenstrategien entwickelt, jetzt hat sich aber, und das ist der Punkt, auf den ich raus will, der Begriff von dem, was wir eigentlich wollen, von Menschen, die sich engagieren, hat sich verändert, unter Schwarz-Rot.
00:22:26: Weniger bei euch, aber ganz ehrlich, eine Zivilgesellschaft, ehrenamtliche, freiwillige, die dann auch zeigen, da funktioniert was nicht.
00:22:33: Wir können es besser, da ist eine Lücke im System, oder wir haben Kritik.
00:22:37: Die werden nicht mehr so richtig gerne gesehen.
00:22:40: Und deswegen, Herr Marold, glaube ich, dass diese Strukturen auch nicht mehr ausreichend finanziert werden.
00:22:46: vorhanden sind, die da sind, wir haben freiwillige Agenturen, es gibt Ehrenamtskoordination, es gibt Ideen dafür, wie man Menschen schnell die Strukturen geben kann, damit sie selbst entscheiden, wo sie tätig werden wollen und wie.
00:22:57: Die könnte es geben, aber dann muss man das auch wollen, weil die Leute sind nicht... nur Helfer und Helferinnen, sondern die haben Auskritik.
00:23:05: Komma, dass es immer weiter geht.
00:23:06: Ja, das war der Punkt.
00:23:07: Aber
00:23:08: ich glaube, der Punkt ist angekommen.
00:23:09: Herr Dubois wollte sich dazu auch alles an.
00:23:11: Ja, ich würde gerne, weil das Thema angesprochen wurde, Kältebusse da direkt mal einsteigen und vielleicht das fällt noch ein bisschen größer und komplexer machen, ich glaube zu Freude aller.
00:23:20: Es ist eigentlich ehrlicherweise schon ein Armutszeugnis für diese Stadt, dass ein Angebot wie der Kältebus und auch weite Teile der Kälte für insgesamt nur durch Ehrenamt funktionieren.
00:23:33: Also bei den Kältebussen muss man ja sagen und wissen vielleicht auch, das kann man nicht voraussetzen, dass und da kann Christian Cicconi sicherlich noch ein bisschen ausführlicher etwas zu sagen, dass diese Kältebusse finanziert werden.
00:23:50: von Unternehmen, ich bin ja auch als Vertreter der Wirtschaft eingeladen worden, kann an der Stelle auch explizit vielleicht ein Unternehmen mal nennen mit einer Stiftung, die deutsche Bahnstiftung, die sich da besonders hervortut und auch glaube ich in diesem Fall der Brandstiftung sehr schnell da war und auch unterstützt hat.
00:24:06: Gefahren wären diese Busse dann wiederum aber auch von Ehrenamtlichen.
00:24:10: Es würde kein einziger Kältebus in dieser Stadt fahren und Menschen vor dem Erfrierungstod im schlimmsten Fall schützen, wenn es keine Ehrenamtlichen gäbe.
00:24:20: Das finde ich ehrlicherweise wirklich schwierig, weil da wird Ehrenamt nicht nur zur Kühe als sinnhafte Ergänzung, sondern da übernimmt Ehrenamt tatsächlich mal die Funktion des Retter des Sozialstaats für essentielle, existenzielle Fragen.
00:24:36: Und an der Stelle würde ich dann auch gerne Richtung Politik die Frage stellen.
00:24:41: Da geht es dann nicht nur um Rahmenbedingungen.
00:24:42: Es ist toll, dass man Ehrenamtskoordination, freiwilligen Koordination hat.
00:24:46: Auch da gibt es noch viel zu tun und wir werden sicherlich darüber sprechen.
00:24:49: Aber dass solche Angebote nur mit Ehrenamt funktionieren, ausschließlich, das ist ein Unding, das muss ich ändern.
00:24:56: Edje Goni, wir haben das auch erlebt bei den Stromausfallgeschichten, Altershof, jetzt aber auch aktuell wieder Stickels Zählendorf.
00:25:03: Der Katastrophenschutz funktioniert nur mit den Ehrenamtlichen.
00:25:07: Ist das ein systemisches Risiko?
00:25:09: Weil man kann sich ja... Ich
00:25:21: bin kein Katastrophenschützer.
00:25:24: den falschen Experten.
00:25:26: Ich kann zu dem vorherigen Thema nochmal ein Wort sagen.
00:25:28: Ich finde,
00:25:28: ehrlich gesagt, vielleicht ist Katastrophe auch eine Kategorie gut zu hoch.
00:25:32: Aber was bei Ihnen in der Stadtmission passiert ist womöglich ja auch ein systemisches Risiko.
00:25:36: Da sind Menschen extremst darauf angewiesen auf die Hilfe von Ehrenamtlichen.
00:25:42: Das ist so.
00:25:44: Ich glaube, es braucht verlässliche Strukturen im Hauptamt, damit Ehrenamt funktionieren kann.
00:25:48: Es braucht diese Schnittstelle.
00:25:50: Es braucht an manchen Stellen auch die professionelle Fachlichkeit.
00:25:52: Aber Wir werden natürlich viel größer, wenn wir das bürgerschaftliche Engagement nutzen.
00:25:57: Und da nutzen wir nur einen Bruchteil.
00:25:59: Wir haben das gesehen bei den großen Krisen.
00:26:01: Wir haben das gesehen in der Ukraine-Krise hier am Hauptbahnhof.
00:26:04: Wir haben das gesehen in der Covid-Krise.
00:26:07: Es haben sich Menschen engagiert.
00:26:08: Da war ganz viel mobilisierbar, wenn man sich als den Statistiken anguckt.
00:26:12: Die Krisen waren eigentlich die Peaks des ehrenamtlichen Engagements.
00:26:16: Die Frage ist, ob Politik, wenn sie den Rahmen schafft, auch die Mittel bereitstellt, damit wir das vernünftig begleiten können.
00:26:23: Das Stichwort heißt Ehrenamtskoordination.
00:26:26: Und die muss man fairerweise sagen, in einem Leuchtturmprojekt, einem Modellprojekt für die Obdachlosenhilfe wäre in der letzten Doppelhaushaltsverhandlung rausgeflogen, hätten wir nicht lobbyiert dafür gesorgt, dass es wieder gefunden und eingestellt wird.
00:26:40: Hat jetzt zum Glück einen eigenen Haushaltstitel.
00:26:42: Aber muss man ganz ehrlich sagen, das ist der Lobbyarbeit der freien Träger zu verdanken, dass es drin geblieben ist, sonst wäre es nach unserer Einschätzung ziemlich sicher rausgeflogen.
00:26:53: Das ist echt ein Ding, was, finde ich, überhaupt nicht geht.
00:26:57: Das Zweite ist Zugang zum Ehrenamt, wenn wir Gesellschaft insgesamt in der Breite erreichen wollen.
00:27:02: Müssen wir Koordination haben, damit wir zum Beispiel auch Menschen mit einem erhöhten Zuwendungsbedarf gut mitnehmen können.
00:27:08: Wir können nicht nur Akademiker ins Ehrenamt holen, wir wollen die ganze Breite der Gesellschaft, dann wird es charmant und dann wird es auch eine Demokratieförderung, dann wird es auch ein Mittel gegen Einsamkeit, dann wird es eine Möglichkeit zur Teilhabe, dann wird es richtig bunt und richtig gut.
00:27:23: Über diese Punkte sprechen wir auch gleich noch.
00:27:25: Zum Thema Wert des Ehrenamtes schaue ich mal ins Publikum und sehe Frau Breitenbach, würde sich gerne dazu äußern.
00:27:33: Ja, also zum einen, weil eben die Kältebus in Thema waren.
00:27:37: Ich bin der Kältehilfe und den Ehrenamtlichen und den Hauptamtlichen enorm dankbar für diese Arbeit, die sie leisten, weil sie schützen Menschen vor dem Tode.
00:27:46: Aber ehrlich gesagt, Die Katastrophe und das Erbärmliche fängt viel früher an, dass wir in so einer reichen Gesellschaft sowas wie Kältehilfe und Kältebusse brauchen.
00:27:57: Das ist das Problem.
00:27:59: Und da müssen wir uns tatsächlich die Frage stellen und da muss Politik handeln.
00:28:04: Da gibt es auch Vorschläge, die man umsetzen kann.
00:28:07: Man wird es nicht von heute auf morgen lösen.
00:28:09: Aber diese Menschen brauchen EhrenamtskoordinatorInnen.
00:28:14: Weil es ein ganz harter Job ist und weil sie Sachen erleben, die wir vielleicht alle nicht im Alltag erlebt haben, sie brauchen Schulungen und sie müssen auch aufgefangen werden.
00:28:23: Und das gilt für ganz viele Bereiche, für Hospizarbeit.
00:28:26: für Hausbesuche.
00:28:28: Das ist ein ganz harter Job im Ehrenamt.
00:28:31: Und man darf die Ehrenamtlichen sich alleine lassen.
00:28:34: Und man darf sie auch nicht immer dafür benutzen, wenn die Krise da ist.
00:28:38: Wir hatten das im Jahr two-tausend-fünfzehn-sechzehn erlebt.
00:28:41: Daraus sind Strukturen entstanden.
00:28:43: Die hatten niemals Hauptamtliche.
00:28:45: Die Flüchtlingshilfe wurde alleine getragen von Ehrenamtlichen.
00:28:49: Und da sind Leute dran kaputt gegangen.
00:28:51: Dafür tragen wir eine Verantwortung.
00:28:53: Und deshalb brauchen wir diese Koordinatorin.
00:28:57: Vielen Dank.
00:29:02: Gibt es für den Moment weitere Wortmeldungen hier?
00:29:05: Das sehe ich nicht.
00:29:06: Dann würde ich gleich mal übergehen, Herr Peters.
00:29:11: Ich habe keine Wortmeldung.
00:29:12: Nein, ich wollte darauf hinweisen, dass wir jetzt den ersten Block beendet haben zeitlich.
00:29:17: Ja.
00:29:17: Allerdings noch nicht ganz zufrieden stellen.
00:29:19: Denn die Frage Ehrenamtskoordination wurde jetzt als Problem in den Raum gestellt.
00:29:23: Wir sind aber ja hier für Lösungen und auf jeden Fall für wenigstens eine Vision.
00:29:27: selbst hier habe ich noch nicht gehört.
00:29:30: Das heißt, ich würde gerne außerdem einen Punkt, den ich jetzt grün markiert habe, nämlich die Anträge zu den Räumen.
00:29:36: Sehr gut, das werden wir verfolgen im Ausschuss nächste Woche.
00:29:40: Zwei Wochen.
00:29:42: Aber jetzt ist natürlich die Grundfrage, die Herr Dr.
00:29:44: Cicconi angemerkt hat und auch Herr Dubois erstens Systemproblematik.
00:29:49: gehen wir glaube ich im zweiten Teil noch mal detaillierter
00:29:52: an.
00:29:52: Aber
00:29:52: wie sieht es denn aus mit Ehrenamtskoordination?
00:29:55: Warum müssen wir auf Verbands- und Aufträgebene jedes Jahr darum kämpfen, dass es fortgeschrieben wird?
00:30:01: Und gibt es eine Aussage dazu, wie lange können wir uns jetzt künftig darauf verlassen?
00:30:06: Genau, da können wir eigentlich auch gleich den zweiten Teil eröffnen, weil für den hatte ich auch noch mal ein bisschen im Koalitionsvertrag nachgeschaut.
00:30:16: Und gefunden die Ankündigungen, das Landesnetzwerken-Bürge-Engagement wird durch die Förderung einer hauptamtlichen Landesgeschäftsstelle unterstützt.
00:30:26: Ist es passiert?
00:30:27: Ich habe gesehen im Haushalt gibt es zweiehunderttausend Euro, aber es sind die dafür da.
00:30:34: Erlauben Sie mir trotzdem eine Sache noch mal zu sagen, zur Diskussion von vorhin.
00:30:37: Wir rennen leider
00:30:38: aus der Zeit.
00:30:39: Das passt aber dazu zusammen.
00:30:41: Ja, klar.
00:30:42: Es passiert an ganz, ganz vielen Stellen ehrenamtliche Unterstützung auch mit den Liga-Gesprächen, die auch bei uns im Büro stattfinden, wo wir immer wieder auch sagen, wo es am Ende bedarf.
00:30:51: Auch Frau Schöne ist hier.
00:30:51: Ich glaube, wir haben in der letzten Zeit da ganz, ganz viel gemeinsam auch verabredet.
00:30:55: Ich glaube, am Ende braucht es, und das ist der Punkt, auch da werden die zweitausend Euro nicht reichen und zwar ein komplett gemeinsames Verständnis zum Thema Ehrenamt, weil Ehrenamt ist ja viel vom Kuchenbacken in der Schule bis hin zum Lebensretten auf der Straße.
00:31:09: Und ich glaube, man braucht mit der Liga gemeinsam, auch mal über die Parteigrenzen hinweg, ein gemeinsames Verständnis, wo sind wir denn bereit, in den Haushalt auch dann gemeinsam zu priorisieren.
00:31:19: Ich bin dazu gerne bereit, das können Sie gerne mit schreiben, auch auf Eure Ratuliste, so wie wir die Gespräche jetzt führen mit der Liga, wie zum Beispiel in den Bezirken, Ehrenamtsbüros, Ehrenamtskoordinationen.
00:31:29: All das, was wir gerade tun und machen, und da ist ja im Ehrenamtsbereich Stadtteilzentrum erhöht worden in dieser Legislatur und nicht reduziert worden.
00:31:36: Und, und, und, das heißt, dieser Aspekt, kein sozialer Kahlschlag, bin ich gerne bereit, auch mal in einer Art gemeinsames Paket, eine Art Gesamtkonzept der Vernunft, dass man mal gemeinsam damit einander diskutiert über das Thema und wirklich es wegzieht ein Stück weit von diesem Parteipultchen klein klein, weil ich glaube persönlich, dafür ist das Thema zu groß, Herr Marold.
00:31:54: Und ich bin gerne wirklich bereit dazu, das gemeinsam gerne zu diskutieren, wie so eine Art Austausch über die Parteikrätseln weg.
00:32:01: Klar ist nicht mit den Nazis.
00:32:02: Aber Sie
00:32:02: haben nicht doch in der Hand gehabt im Haushalt.
00:32:03: Das haben wir doch überall.
00:32:05: Das wird gerade versuchen zu erklären.
00:32:06: Vielleicht müssen einige, was dazu sagen, nicht im Raum sind.
00:32:09: Wir haben in diesem Haushalt, in einem Haushalt, wo es wirklich drauf ankam, dass alle gesagt haben, es wird gespart.
00:32:16: Es wird überall am Ende Einschnitte geben.
00:32:18: Da war uns, war mir wichtig.
00:32:20: Und das haben Sie auch mitbekommen.
00:32:21: Das haben Sie auch gesehen, auch an den Diskussionen mit den Trägern, dass wir wirklich versuchen, so weit wie möglich das Soziale abzufedern.
00:32:27: Und gerade in dem Bereich Ehrenamt, gerade im Bereich Soziales, gerade dem, was auch in der Kulturverwaltung passiert.
00:32:32: Im Koordination und Bündelung von Ehrenamt war mir persönlich auch wichtig, dass da die Einschnitte nicht passieren und dass genau der Koalitionsvertrag da abgearbeitet wird, so wie es gerade drin steht mit
00:32:43: ca.
00:32:45: Das Landesnetzwerk Bürgerengagement wird durch die Förderung einer hauptamtlichen Landesgeschäftsstelle unterstützt.
00:32:51: Ist
00:32:51: die da?
00:32:51: Ich
00:32:51: kann es dir nicht im Detail sagen, aber ich glaube, dass der Koalitionsvertrag von Ölke Ratze will.
00:32:55: Noch mal, sie ist die AWO-Chefin in Berlin.
00:32:57: Und sie ist immer sehr hinterher, dass genau das, was in diesem Bereich passiert, eins zu eins abgedeckt wird im Koalitionsvertrag.
00:33:03: Ob die eine Stelle da ist, kann ich Ihnen sagen.
00:33:04: Aber ich kann Ihnen sagen, dass wir insgesamt viele, viele Millionen Euro zusätzlich investiert haben.
00:33:09: Genau in das Thema Ehrenamt, in das Thema Ehrenschaftlich Engagement.
00:33:12: Im Übrigen habe ich auch gesagt, Ich schaue mir das Ganze persönlich an in allen Verwaltungen, Herr Marold, weil es gibt nicht nur eine Verwaltung per Knopfdruck, wo etwas steht zum Ehrenamt, sondern in allen Verwaltungen spielt das Thema Ehrenamt, das Thema Vernetzung, das Thema Bündelung.
00:33:26: Sie bestätigen es gerade, ich spiel in allen Verwaltungen mit und da war mir wichtig, dass es nicht zum sozialen Karschlag gibt.
00:33:32: Zwei Verwaltungen habe ich dabei auf dem KK, weil die haben nicht geliefert, das ist Justiz und Bildung.
00:33:37: Darf ich mal einen einfachen Lösungsvorschlag machen und zwar ganz kurz?
00:33:40: Bitte schön.
00:33:42: Ehrenamtskoordination ist total wichtig, gerade bei großen Einrichtungen im Moment.
00:33:48: Wie wäre es denn, wenn wir da hinkommen, dass das einfach zu den Overhead-Kosten gehört, die erstattet werden?
00:33:53: Das ist doch eine Debatte, die wir schon ganz lange führen.
00:33:55: Die ganzen großen Wohlfahrtsverbände und Träger haben immer das Problem, dass sie Verwaltungskosten haben, die sie aber nicht anrechnen können auf die Projekte.
00:34:03: und eigentlich wissen alle, dass was wir machen müssen ist.
00:34:06: Die sozialen Träger müssen die Verwaltungskosten.
00:34:09: erstattet kriegen teilweise, ist selbstverständlich und nicht mit jedem einzelnen Projekt wieder neu beantragen.
00:34:14: Wieso gehört die Ehrenamtskoordination nicht zu diesen Verwaltungskosten, zu diesem Overhead?
00:34:18: Denn wie Sie sagen, bei der Organisation, bei Ihnen, aber auch in den anderen Häusern, geht es ja gar nicht ohne.
00:34:24: Und sonst schneiden die das halt irgendwo raus und was anderes leidet drunter.
00:34:27: Das wäre ein Lösungsvorschlag.
00:34:29: Könnte ja mal angehen, aber hoffentlich eher wir.
00:34:31: Gut,
00:34:32: Herr Salih hat genickt.
00:34:34: Herr Salih hat, jetzt geben Sie sich auch noch die Hand.
00:34:36: Wunderbar.
00:34:40: Das wäre natürlich ungleich teurer, ehrlicherweise als irgendwo eine Geschäftsstelle zu eröffnen mit zwei Planstellen und zu sagen, das Problem ist gelöst für eine Stadt mit drei Komma sechs bald mehr Millionen Menschen, die damit mehr Einwohner hat als so manches Flächenland in dieser Republik.
00:34:58: Naja, das ist ehrlicherweise ein bisschen wenig.
00:35:01: Entschuldigung, dass ich es mal so explizit sage, das sind Leuchtturmprojekte und Leuchtturmprojekte, die strahlen zwar schön.
00:35:07: drinnen sieht so ein Leuchtturm aber meist nicht so besonders schön aus, sondern meist nur aus der Ferne.
00:35:11: Das ist erstmal vielleicht wichtig zu sagen.
00:35:13: Insofern finde ich diesen Ansatz, das eigentlich mal einzupreisen sehr, sehr sinnhaft, weil man ehrlicherweise sagen muss, der Staat hat da sehr lange eine Leistung, mehr oder minder, mit einigen Ausnahmen von projektfinanzierten Regelungen, eine Leistung gratis bekommen.
00:35:30: Und es ist einfach mal an der Zeit, dass dieser Zustand beendet wird.
00:35:34: Denn wir wissen um den Wert, ich möchte es nicht beziffern von ehrenamtlichen Engagement.
00:35:38: Geht in die Milliarden.
00:35:40: Geht in die Milliarden.
00:35:40: Es gibt auch da wieder unterschiedliche Zahlen, aber es ist signifikant und wir wissen ehrlicherweise auch, dass es Folgekosten reduzieren kann.
00:35:47: Das ist glaube ich wissenschaftlich evident.
00:35:49: Da muss man nicht mehr darüber diskutieren.
00:35:50: Das kann man als Gesetz sehen.
00:35:53: die Leistung dafür passiert vor Ort.
00:35:56: Und das ist auch noch mal wichtig, vielleicht auch zu unterstreichen, warum es nicht reicht, zwei neue Stellen dann auf Landesebene zu schaffen, die zwar einen Büro haben und auch ansprechbar sind, aber ehrlicherweise den Kontakt zu den unterschiedlichen Einrichtungen, Projekten vor Ort nicht haben und überhaupt nicht verstehen können.
00:36:13: Das ist keine Frage des Wollens.
00:36:14: Sie können es nicht.
00:36:15: Was es vor Ort braucht, welche Voraussetzungen es braucht, um ein bestimmtes Ernahmen, Strickstrichen, bestimmte Freiwilliges, Engagement auch ausüben zu können.
00:36:23: Das ist ein ganz entscheidender Punkt.
00:36:24: Deswegen muss man das vielleicht auch in der Stelle auch mal sehr klar labeln.
00:36:28: Das ist Symbolpolitik.
00:36:31: Herr Tricone, wird Ihren Amt zuweilen schon als Hauptamt, als fehlendes Hauptamt fest eingeplant?
00:36:37: Bei uns ist nicht der Fall, weil wir den Grundsatz haben, dass wir das fair haben wollen und weil wir eine Abteilung Ehrenamt bei uns im Haus haben, die sich darum kümmert, dass es dem Werk mit dem Ehrenamt gut geht und den Ehrenamtlichen mit dem Ehrenamt gut geht.
00:36:52: Das ist auch die Stelle, die uns auf die Finger klopft, wenn wir auf die Idee kämen.
00:36:57: Und das ist, glaube ich, was uns erprägt in unserer Arbeit.
00:37:01: Wir denken in all unseren Arbeitsfeldern, Ehrenamt immer mit, als Partner, als Mitarbeiterschaft, als Beteiligungsform, aber in einer fairen Weise auf Augenhöhe und so, dass es für alle passt und für alle gut ist.
00:37:16: Und dass das klappt, dafür investieren wir richtig viel als Berliner Stadtmission.
00:37:21: Ich kann Ihnen sagen, dass das aus freien Mitteln richtig viel im sechsstelligen Bereich kosten.
00:37:27: Und wenn ich mir was wünschen dürfte heute Abend von der Politik, dann flüster ich Ihnen nachher mal, was wir dafür ausgeben und Also, eins zu eins matchen würde mir schon ausreichen.
00:37:37: Dann würde ich hier sehr zufrieden aus diesem Abend rausgehen und Sie würden richtig viel erreichen für diese Stadt.
00:37:43: Und dann sind ganz viele andere hier, die Ehrenamt schon koordinieren.
00:37:47: Ich glaube, die werden mit dabei.
00:37:48: Da hätten wir einen Takt, den eins zu eins packt im Ehrenamt.
00:37:53: Wir würden Herrn Raleigh wie ein Pastor an die Tür stellen und beim rausgehen kann jeder eine Zahl sagen, die gematcht werden muss.
00:38:03: Das ist in Summe gar nicht so viel, wenn wir das prozentual vom Landeshaushalt angucken würden.
00:38:08: Aber was das für ein Wert für Berlin wäre, was es verändern würde, das wäre doch mal ein richtig großer Hebel.
00:38:18: Ja, ich weiß, Sie gucken mir eine und sagen, wo sollen wir das hernehmen?
00:38:21: und so weiter, ja?
00:38:22: Das hören wir ja auch, wenn wir sagen, es geht ums Einpreisen in Kosten setzen, dass das mal vorkommt, dass wir Altenheime nicht als solitäre Einrichtungen betreiben, sondern als Teil des Sozialraums.
00:38:32: Dafür ist Ehrenamt natürlich die Brücke.
00:38:34: Ja, aber wir müssen noch mal anfangen diesen Switch im Kopf zu machen und es einfach als eine grundsätzliche Dimension mitdenken.
00:38:42: Und da wäre ich echt neugierig, wie wir das hinkriegen.
00:38:45: Aber da können wir
00:38:46: ganz viel
00:38:47: Unterstützung aus unserer Abteilung Ehrenamt anbieten, weil die das bei uns hier im Haus echt durchziehen.
00:38:52: Herr Peters, Anne, Frau Breitbach.
00:38:56: Gerade über zwei Formen von Koordination gesprochen.
00:38:59: Ich glaube, das führt zur Verwirrung.
00:39:01: Wir haben die Freiwilligenagenturen.
00:39:03: Die machen auch eine Art von Koordinierung.
00:39:06: Da kann ich hingehen, kann fragen, ich würde mich gerne engagiert.
00:39:11: Wo könnt ihr mir helfen?
00:39:12: Das ist eine Art von Koordination.
00:39:14: Die Landesfreiwilligenagentur koordiniert und unterstützt Strukturen.
00:39:20: Und dann haben wir die einzelnen Träger und Projekte, Herr Cicconi.
00:39:25: Das haben sie eben gesagt.
00:39:26: Sie haben hier selbst Leute, die freiwilligen Arbeit koordinieren.
00:39:31: Für sie als Träger und andere haben das auch.
00:39:34: Und das ist die zentrale Stelle, wo Unterstützung fehlt.
00:39:40: Und deshalb ist die Idee, die Bettina Yarasch eben gesagt hat, ist eine vernünftige Idee.
00:39:45: Wir müssen die Träger unterstützen.
00:39:48: Ehrenamt braucht Hauptamt, hat Tchikoni gesagt, das ist richtig.
00:39:53: Wenn wir das wollen, dann müssen aber auch dafür Unterstützung und Mittel her.
00:39:58: Denn können wir Rahmenbedingungen für zivilgesellschaftlich engagierte Menschen unterstützen.
00:40:05: Das ging eben durcheinander.
00:40:06: Und das macht so schwierig, zu einer Lösung zu kommen.
00:40:11: Frau Kranefeld hat sich gemeldet.
00:40:18: Okay, sehr eingeschaltet, wunderbar.
00:40:19: Vielen Dank.
00:40:20: Ja, ich glaube, wir kommen ein bisschen in eine falsche Richtung, wenn wir in Bezug auf Ehrenamt jetzt darüber sprechen, was muss bezahlt werden und was nicht.
00:40:31: Weil das ist es zwar alles richtig, was gesagt wurde, aber ... Engagement ist ja mehr.
00:40:37: Also wir reden im Moment so ein bisschen darüber wie ein Mann über die wertvolle Arbeit der Hausfrau zu Hause, die er natürlich schätzt und wo er froh ist, dass er die nicht bezahlen muss und überlegt sich jetzt, welche Strukturen er schafft, damit sie das weitermacht, was natürlich überhaupt nicht bezahlt werden könnte.
00:40:53: Das ist aber Engagement natürlich alleine nicht, sondern... Wir hatten ja eine zeitlangen Ausschuss für Engagement und für Beteiligung, wo wir gesehen haben, dass Menschen, die sich freiwillig engagieren und ihre Kompetenz einbringen.
00:41:06: Frau Jarsch hatte das vorhin schon gesagt, das sind ja oft hochqualifizierte Leute, nicht nur, aber auch, die sich die Lücken feststellen, die sehen, wo was fehlt, die Bereitungsstrukturen aufbauen, die aber dann auch Beteiligung einfordern.
00:41:22: Das heißt, die Einfordern gehört zu werden.
00:41:26: Beteiligung in dieser Stadt ist auch unbezahltes Engagement.
00:41:30: Da geht man auch hin und wird nicht für bezahlt.
00:41:33: Und das ist ein fließender Übergang vom Elternbeirat zur Ökoinitiative für Verkehrsberuhigung bis hin zur Hospizbewegung, die ja auch unbezahlt begonnen hat und dann eine Struktur geschaffen hat, die jetzt in Finanzierung übergeht.
00:41:51: Die Stadtteilmütter, die immer zitiert werden, sind übrigens auch so entstanden.
00:41:55: Mittlerweile haben die einen Haushaltstitel.
00:41:57: Also ich möchte nur darauf hinweisen, dass man, damit es nicht schief wird, das Engagement, worüber wir jetzt gesprochen haben, zu berechtigter Weise in der Diakonie, weil das ihr Arbeitsfeld ist, in einem viel größeren Zusammenhang steht, von freiwilligem Engagement in der Stadt.
00:42:16: Das mein letzter Satz ist enorm wichtig ist für unsere Demokratie.
00:42:21: Demokratie funktioniert nur, wenn sie vielfältig ist in der Beteiligungsform, den Beteiligungsformen von Menschen, die hier leben.
00:42:29: Das heißt, ich gründe selber einen Verein.
00:42:32: Ich gründe selber eine Initiative.
00:42:34: Ich weiß selber, wo was fehlt.
00:42:35: Ich mache selber Nachhilfe.
00:42:37: Dann gehe ich vielleicht zur Diakonie, weil die mir eine Struktur zur Verfügung stellt.
00:42:40: Aber vielleicht mache ich es auch ohne Engagement.
00:42:43: dieses Freiwillige, dieses Bottom-up.
00:42:45: Es sind ganz wesentlicher Teilen neben der repräsentativen Demokratie, direktdemokratischen Elementen und anderen, aber wir sollten Engagement in diesem Kontext diskutieren.
00:42:57: Das heißt dann nicht, dass es billiger wird und wir nicht was bezahlen müssen, aber dann steht dieses Bezahlen von Strukturen in einem ganz anderen politischen Kontext.
00:43:08: Herr Salle hat uns dazu gemeldet.
00:43:10: Ich bin sehr dankbar für deinen Beitrag, weil das ging mir wirklich auch ein Stück weit gerade.
00:43:15: für die Summe von achthunderttausend Menschen im Ehrenamt, die kann man nicht über einen Kamm scheren.
00:43:20: Als ich angefangen hatte, bevor ich in der Politik war oder zu Beginn der Politik, war ich eigentlich aktiv, habe zwei Vereine gegründet.
00:43:26: Jede Stimme zählt, kommunales Wahlrecht für alle, starke ohne Gewalt, Jugendliche gehen mit der Polizei auf Streifen.
00:43:33: Die hatten einen ganz anderen Anspruch an Unterstützung im Ehrenamt, als zum Beispiel Menschen, die sie gerade beschreiben.
00:43:38: Wenn ich mir einen Wunsch äußern darf für eines der nächsten Sitzungen, wenn man das vertieft, dass man so runterbericht, zum Beispiel das Ehrenamt nochmal auf die jeweiligen Strukturen über die wir reden.
00:43:46: Ist das die freiwillige Feuerwehr, die wir reden?
00:43:48: Anderen Ansatz von Unterstützung.
00:43:50: Das hast du gerade zum Ausdruck gebracht.
00:43:51: Wenn zum Beispiel mein Sohn Sami unterwegs ist, mit seinen Freunden hilft.
00:43:56: Damals auch mit Fluchtbiografie.
00:43:58: Dann macht das auch ganz anders in der Unterstützungsbeforderung, oder?
00:44:02: Und deshalb bin ich wirklich bereit, wenn es darum geht am Ende, wo wird ehrenamtstückweit den Eindruck erweckt, man nutzt das so sehr aus.
00:44:09: Das sind eigentlich staatliche Aufgaben, bin ich gerne immer bereit darüber zu diskutieren.
00:44:13: Und bin auch der Letzte, der nicht wirklich auch mit der Liga oder mit den verschiedenen Partnern im Sozialgefüge, können sich, glaube ich, auch bestätigen, immer ein offenes Ohr hat und auch die Sache mitnimmt und auch vieles dann... Kurz vor Schluss auch noch mal repariert.
00:44:25: Kurz vor Schluss deshalb, weil dann der Haushaltsberatung bis Dezember laufend in der Haushalt verabschiedet wird.
00:44:30: Aber dazu bin ich immer gerne bereit.
00:44:32: Gerade soziale Thema liegt mir wirklich auch persönlich am Herzen, gerade Ehrenamt und Soziales.
00:44:37: Nur, ich glaube, es ist falsch, alle über einen Kampf zu stellen.
00:44:39: Und Elka hat gerade zum Thema, letzter Satz, freiwilligen Agentur.
00:44:44: In den Bezirken gibt es die, die haben wir gemeinsam eingeführt, übrigens Rote, Rot, Grün.
00:44:48: Das heißt, man kann nicht sagen, da gibt es keine Unterstützung vor Ort.
00:44:50: Die würden sagen, na klar gibt es die in Spandau, sitzen die in der Altstadt Spandau und die werden gut angenommen.
00:44:55: Dann gibt es Beende und viele, viele andere Sachen.
00:44:57: Eigentlich bräuchte man einen Gesamtüberblick.
00:44:59: Was gibt es alle schon?
00:45:01: Denn ich würde zum Beispiel sagen, Ich habe versucht, mit Schwarz-Rot zu verteidigen.
00:45:13: Ich habe versucht, mit Schwarz-Rot zu verteidigen.
00:45:22: Wir müssen abschichten.
00:45:32: ohne es klein reden zu wollen.
00:45:33: Ich glaube, da muss man vertiefter gehen.
00:45:34: Wo muss Politik noch mehr tun?
00:45:36: Wo muss eine psychologische Unterstützung leisten?
00:45:38: Es gibt viele, die brauchen psychologische Unterstützung.
00:45:41: Du lässt sie alleine, die gehen hin, sie in Unfälle, sie in Rettungswagenaktionen.
00:45:46: Die sind dort mit Situationen konfrontiert.
00:45:49: Das macht was mit jemandem.
00:45:50: Und das muss man, glaube ich, mal diskutieren.
00:45:52: Und auch die Folge von Corona wäre auch mal interessant.
00:45:54: zum Thema Ehrenamt.
00:45:55: Wir kommen gleich zum Thema Strukturwandel.
00:45:58: Da passt das ganz gut rein, aber wir haben vorher noch ... Eine Meldung aus dem Publikum.
00:46:02: Wenn Sie sich bitte kurz vorstellen würden.
00:46:04: Ja, meine Name ist Ursula Schön.
00:46:05: Ich bin die Direktorin des Diakonschenwerks Berlin-Brandenburg-Schlesche Oberlausitz.
00:46:10: Man muss ja sagen, in den letzten Jahrzehnten haben wir mit großem Glück wirklich ein gut ausgebildetes Ehrenamt schaffen können und sind weg von der reinen Freiwilligkeit.
00:46:20: Hier wird ein bisschen Kaffee gekocht, sondern es ist Engagement ist heute mit intensiver Ausbildung verbunden und Begleitung.
00:46:27: Und da, denke ich, wird auch aus der Freiwilligkeit ein Engagement hat mit Haltung, hat mit demokratischen Werten zu tun.
00:46:35: Und das ist eben dann auch nicht nur Projektkoordination, sondern das ist eine gute ehrenamtliche Ausbildung, die auch Werte einbezieht, die auch die Dimension wie sehe ich Menschen, wie sehe ich den anderen, wie sehe ich mich selbst da ganz stark in den Blick nimmt.
00:46:51: und deswegen reicht für uns auch nicht die Koordination kleiner Anmerkung am Rande, sondern wir brauchen auch für die Bildung im Ehrenamt und die Ausbildung und die gute Begleitung eigentlich öffentliche Unterstützung, sage ich jetzt mal ganz neutral.
00:47:06: Für uns ist unheimlich wichtig, dass die Menschen, die wir im Engagement begleiten, wirklich auch Werteträger sind in unserer Gesellschaft.
00:47:15: Wir haben ein russischsprachiges Telefon.
00:47:18: Da üben Menschen ein, wie gehe ich damit um, dass es ganz, ganz unterschiedliche Krisenerfahrungen gibt.
00:47:24: Das sind alles Demokratieträger, Gemeinschaftsträger, Menschlichkeitssträger in unserer Gesellschaft.
00:47:30: Das möchte ich gerne nochmal verstärken.
00:47:32: Vielen Dank.
00:47:33: Aber
00:47:33: Sie brauchen was anderes, ehrlich gesagt.
00:47:35: Frau Jarsch, ganz kurz dazu.
00:47:37: Ja, zur Unterstützung dieser Menschen, die sich in dieser Weise engagieren, auch zum Teil nicht eingebunden, dann wiederum in der großen Organisation, braucht es auch was anderes, nämlich... ein Ende des Kulturkampfes, den wir gerade erleben in der Politik.
00:47:51: Leute, die sich engagieren, gerade wenn sie dann politisch auch was Kritisches sagen, wenn sie gegen Rechtskämpfen für geflüchtet.
00:47:58: oder ich sage nur das, was früher, da komme ich ja übrigens selber auch her aus dem Kirchenasyl.
00:48:03: Das war mal was das war in den Kirchen eingebettet, das war respektiert von der Politik, weil man in die Kirche ja nicht reingeht, das hat man respektiert.
00:48:10: Das ist vorbei die Zeiten.
00:48:12: Die Leute werden fast schon kriminalisiert, die weiterhin sich in dieser Weise einsetzen.
00:48:16: Und so geht es im Moment ganz vielen, selbst die Omas gegen rechts, haben das Problem, dass sie schon unter Verdacht stehen, irgendwie extremistisch, links extremistisch zu sein.
00:48:25: Nein, Entschuldigung, nee.
00:48:27: Diese Art von Engagement, die ist politisch, darüber rede ich hier, die ist politisch.
00:48:32: Und da braucht es auch eine Politik, die das akzeptiert, dass Engagement und freiwilligen Arbeit auch kritisch sein darf, weil nur dann schützt sie und stärkt sie Demokratie.
00:48:41: Und das ist, die ist gerade in Gefahr, kann ich nur sagen.
00:48:43: Und da braucht es tatsächlich einen Wechsel, einen Wandel in den politischen Haltungen.
00:48:48: Gut, den braucht es, glaube ich, nicht auf dem Podium hier.
00:48:52: Herr Dubois wollte aber auch noch...
00:48:55: Es klang ja jetzt gelegentlich an, dass es unterschiedliche Bedarfe gibt sozusagen und ich wollte auch mein Plädoyer voll nicht falsch verstanden wissen, dass ich sozusagen gegen Landesfreiwilligangenturen bzw.
00:49:06: Freiwilligangenturen in Bezirken bin.
00:49:08: Aber explizit auch sagen und das knüpft auch ein Stück weit an das an, was Herr Salé gesagt hat.
00:49:15: Für diese Menschen, die besonderen psychischen Ausnahmesituationen ausgesetzt sind, hilft, pardon, Dann die Landesfreiwillige Agentur jetzt auch nicht.
00:49:24: Allein schon, weil die Ressourcen dort sehr begrenzt sind.
00:49:27: Das gilt übrigens auch für die Bezirke, wo nach meiner Kenntnis bestenfalls zwei Vollzeitstellen zur Verfügung stehen für Bezirke, die so groß sind wie Großstädte im deutschen Raum.
00:49:36: Das kann nicht funktionieren.
00:49:38: An der Stelle brauchen wir dann eben doch eine Ehrenamtsfreiwilligekonvention direkt vor Ort.
00:49:45: Bescheid weiß über die spezifischen Herausforderungen und Probleme.
00:49:48: Das schließt nicht aus, dass es auch Landes freiwilligen Agenturen oder auch auf bezirklicher Ebene freiwilligen Agenturen braucht, die eine koordinierende Funktion haben.
00:49:56: Ich glaube, das ist gar kein Widerspruch, es ist ein auch.
00:49:58: Und vielleicht noch ein Punkt, um darüber zu sprechen, ist das finanzierbar, es ist das nicht.
00:50:04: Wir haben jetzt schon gelegentlich über den Blackout in Steglitz-Zehlendorf gesprochen und eine besondere Rolle kam da sicherlich auch dem technischen Hilfswerk zu, was viele auch nicht wissen.
00:50:13: Das ist ebenfalls ehrenamtlich getragen.
00:50:15: Das technische Hilfswerk selbst ist aber eine Bundesanstalt.
00:50:19: Und da könnte man jetzt auch mal darauf gucken, wie organisiert das denn der Bund selbst?
00:50:23: Also wenn der Staat sozusagen ehrenamtliche Direkt braucht, dann kümmert er sich ganz gut um die.
00:50:28: Das macht nämlich da Hauptamt.
00:50:29: Das ist dort gesichert und finanziert.
00:50:32: Und das braucht es nach meinem Dafürhalten eben auch für die freien Träger der Buchratspflege.
00:50:37: Gut, wir haben bevor wir zum nächsten Thema kommen noch eine Frage, eine eine Bemerkung.
00:50:43: Wie viele?
00:50:44: Drei.
00:50:45: Okay,
00:50:45: ich bitte um kurze Vorstellung, damit wir wissen müssen.
00:50:50: Mein Name ist Ralf Gottschalk.
00:50:51: Ich bin Freiwilligenkoordinator in der Wohnungslosenhilfe in Treptokypenik.
00:50:55: Und Träger ist das Unionhilfswerk Soziale Dienste GGMBH.
00:50:58: Ich wollte gerne noch mal das verstärken, was Frau Jarrasch gesagt hat.
00:51:02: Ehrendamt ist öffentlich.
00:51:03: Und öffentlich ist auch politisch sozusagen.
00:51:06: Und deshalb die Frage auch, was darf das Ehrenamt?
00:51:08: Es darf auch unbequem sein.
00:51:10: Weil das ist nämlich auch Demokratieförderung, ohne sich fifty-fünfundfünfzig Fragen stellen lassen zu müssen, die zu einer tiefen Verunsicherung führen.
00:51:18: Also deshalb recht schön Dank, Frau Jarasche, für Ihre Aussage und Einlassung.
00:51:21: Danke sehr.
00:51:23: Oh,
00:51:24: ja, also gut.
00:51:25: Ja, hallo, genau.
00:51:26: Ich bin Johanna Faust, Sie eine Amtskordinatorin im RV Berlin, der UNITA-Unfallhilfe.
00:51:31: Was ich auch noch mal gerne sagen wollte, das sind zwei Aspekte, die bisher mir zu wenig kamen.
00:51:36: Einmal auch die Akzeptanz von Unternehmen an unsere Ehrenamtliche.
00:51:40: Das bedeutet an Freistellungen, gerade natürlich im Bevölkerungsschutz.
00:51:45: Das ist natürlich vom Gesetzgeber ganz klar gegeben.
00:51:48: Aber da wünsche ich mir auch von der Politik eine Akzeptanz an die Ehrenamtliches Engagement ausführen zu können und das vielleicht auch mal zu nicht angenehmen ArbeitnehmerInnenzeiten.
00:52:04: Wenn ich da nämlich immer mal wieder in den Kalterquise gehe, ist natürlich das größte, was mir entgegen kommt, es fehlt mir die Zeit.
00:52:11: Und es ist natürlich klar, aber es fehlt vielleicht auch die Zeit und die Akzeptanz von Arbeitgeberinnen und der Politik.
00:52:19: Vielen Dank.
00:52:22: Hallo, ich bin Daniel Pittner.
00:52:23: Ich mache die Ernehmenskoordination hierfür, die Notübernachtung, über die wir jetzt gerade drüber sind, ganz konkret.
00:52:29: Wenn wir gerade bei Wünschen schon sind an die Politik, grundsätzlich ist es so, was mir ein wichtiger Punkt noch mal ist, also was Frau Breitenbach auch gesagt hat, diese grundsätzliche Debatte, dass dieses System auch falsch aufgestellt ist, das sollte man grundsätzlich schon auch noch im Hinterkopf behalten und nicht alles auf das Ehrenamt abwälzen.
00:52:47: Das Problem ist eben auch, wir haben zu wenig Hauptamt.
00:52:52: in unserer Einrichtung viele ehrenamtliche Übernehmtätigkeiten, die eigentlich nicht für das Ehrenamt gedacht sein sollten.
00:52:59: Also Leute, die pflegerische Tätigkeiten übernehmen, da haben wir kein ausgebildetes Personal.
00:53:03: Das können wir uns nicht leisten.
00:53:04: Wir kriegen das Geld nicht dafür.
00:53:06: Der zweite Punkt ist, und das ist ganz entscheidend, die Finanzierung.
00:53:09: Wir dürfen die ersten Entschuldigungen, wenn ich da ganz kurz unterbrechen darf, übernehmen pflegerische Tätigkeiten.
00:53:14: Obwohl sie nicht dafür ausgebildet sind, da stellt sich die Frage, dürfen die das?
00:53:18: Na ja, das ist natürlich nicht eine Pflege in dem Sinne, wie man sich das jetzt vorstellt, mit dem Pflegezimmer etc.
00:53:23: Aber wir gehen natürlich auf die Bedarfe konkret ein der Menschen.
00:53:26: Wir haben jeden Abend hundertdreißig obdachlose Menschen, die herkommen, die einfach unterschiedliche Bedarfe haben, um die man sich kümmern muss.
00:53:33: Und die Ehrenamtlichen machen das mit einer großen Leidenschaft.
00:53:36: Am Ende wissen sie selbst gar nicht, dass sie eigentlich schon fast pflegarest tätig sind, aber das ist die Faktor so.
00:53:41: Wenn wir da mehr Unterstützung hätten, dann würde das Ehrenamt auch nicht so, dann würden die Ehrenamtlichen auch nicht ausgebrannt werden.
00:53:48: sein, das ist auch ein Punkt, über den wir uns kümmern müssen.
00:53:51: Und da ist eben das zusätzliche noch der Zeitpunkt von Zusagen oder eben nicht zu sagen von Finanzierungen, ist katastrophal.
00:53:59: Also das stellt uns vor Herausforderungen, wo wir jedes Jahr am Anfang der Saison der Kältehöfe im November nicht wissen, was können wir jetzt genau leisten, welche Stellen haben wir, was muss das Ehrenamt auffangen, wie viel Geld kommt eventuell noch in diese Saison.
00:54:13: Also das ist mein allergrößter Wunsch, dass wir endlich mal in eine Saison gehen können.
00:54:17: wo wir sagen können, wir sind gut aufgestellt, wir können jetzt dieses und jenes leisten, weil auch das, wir sind mittendrin in der Saison, es gibt schon wieder Unsicherheiten, wir wissen nicht, welche Gelder brichen weg.
00:54:28: Also das wäre schon wirklich sehr, sehr wichtig, dass wir mal eine Zusage haben von der Politik, Bürokratie hin und her, dass man auf die Bedarfe konkret eingeht, dass wir schnell handeln müssen.
00:54:39: Und da brauchen wir die Unterstützung der Politik sehr, sehr zeitnah.
00:54:50: Vielen Dank.
00:54:51: Vielleicht an dieser Stelle kann ich ganz kurz darauf hinweisen, dass Sie freundlicherweise angeboten hatten, wer Interesse hat.
00:54:58: Gegen halb acht, wenn wir hier durch sind, sich das mal genauer anzuschauen.
00:55:02: Hier unter uns direkt kann gerne sich melden und eine kleine Führung mitmachen.
00:55:09: Ich weiß darauf gleich noch mal hin, aber an dieser Stelle passt das glaube ich ganz gut.
00:55:13: Herr Peters.
00:55:14: Ja, genau.
00:55:15: Jetzt am Ende dieses Teils.
00:55:17: Bevor wir weitergehen, ist es tatsächlich auffällig, dass dieses Thema, das der Kollege gerade angesprochen hat, bei jedem unserer Panels vorkommt.
00:55:24: Das heißt, ich glaube, es ist ganz gut, wenn Herr Salé, Frau Jarasch, wer auch immer möchte, nochmal Kurzposition bezieht zum Thema späte Zuwendungsbescheidet, zum Thema späte Haushaltsentscheidungen, ohne lange Diskussion, ohne lange Antworten, vielleicht einfach mal die Antwort auf die viele viele.
00:55:42: Zehntausende Menschen, allein in der Diagonie jedes Jahr hoffen.
00:55:47: Wie sieht die Zukunft aus?
00:55:53: Die späten Zuwendungsbescheide entstehen dadurch, dass der Senat erst mal einen Entwurf bringt.
00:55:59: Es ist erst mal nur ein Entwurf des Senats.
00:56:00: Dann geht es ins Parlament.
00:56:01: Es ist erst mal nur ein Entwurf in den Fachausschüssen.
00:56:04: Dann geht es am Ende im Dezember im Parlament und wird verabschiedet.
00:56:07: Das heißt, das sind so die Schritte.
00:56:09: Was ich jetzt versuche, deshalb gab es ein Treffen mit der Liga, auch bei mir nochmal, mit den Liga-Vertretern ist, dass man nicht jedes Mal auch neue Anträge formulieren muss.
00:56:18: Es gibt Projekte, die laufen über viele, viele Jahre, dass man es hinbekommt und das, was jetzt Chancel Kizzetippe, diese Natur, ja auch mit der Liga gerade bespricht.
00:56:27: Dazu gibt es ja bald auch ein Gespräch wieder mit mir und Chancel Kizzetippe, wenn ich mich nicht heuche.
00:56:30: Ein Folgegespräch, wie man es hinkriegt, dass die permanent Kettenanträge formulieren, formuliert müssen.
00:56:36: Das wurde an mich herangetragen.
00:56:38: löst nicht das Problem, dass am Ende ein Haushalt erst dann verabschiedet ist, wenn ein Haushalt verabschiedet ist.
00:56:43: Aber auch dann, wenn wir gesagt haben, es wird schon gut, ihr steht drinnen, dann haben auch die Träger natürlich zurecht gesagt, ja, aber wir haben es noch nicht schwarz auf weiß.
00:56:51: Aber der Haushalt ist erst dann per Gesetz, per Gesetz ein Haushalt, wenn er verabschiedet ist im Parlament und zwar von den Parlamentariern.
00:56:57: Was man aber machen könnte und das ist das, was wir gerade prüfen, ist, dass man nicht permanent beantragen muss, sondern dass man einen Antrag hat und erst dann, wenn er wegfällt, fällt der Antrag weg.
00:57:06: Das würde eine gewisse, da bin ich bei Ihnen, eine Planungssicherheit geben, dass Sie sagen können, ich kann mich drauf verlassen.
00:57:12: Es gibt keine Anzeichen.
00:57:13: Das ist das, was wir gerade mit Frau Kisetippel jetzt auch angehen wollen, dass das das eine Sache ist, die wirklich ein Stück weit Planungssicherheit geben würde.
00:57:22: Einsatzungen haben wir auch.
00:57:24: bitte zum Thema politisches Eigenamt.
00:57:26: Frau Errersch hat in der Sache recht.
00:57:29: Es ist so, dass Ehrenamt auch mit Politik zu tun hat.
00:57:32: Um uns herum, wir leben hier in Berlin in der Insel der Glückseligen, so gesehen.
00:57:36: An vielen Orten um uns herum gibt es mittlerweile kein Ehrenamt mehr, der von Demokraten organisiert wird.
00:57:42: Da müssen wir uns Gedanken machen.
00:57:44: Wir brauchen wirklich Strukturen, notfalls mit Stüftung oder Ähnliches.
00:57:46: Wir müssen überlegen, wie wir herangehen.
00:57:48: Ich mache mir wirklich Sorgen, weil natürlich hat Ehrenamt auch was mit Transport zu tun, mit Nähe zu tun, mit Menschen zu tun.
00:57:55: wirklich großen Sorge, auch was jetzt in Sachsen-Anhalt passiert, die Ermittlungen im Vorparmann passiert.
00:58:00: Ich habe wirklich Sorge, dass es sein kann, dass am Ende uns das Ehrenamt dort von Demokraten und Demokraten wegbricht und von anderen übernommen wird, deren Geist wir hier alle im Raum nicht teilen.
00:58:12: Wirklich.
00:58:13: Und das ist eine Sache, wo man das Gedanken machen muss, auch über die Grenze in Berlins hinweg im Übrigen, weil es hat immer was ein Stück weit auch mit Haltung zu tun, Ehrenamt.
00:58:20: Und das Thema, wie geht man um, gerade in diesen Ideologie-Fragen, spielt gerade nicht in Berlin, sondern bundesweit eine Rolle.
00:58:26: Wozu es führen kann, sehen wir gerade bei diesem irren Präsidenten Trump, was gerade in den USA passiert, wirklich, welche Ausmaße es haben kann.
00:58:35: Und das macht mir wirklich als Demokrat enorm Sorgen.
00:58:37: Gut.
00:58:38: Die Politik war angesprochen, deswegen auch Frau Jarrasch, bitte mit der Bittung.
00:58:42: Danke
00:58:42: schön.
00:58:42: So viele Kommatter darf ich auch, oder?
00:58:44: Bitte.
00:58:44: So viele
00:58:45: Kommatter darf ich auch.
00:58:46: Ja, Sie können aber auch mit gutem Beispiel vorangehen.
00:58:48: Mach ich.
00:58:50: Punkt.
00:58:50: Punkt.
00:58:52: Nein, ich komme nach diesem Ausflug, den ich politisch inhaltlich zwar sehr teile, komme ich aber trotzdem ganz nüchtern zurück zu Ihrer Frage.
00:59:00: Und ganz konkret, wir müssen... Also erstens gibt es bereits Möglichkeiten.
00:59:07: Ihr habt es jetzt endlich hingekriegt, dass man Zuwendungen auch über mehrere Jahre hinweg laufen lassen kann.
00:59:13: dann muss man die Finanzierungszusagen auch in den Haushalt reinschreiben.
00:59:16: Das habt ihr leider nicht hingekriegt, aber egal, das kann auch werden.
00:59:19: Der Punkt ist aber insgesamt, glaube ich, wir müssen an dieses ganze Zuwendungsrecht ran.
00:59:24: Das bindet so viele Ressourcen, das bindet so viele Kräfte und Zeit und Geld, einfach die Überzuwendungen immer wieder Gelder zu sichern für eine Aufgabe wie Obdachlosenhilfe, Notübernacht und Kältehilfe.
00:59:36: Das ist ganz klare Aufgabe, die bleiben wird.
00:59:38: Leider, leider noch über Jahre, bis sie es geschafft haben, die Obdachlosigkeit, Wohnungslosigkeit zu überwinden.
00:59:44: So, und da ist ganz ehrlich, dann können wir alle nur gemeinsam daran arbeiten.
00:59:49: Elke hatte dafür einen großen Plan, das bis zu zwanzig dreißig zu schaffen.
00:59:53: Ich glaube, wir müssen uns ehrlich machen und das wird nichts mehr werden bis zu zwanzig dreißig.
00:59:57: Wir werden Wohnungslosigkeit und Obdachlosigkeit haben und es muss mehr geschehen als Kältehilfe, denn die ist natürlich am Ende der Futterkette.
01:00:04: Aber auch diese Aufgabe wird es noch ein paar Jahre lang geben.
01:00:08: Und ich verstehe nicht, warum man dann für solche Aufgaben Zuwendungen überhaupt beantragt.
01:00:13: Wir müssen hinkommen, mehr zu verträgen, zu längerfristigen Verträgen weg von den Zuwendungen bei Aufgaben, wo absehbar ist, dass sie nicht jedes Jahr irgendwie vielleicht noch mal nötig sind, sondern wo klar ist, dass sie nötig sind.
01:00:26: Wir müssen einfach diese Planungssicherheit geben, das würde so viel Freiraum schaffen für die Aufgaben, um die es eigentlich geht, sich um die Menschen zu kümmern.
01:00:34: Das ist ein großes Projekt.
01:00:41: Wir müssen das Zuwendungsrecht reformieren, es längerfristiger machen, Verwaltungsoverheadpauschalen, inklusive den schon angesprochenen Ehrenamtskoordinationen, so was.
01:00:50: Einplanen, aber wir müssen auch bei Aufgaben, von denen wir wissen, sie sind Daueraufgaben, übergehen zu verträgen und weg von den Zuwendungen insgesamt.
01:00:59: Das wäre ein großer Schritt, ein großer Wurf, aber das würde wirklich helfen und unseren Sozialstaat hier in Berlin insgesamt neu aufstellen.
01:01:08: Okay, gibt noch einen.
01:01:15: Wir haben noch zwei Punkte, zu denen wir kommen müssen.
01:01:17: Deswegen bitte ich um ganz kurze Wortbeiträge, aber das Thema scheint wichtig zu sein, Ihnen und uns hier auch deswegen.
01:01:24: Überziehen wir ein bisschen.
01:01:26: Guten Abend.
01:01:26: Ich bin Michael Gedeke.
01:01:27: Ich bin Aufsichtsratsvorsitzender einer Genossenschaft.
01:01:30: Und auch in Genossenschaften findet Ehrenamt statt.
01:01:33: Nicht nur bei freien sozialen Trägern, sondern auch in Genossenschaften.
01:01:36: Genossenschaften sind Unternehmen.
01:01:37: Wir sind in das Handelsregister eingetragen.
01:01:40: Wir betreiben ein Kietstreff mit Ehrenamtlichen.
01:01:43: Diese Ehrenamtlichen kriegen keine Ehrenamtskarte, weil sie nicht in gemeinnützigen Organisationen arbeiten.
01:01:47: Bitte ändern Sie das.
01:01:49: Danke schön.
01:01:50: Thema Ehrenamtskarte kommen wir auch länger zu.
01:01:52: Vielen Dank für den Beitrag.
01:01:53: Hier geht es gerade Michael von Stosch aus München tatsächlich.
01:01:59: Ich bin gerade im Wahlkampf, deswegen wollte ich nochmal kurz eine Lanze brechen, auch für die Politik, weil auch da passiert unglaublich viel Ehrenamt und zur Finanzierung.
01:02:08: Das eigentliche Problem, auch wenn man es ja mehrjährig jetzt anlegen kann, ist ja, dass die Entscheidung über die Gelder immer sehr, sehr kurz vorher kommt.
01:02:15: Das heißt, es wäre eigentlich eine Lösung, wenn man die Entscheidung über die, ob Gelder bewilligt werden oder nicht, einfach um ein Jahr nach vorne zieht.
01:02:23: um Klarheit zu schaffen, mit welchen Geldern kann ich rechnen, ein Jahr im Voraus.
01:02:28: Das wäre eigentlich nicht zu viel verlangt.
01:02:32: So, und jetzt sieht Frau Breitenbach sehr unglücklich aus, wenn Sie nicht auch noch kurz zur Wort kommen zu dem
01:02:36: Thema.
01:02:36: Ja, weil die Lösungen auf dem Tisch liegen, der Landesrechnungshof, ja, der Hüter, die Hüterin der öffentlichen Mittel.
01:02:43: hat genau vorgelegt, wie das Zuwendungsrecht verändert werden kann.
01:02:48: Und zwar in dem Sinne, dass die Verwaltung weniger bürokratischen Aufwand hat und alle Initiativen eine Planbarkeit haben.
01:02:57: Das lässt sich von hier auf jetzt umsetzen.
01:03:00: Und es liegt jetzt schon relativ lange vor.
01:03:02: Ich hätte gehofft, dass es früher umgesetzt wird.
01:03:05: Aber es hat ganz viele Unklarheiten von Debatten aus den letzten Jahren aufgelöst.
01:03:10: Und wenn der Landesrechnungshof das Go
01:03:12: gibt.
01:03:13: weiß ich im Moment auch nicht, woran eigentlich das Problem liegt.
01:03:16: Und zur Kältenhilfe, da kriegt man nur mehr Planbarkeit rein, wenn die Kältenhilfe auf Landesebene finanziert wird und von da aus koordiniert wird und aus den Bezirken rausgenommen wird.
01:03:28: Das wäre ein vernünftiger Schritt, auch ein Vorschlag, der schon seit vielen Jahren vorlegt.
01:03:33: Vielen Dank.
01:03:35: Dann machen wir einen Klick und kommen zum Thema Strukturwandel, unter dem wir unter anderem verstehen, dass dass die Träger des Ehrenamt ist, also beispielsweise der durchschnittliche Vereinsvorstand, heute Mitte-Sechzig ist und nicht ersetzt wird und in zehn Jahren Mitte-Siebzig ist.
01:03:53: und meine Frage an Sie, Herr Cicconi, ist, was könnte man tun, damit man diese Art von Amt attraktiver macht auch für Jüngere, die sich sehr kurzfristig engagieren oft, auch sehr engagiert sind, wie wir wissen, aber eine große Schreue haben solche Ämter zu übernehmen.
01:04:10: Also ich habe mir Statistiken angeguckt und habe festgestellt, dass bei den jüngeren Leuten die Scheune nicht größere ist als bei den älteren Generationen.
01:04:17: Also im Gegenteil, ich war überrascht, dass im jüngeren Bereich durchaus auch ein Zuwachs da ist.
01:04:21: Frau Wanko, unsere Expertin aus der Abteilung Ehrenamt kann wahrscheinlich die Zahlen noch besser zitieren.
01:04:27: Also erst mal ist es Teamsport.
01:04:28: Ich wollte mal sagen, wir arbeiten mit den ganzen Ehrenamtsagenturen und so weiter total gut zusammen.
01:04:33: Ich glaube, es geht eher darum, ein gutes Netz in dieser Stadt zu stricken.
01:04:37: Nur damit, dass was ich vorhin gesagt habe, hier nicht als Schlagseite hängen bleibt.
01:04:40: Das ist mir ganz wichtig.
01:04:42: Viel geht über soziale Medien.
01:04:44: Klar, das ist ein Kommunikationsmittel.
01:04:47: Und ich glaube einfach, wir müssen hingucken, was es jeweils braucht.
01:04:51: Also nicht über einen Kampfschirm war schon ganz richtig.
01:04:54: Ich glaube, es gibt super viele Motivationen, warum man sich engagiert.
01:04:57: Es gibt ganz viele Themen, für die man sich engagiert.
01:05:01: Und wir müssen jeweils hingucken, wie die Bedingungen gut sind.
01:05:05: Und ja, das Ehrenamt ändert sich auch.
01:05:06: Es gibt Leute, die engagieren sich kurzfristiger.
01:05:09: Und da können wir halt nicht... Also, ich bin in der Kirchengemeinde groß geworden, da musste man erst mal irgendwie drei Jahre so ein bisschen da sein, bevor man dann eine Aufgabe kriegte.
01:05:18: Das geht natürlich so überhaupt nicht.
01:05:20: Wenn hier jemand vor der Tür steht, weil Frau Wanker uns sagt, ich habe jetzt mal zweimolerte Zeit, weil ich irgendwie keine Ahnung zwischen den Dingen anhänge.
01:05:27: Was kann ich denn so ab morgen mal machen?
01:05:29: Dann muss man eine Idee haben, was da geht.
01:05:33: Da müssen wir ein bisschen flotter werden.
01:05:35: Und da gibt es sich aber ganz viel, das sehe ich bei den Ehrenamtagenturen, das sehe ich in Vereinen auch ganz viel Veränderung.
01:05:43: Und ja, ich glaube, wir sind da auf dem richtigen Weg, aber da wird sich noch viel bewegen.
01:05:48: Ja, du hast Ihre Erfahrung.
01:05:51: Wenn Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Unternehmen sich in Projekten engagieren, wird das als Arbeitszeit anerkannt oder ist das Freizeit?
01:06:04: Im Regel verletzteres.
01:06:05: Das ist Freizeit.
01:06:07: Es gibt natürlich nach meinem Eindruck zunehmend mehr Unternehmen, die eine Kultur des Corporate Volunteering entwickeln.
01:06:14: Das heißt Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter teilweise auch freistellen in der Regel.
01:06:20: sehr begrenzten Rahmen, dass sie sich eben auch engagieren können, häufig auch für ausgewählte Projekte und nicht für alles, was sozusagen da liegt.
01:06:29: Aber muss es einfach ganz klar sagen, in der Regel ist es Freizeit und ich glaube auch ehrlicherweise, dass das so richtig ist.
01:06:35: Wenn Unternehmen jetzt wiederum sozusagen an der Stelle dann eine Lücke füllen müssen und ein Loch stopfen müssen, das kann der Lösung oder der Weisheit auch nicht letzter Schluss sein.
01:06:44: Es gibt aber durchaus auch da Möglichkeiten, wie man Das konkret befördert, wenn ich daran denke, dass es beispielsweise auch ein Bildungsurlaub gibt, wo man freigestellt wird.
01:06:53: Über so etwas könnte man auch nachdenken.
01:06:55: Also eine Freistellung auch analog übrigens zum Engagement beim THW bzw.
01:07:00: der Freiwilligen Feuerwehr.
01:07:02: Da muss ich eben auch nicht ersten Antrag einreichen auf Freistellung, wenn es eben im Nachbardorf brennt und die Freiwillige Feuerwehr ausrücken muss, sondern da ist klar, da ist jemand freigestellt und der Lohn wird dort dem Arbeitgeber auch ersetzt.
01:07:15: Das könnte man ja auch mal diskutieren.
01:07:18: Entschuldigung, jetzt habe ich einen Konjunktiv verwendet, aber das sollte man sogar diskutieren.
01:07:24: Das muss man diskutieren.
01:07:27: Jetzt kommt dort der Indikativ,
01:07:28: genau,
01:07:30: in einem Rahmen.
01:07:31: Darüber kann dann wiederum auch vielleicht dieser Gedanke des Corporate Volunteering auf mehr Unternehmen überspringen.
01:07:37: Also, wenn es nicht nur die Pflicht ist, sondern daraus auch eben der Gedanke erwächst, hey, ich kann mich in meiner Nachbarschaft für die Gemeinschaft Engagieren, denn vielleicht auch dazu Erinnerungen unternehmen, sind ja nicht irgendwie Versammlungen von Menschen im grauen Anzügen.
01:07:50: Dieses Bild, zumindest in gewissen Spektren, herrscht ja durchaus noch vor, sondern es sind Vereinigung von Menschen und Menschen haben auch Interessen.
01:07:58: Und bei vielen Unternehmen muss man ja ganz klar sagen, die sind in ihrer Gemeinschaft verankert und die sind doch durchaus bereit, da was zurückzugeben und werden sicherlich auch bereit, Mitarbeiter dafür freizustellen, dass diese sich dann ehrenamtlich beziehungsweise freiwillig engagieren.
01:08:12: Okay, vielen Dank.
01:08:13: Ist ja ein Bürger-Innen-Talk, deswegen gebe ich jetzt gleich, bevor ich die nächste Frage in die Politik stelle, nochmal wieder ins Publikum.
01:08:20: Ja, kurz Daniel Büchel von der Stiftung Unions-Hilsberg Berlin und auch im Sprechenrat des Langs-Netzwerkes Bürger-Engagement Berlin aktiv.
01:08:29: Stichwort, wie können wir den Strukturwandel im Engagement bewältigen?
01:08:33: Wie können wir junges Engagement Begeistern, motivieren, mitzumachen.
01:08:37: Ganz viele machen ja selbst mit, in dem sich selbst organisieren, Initiativen, Bewegung sich engagieren, fernab von Strukturen.
01:08:45: Der Freitagsservice zeigt aber auch, dass forty-neinzig Prozent insgesamt engagierten, weil nach wie vor in Strukturen aktiv sind, in Vereinen, Organisationen, Wohlfahrt zu wenden.
01:08:55: Und da ist sozusagen die Aufgabe von uns als Wohlfaltsträgern, als Verein quasi niedrigschwellige Zugänge zu schaffen für junges Engagement.
01:09:04: Punktell mitzumachen bei einer Aktion, beim Ausflug, bei einer freien Aktion und über diese Niedrigschwelligkeit quasi ja erste Einfläche zu schaffen, um dann weitergehendes Engagement zu motivieren.
01:09:17: Über Bildungsangebote, es wurde angesprochen Qualifizierung etc.
01:09:21: und auch die Zugänge und das Engagement an sich inklusiv zu gestalten, dass wir eben auch immer mehr dahin kommen, Betroffene mit Handicaps, mit Benachteiligungen ins Engagement zu bringen, sie zu empowern, durch Engagement und dadurch Beteiligung und Teilhabe zu schaffen.
01:09:39: Da denke ich, können die Organisationen ganz viel machen.
01:09:42: Noch ein Wort zum Landesnetzwerk, zu den Freitagentouren, der Landesfreitagentur, da möchte ich Herrn Dubois noch etwas widersprechen und sagen, diese Diese Strukturen und damit ich Herrn Salé ja quasi auch bestätigen, dass die Förderung angekommen ist beim Landesnetzwerken auch nach etwas Kampf und sich ein zeitlicher Haushaltssperre des Titels ist es dann doch gelungen für ein Jahr, immerhin die Förderung für die Koordinationstelle zu bekommen.
01:10:08: Das sind Teile der Infrastrukturförderung, die wir brauchen.
01:10:11: Wir brauchen die Knotenpunkte, die wie die landesfreie Rangenturenorganisation beraten, dass sie eben das Engagement, diesen Strukturwandel bewältigen können, dass sie diese inklusive Zugänge schaffen.
01:10:22: Wir brauchen das Landesnetzwerk, das quasi die Vielfältigkeit der Zivilgesellschaft abbildet von einem kleinen Verein, initiativ ein bisschen zu den großen Tankern, die alle die gleichen Herausforderungen haben im Engagement.
01:10:37: Und da sind wir mit, also das Landesnetzwerk mit verschiedenen Foren unterwegs, auch zum Engagement an, wie ich finde, ein sehr wichtiges Impulspapier auch gebracht, wie wir die Engagement-Strategie, die zwei fünfundzwanzig geändert ist, weiterschreiben können.
01:10:51: Jetzt haben wir zwei sechsundzwanzig und im Prinzip keine gültige Engagement-Strategie für das Land Berlin.
01:10:56: Das wäre auch eine Frage an Politik, dass wir das vielleicht nicht nur sagen, entfristen, sondern dass was in der Engagementstrategie drinsteht, Hunderthandlungsempfehlungen auch weiterentwickeln und uns wieder auch einen strategischen Rahmen geben, in dem wir uns bewegen.
01:11:10: Vielen Dank und wir haben noch eine Meldung von Frau Karlfeld.
01:11:17: Einen Aspekt ergänzen wollen.
01:11:20: Bevor man sich Gedanken darüber macht, wie schwierig es zu sein scheint, ich würde das ja bezweifeln, Menschen ins Engagement zu bekommen, sollte man erst mal gucken, was es alles an Engagement gibt, was man gar nicht wahrnimmt.
01:11:33: Und da ich aus Neukölln komme, liegt es auf der Hand, natürlich die ganzen migrantischen Organisationen.
01:11:39: Uns wäre der Bezirk in den letzten dreißig Jahren, solange kann ich wirklich Auskunft geben, weil solange bin ich politisch dort aktiv im Bezirk, der wäre uns um die Ohren geflogen, wenn wir nicht die ganzen arabischen, türkischen, griechischen, spanischen und so weiter Vereine gehabt hätten, die völlig ohne Unterstützung und leider auch, das hat sich aber in den letzten Jahren geändert.
01:12:01: ohne die Unterstützung durch die Engagement Strukturen entstanden sind.
01:12:04: Also das Landesnetzwerk macht das jetzt großartig, dass die ganzen Fortbildungen, die man braucht, wie man in Vorstand wählt und so weiter.
01:12:13: Das ist eine Ressource, die die jetzt auch nutzen, aber die längste Zeit, die ich diese Vereine kenne, haben die das ohne gemacht.
01:12:22: Das möchte ich gerne ergänzen.
01:12:24: Also es geht nicht nur darum, neue Leute reinzubekommen und zu klagen darüber, dass das angeblich nicht mehr geht, was ich bezweifle.
01:12:31: Zwanzig Fünfzehn hat gezeigt, wie schnell die Leute auf der Straße sind und sich engagieren und zwar auch die Jungen, sondern dass man auch dahin guckt, wo Engagement stattfindet und dass wahrzunehmen und einzubinden auch in die Diskussion und zu sehen, welche enorm wichtige Funktionen das hat von der Sozialberatung über Kulturarbeit, einfach Arbeiten im Kiez machen, feste machen, Sprachförderung, alle diese Dinge, die in den Kiezen gebraucht wurden.
01:13:02: Ja, und die sind hier ja nun leider auch gar nicht vertreten.
01:13:07: Darf ich einen Satz, Herr Marold?
01:13:09: Bitte schön.
01:13:10: Wir haben in Berlin ein Bildungszeitgesetz, ich will da mal drauf verweisen, das Besondere an diesem Bildungszeitgesetz ist, dass Menschen ihren Anspruch auf Bildungsurlaub wahrnehmen können, um sich für zivilgesellschaftliches Engagement zu qualifizieren.
01:13:29: Und wenn die Unternehmensseite dass auch mal eher propagieren würde und das positiv bewerten würde, wären wir, glaube ich, schon mal einen ganzen Schritt weiter.
01:13:39: Wir müssen jetzt nicht diskutieren, ob die Politik heute in der Lage ist, Ausfälle von ehrenamtlichem Engagement an Unternehmen zu zahlen.
01:13:46: Ich glaube, da ist die Situation nicht so.
01:13:49: Aber dafür zu sorgen, dass diese Bildungszeit genutzt wird, wäre, glaube ich, schon mal ein großer Schritt.
01:13:54: Und ganz viele Leute kennen dieses Gesetz leider auch gar nicht.
01:13:58: Deshalb war es mir wichtig, das auch noch mal zu sagen im Radio.
01:14:01: Als hätten wir uns abgesprochen, Frau Breitenbach, wollte ich nämlich gerade Herrn Salé fragen, wie es in einer Verwaltung so aussieht, genau zu diesem Punkt.
01:14:11: Ich schaue nochmal an den Koalitionsvertrag.
01:14:12: Vor drei Jahren wurde angekündigt, wir wollen an den Berliner Verwaltungen einheitliche Standards zum Umgang mit Beschäftigten, die ein Ehrenamt wahrnehmen, entwickeln und etablieren.
01:14:22: In diesem Zusammenhang prüfen wir auch die Möglichkeit für Ehrenamtliche den gesetzlichen Anspruch auf Bildungsurlaub.
01:14:28: Auch im Sinne der Weiterbildung des ausgeübten Ehren anzunutzen.
01:14:32: Wie ist denn die Prüfung ausgefallen?
01:14:34: Sie haben wahrscheinlich ein Koalitionsvertrag.
01:14:36: besser auswendig als ich.
01:14:38: Ehrlich gesagt.
01:14:39: Ich nehme den
01:14:39: ernst.
01:14:40: Also ich weiß nicht, was bei Ihnen ist.
01:14:42: Ich nehme ihn auch sehr ernst.
01:14:45: Aber auswendig kann ich ihn trotzdem nicht.
01:14:47: Ich kann ja zu nichts sagen, was ich sagen kann, ist, dass genau in den Verwaltungen, das habe ich vorhin versucht zu beschreiben, auch damals als Senatorin für Soziales.
01:14:56: Vieles haben wir auch damals gemacht, gemeinsam übrigens.
01:14:58: Ihr habt auch sieben Jahre mitregiert, letzten zwei Jahre nicht.
01:15:01: Aber vorhin haben wir gemeinsam regiert.
01:15:02: Der ist eine ganze Menge angestoßen worden.
01:15:04: Und genau auch die Frage in den Verwaltungen selbst.
01:15:07: Das heißt, sich in Strukturen.
01:15:08: Da müsste ich jetzt nachfragen, wie weit das umgesetzt ist.
01:15:10: Ich bin auch nicht bekannt dafür, jetzt der Sprecher der Verwaltung zu sein.
01:15:13: Aber
01:15:13: Sie haben es immer erkannt als Thema.
01:15:15: Das Thema ist nicht nur erkannt, sondern das Thema ist groß.
01:15:18: Und zudem, was gerade von ihr gesagt worden ist, Frau Krallefeldt, ihr habt auf null Köln das bezogen.
01:15:23: Ich habe zweimal im Jahr bei mir in meinem Bürger.
01:15:25: Büro in Spandau Ehrenamtsempfänger für die Leute aus meinem Kiez, aus meinem Wahlkreis und das ist so viel mehr als das wir heute diskutieren.
01:15:32: Sport, wir haben heute gar nicht mal Sport geredet Ehrenamt.
01:15:34: Wir sagen mal zur Sozialisierung von ganzen Generationen trägt Sport einen maßgeblichen Beitrag und ohne Ehrenamt im Sportbereich wäre wahrscheinlich viele Generationen gar nicht in der Lage gewesen, auch die Sozialisierung, Vorbilder.
01:15:50: Motivation und so, so viel ist mehr.
01:15:51: Das heißt, man kann Ehrenamt am Ende gar nicht mit Geld bezahlen, was überall geleistet wird.
01:15:56: Nur ich will eines sagen und ich bekräftige nochmal meinen Angebot von vorhin.
01:16:01: Und Sie kennen mich.
01:16:03: Gerne reden wir auch Partei über Parteigrenzer hinweg zu großen gesellschaftlichen Themen, wenn es notwendig ist.
01:16:10: Und wenn man sagt, lass uns mal gucken, wie wir das Ganze noch mal strukturiert angehen, Stichpunkt Ehrenamt.
01:16:15: Bin ich gern bereit, dass man auch darüber mal wirklich über die Parteigerinzeln wegredet, was man heute gefällt.
01:16:19: Übrigens hier, dass wir jetzt nicht in Parteipulchen klein klein verfallen, sondern wirklich uns Gedanken machen, wie man es besser hinkriegt.
01:16:25: Und ich glaube persönlich, dass man auch dann sich Zeit nehmen muss.
01:16:28: Das kann man nicht in anderthalb Stunden diskutieren.
01:16:30: Da muss man abschichten.
01:16:31: Welches Ehrenamt reden wir?
01:16:33: Welche Strukturen reden wir?
01:16:34: Was ist mit dem Bezirk?
01:16:34: Was ist mit dem Land?
01:16:35: Was ist mit Freiwilligendiensten?
01:16:37: Was ist mit den Menschen, die sich engagieren, neben dem Beruf?
01:16:39: Was ist mit der dummen Diskussion zum Teilzeit, die gerade geführt wird auf Bundesebene?
01:16:44: Und, und, und, und, und.
01:16:45: Das heißt, wenn man es machen will, müsste man tatsächlich in der Tiefe und dafür gibt es normalerweise Ausschüsse.
01:16:50: Aber auch, es gibt immer die Reflexe zwischen Opposition, Regierung und so weiter und so fort.
01:16:55: Das kennt man, je nachdem, wo man gerade selber sitzt, in welchen Reihen.
01:16:58: Wie gesagt, sie mir auch gemeinsam in der Stadt regiert, auch gut regiert gemeinsam.
01:17:03: Klar, keine Frage.
01:17:04: Und ich glaube, man muss das mal abschichten.
01:17:05: Und dann sich die Frage stellen, wo es am Ende zusätzlicher Bedarf da, zu dem, was es nicht bereits jetzt schon gibt.
01:17:11: Und letzter Gedanke, ich glaube, und ich bin wirklich felsend überzeugt, dass das Thema Koordination, das, was Sie gesagt haben vorhin, dass es wirklich eins der Schlüssel sein kann, über die man noch mal intensiver reden muss.
01:17:21: Dort, wo wir Menschen haben, warum lässt man dann die Ehrenamtlichen alleine?
01:17:24: oder muss man da nicht als Staat Zusätzlichmittel in die Hand nehmen, genau für diese Koordinationsfunktionen.
01:17:30: Ich glaube, das war nochmal eine Sache, die wir uns gemeinsam wirklich mal vertieft anschauen müssten, nochmal ganz, ganz gezielt.
01:17:37: Gut, dann würde ich sagen, gehen wir in den letzten Minuten zum letzten Punkt, der allerdings ein wichtiger Punkt ist.
01:17:43: Oder Herr Peters, haben Sie einen Einspruch?
01:17:46: Absolut dafür.
01:17:46: Ich würde
01:17:47: sehr gerne noch über die Wertschätzung für Ehrenamt sprechen.
01:17:50: Kann ich kurz noch zwei Fragen stellen.
01:17:52: Und zwar das eine ist das Bildungszeitgesetz wurde angesprochen.
01:17:54: Legitimes Ding.
01:17:55: Und ich habe schon gesehen, dass Herr Dubois das Mikro in der Hand hatte.
01:17:58: Das heißt erstens können wir damit rechnen, dass das Bildungszeitgesetz künftig von Unternehmen, wir fragen auch noch mal die Unternehmensverbände Berlin Brandenburg gerne und die IACA künftig stärker propagiert wird und unterstützt wird.
01:18:09: Zweitens an die Politik hat mich die die Aussage gerade noch mal kannte ich ja, aber hat mich trotzdem noch mal verwundert, dass das Landesnetzwerk um die Finanzierung kämpfen musste.
01:18:22: Das können wir davon ausgehen, dass nach der Wahl, wer auch immer sich in Verantwortung dann fühlt, der Kampf um das Geld für dieses Landesnetzwerk nicht mehr geführt werden muss.
01:18:32: Gerne nach Ihnen.
01:18:34: Ich glaube, die Unternehmen, zunächst vielleicht als Disclaimer vorab, ich bin ja nicht Vertreter eines Verbands hier und kann sozusagen für die Berliner Wirtschaft oder gar für die gesamte Wirtschaft sprechen.
01:18:43: Ich würde allerdings schon sagen, dass es nicht an den Unternehmen ist, diesen gesetzlichen Anspruch zu kommunizieren.
01:18:50: Ich kann sagen, für uns, für unser Unternehmen, da wird das genutzt.
01:18:53: Viele Kolleginnen und Kollegen nehmen das in Anspruch.
01:18:56: bisweilen für Sprachreisen, selten aber wahrscheinlich für die Qualifizierung für Ehrenamt, was eben, wie Frau Breitenbach sagte, eben auch ein Grund sein kann, löst dann aber noch nicht die Frage, dann bin ich qualifiziert für einen Ehrenamt bzw.
01:19:08: eine freiwillige Tätigkeit, wie übe ich die dann aus und in welcher Zeit eigentlich, neben all meinen Verpflichtungen, die ich sowohl in meinem Büro habe, wenn ich nicht gerade Lifestyle Teilzeitmitarbeiter bin und vielleicht auch familiären Verpflichtungen, die wir ja auch vielfach alle haben.
01:19:25: Also insofern kann man dafür nur werben, ob es jetzt die Unternehmen sein müssen, die dafür werben diesen Anspruch auch wahrzunehmen, der gesetzlich, der gesetzlich auch zugesichert ist, mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu steht.
01:19:37: Das würde ich mit stückweiten Fragen stellen.
01:19:40: Dann
01:19:40: können wir wieder fürwerben, bis Sie dem gar nicht mehr entgegen können.
01:19:43: Ich finde aber, es gibt noch zwei Punkte, die schon auch im Interesse und von Unternehmen sind und die noch kurz in dieses Paket gehören.
01:19:49: Das eine ist beim Katastrophenschutz diskutieren wir auch über eine Helferinnen-Gleichstellung, weil genau das, was Sie erwähnt hätten, gilt eben nicht für alle, die man in einem Krisen- oder Katastrophenschutz von der Arbeitsverpflichtung freistellen müsste.
01:20:01: In Steglitz-Heldorf war das auch so, dass am Sonntagabend die Helferorganisationen angekommen sind.
01:20:07: wenn jetzt nicht die Großschadenslage greift, dann müssen wir alle morgen früh arbeiten geben.
01:20:11: Dann müssen wir hier alles fallen lassen und können nichts mehr tun, weil wir nicht mehr freigestellt sind.
01:20:16: Das ist ein Punkt, den die Politik tatsächlich tun kann.
01:20:18: Aber ich frage mich schon, als Unternehmer würde ich das zu einem Beförderungskriterium machen, ob Leute sich ehrenamtlich engagieren oder nicht, weil ich glaube, ich einiges draus ableiten kann, ob Menschen das tun.
01:20:29: Und das ist was, was Unternehmen jetzt wirklich völlig in ihrem eigenen Interesse tun könnten.
01:20:34: Vielleicht ein Gegenargument.
01:20:35: Es gibt, glaube ich, sehr individuelle Gründe, warum Menschen sich auch nicht engagieren.
01:20:41: Das darf man nicht außer Acht lassen, also jetzt eine Beförderung beispielsweise daran zu knüpfen, ob ich mich freiwillig engagiere.
01:20:46: Das würde ich noch mal ein Stück weit in Frage stellen, auch im Sinne der Gleichbehandlung.
01:20:51: Vom Grundsatz her, moralisch ethisch sozusagen, sind wir da, glaube ich, auf einer Linie.
01:20:56: Ich glaube, man lernt in dem Freiwilligen Engagement Dinge, die man braucht in Jobs.
01:20:59: Deswegen glaube ich, das wäre im Eigeninteresse von Unternehmen.
01:21:03: Aber ich wollte Ihre Frage noch beantworten.
01:21:08: Wir treten ein für ein Demokratiefördergesetz.
01:21:12: Das heißt, wir wollen bestimmte Strukturen, die auch unsere Demokratie langfristig absichern.
01:21:16: Zivilgesellschaftliche Strukturen, NGOs.
01:21:20: und so weiter, von denen wir wissen, dass wir sie dauerhaft brauchen, weil sie genau, weil sie die Grundlagen bilden für das, was es dann an ganz vielen einzelnen Tätigkeiten und so weiter gibt, die wollen wir dauerhaft absichern.
01:21:31: Sowas wurde ja im Bund, in der Ampelregierung heiß diskutiert und wir möchten sowas auch fürs Land Berlin, gerade weil unsere Demokratie so gefährdet ist aus Gründen, die wir heute nicht mehr vertiefen können.
01:21:42: Aber wenn wir das ernst meinen damit, dass freiwillige Arbeit und Engagement auch unsere Demokratie sichert, dann müssen wir die auch dauerhaft und länger absichern.
01:21:51: und insofern kann ich sagen, ja, also wenn wir wieder regieren jedenfalls, dann möchten wir auf jeden Fall, dass diese Arbeit langfristig gesichert wird und eben nicht von Projekt zu Projekt im Battle kommen muss.
01:22:03: und das ist der Nachteil, Reit, an dem wie ihr das jetzt gerade macht, es wird was gekürzt und dann kommen die Leute zu dir gelaufen, dann greifst du zum Telefonhörer und dann rettest du mal das ein oder andere, das macht aber die Projekte alle abhängig von der Politik und davon müssen wir ein Stück weit wegkommen.
01:22:22: So, dann würde ich jetzt gerne noch in die Kurve kommen mit dem Thema Wertschätzung.
01:22:28: Und da fange ich gleich mal an.
01:22:29: Das Stichwort Ehrenamtskarte hat schon eine Rolle gespielt.
01:22:33: Es gibt ja auch das Dankeschönfest im Roten Rathaus.
01:22:37: Allerdings müssen die Ehrenamtlichen, sofern sie kein Deutschland-Ticket oder sonstige Fahrkarten haben, acht Euro dafür bezahlen hin und zurück.
01:22:46: Der Senat hat angekündigt, unter anderem auch, dass die Ticket... Kontingentierung ein wenig zu evaluieren und entsprechend weiter zu entwickeln.
01:22:55: München.
01:22:56: Der Landkreis München beispielsweise zahlt zweihundertvierzig Euro an Ehrenamtliche pro Jahr als Beitrag für das Deutschlandticket.
01:23:02: ist sowas in Berlin nicht auch denkbar.
01:23:06: Also ich nehme mal an, Sie würden das alle unterstützen.
01:23:09: Er hat sein Leben wahrscheinlich gleich nach dem Gespräch sagen, das machen wir auch und greift zum Telefonhörer.
01:23:17: Ich würde er sagen auch da.
01:23:18: Da kennen sie auch meine Haltung.
01:23:21: Man kann nicht sagen, acht oder tausend Menschen werden über einen Kamm geschert, sondern was wir jetzt schon machen, ist ja auch zum Beispiel auch in der Unterstützung Ehrenamtspasse und ähnlich.
01:23:29: Es wird ja auch schon überlegt, wo greift man ... nach welchen Möglichkeiten.
01:23:33: Ich persönlich bin immer so offen dafür, dass man die Menschen, die für andere da sind, auch unterstützt und auch, wenn es wirklich nur am Ende eine Geste ist.
01:23:40: Das heißt, man kann ihnen gar nicht das geben, was sie eigentlich verdienen, dass ihnen zustehen würde.
01:23:45: Auch das ist eine Frage von Wertschätzung.
01:23:47: Aber ich halte das für notwendig.
01:23:48: Das einzige Problem ist, und ich sage es noch einmal, man braucht am Ende eine Debatte darüber, über diese Abschichtung.
01:23:53: Wo genau greift man am Ende nach welchen Instrumenten?
01:23:57: Und ich glaube, diese Diskussion, Herr Marold, muss man führen.
01:24:00: Das Gesetz wäre so eine Möglichkeit, denn da schafft man einen gesetzlichen Rahmen, nur ein Hinweis.
01:24:05: Das Gesetz ist fertig, Leute.
01:24:07: Es ist geschrieben worden von der Senatoren Kranseltäpe in ihrer Verwaltung.
01:24:12: Es liegt jetzt im Roten Rathaus und da liegt es und der regierende Bürgermeister hat sich bislang dazu nicht positioniert.
01:24:17: Das Gesetz ist bereits mitgezeichnet von Kranseltäpe.
01:24:22: Das Gesetz ist fertig.
01:24:25: Ich würde zwei, drei Punkte gerne noch ansprechen mit der Bitte um eine ganz kurze Antwort.
01:24:29: Gute Idee, schlechte Idee, so könnten was tun.
01:24:32: Koalition will sich auf Bundesebene einsetzen für die Anhebung der Ehrenamtspauschale.
01:24:38: Sagen alle klar, woran scheitert es bis jetzt?
01:24:41: Kann man das irgendwie feststellen?
01:24:44: Weißt das jemand?
01:24:46: Hat ja noch, ist noch nicht stattgefunden.
01:24:49: Also will man seit Jahren.
01:24:50: Ich halte es mal nur mal fest.
01:24:53: Dann gibt es auch die Idee der Koalition, die langjährig bürgerschaftlich engagierten Rentenrechtlich besser zu stellen.
01:25:02: Nämlich an, wird auch keiner hier widersprechen.
01:25:05: Gibt es da eine Aussicht auf Erfolg?
01:25:08: Gibt es irgendwelche Hürden, die man beiseite schieben kann, die wir vielleicht hier beiseite schieben könnten?
01:25:14: Ich frage mich mal weit aus dem Fenster, wenn ich sage, dass beides nicht geschehen wird.
01:25:24: Also was es für die Rentenkasse bedeutet, da bin ich zu wenig Profi, aber ich... Weiß nicht, ob das die richtige Maßnahme ist.
01:25:33: Wir müssen uns angucken, wer sich engagiert.
01:25:35: Und es gibt bei uns Menschen, die sich engagieren für die ersten riesen Hilfe, wenn sie eine Fahrkarte haben, um zu ihrem ehrenamtlichen Engagement zu kommen, weil sie sich sonst nicht engagieren.
01:25:46: Aber wir haben es ja schon ein paar Mal gesagt, man kann nicht alle über einen Kampf schieren.
01:25:49: Wir haben Menschen bei uns, die sind obdachlos und engagieren sich ehrenamtlich in der Kleiderkammer.
01:25:54: Und ich habe aber auch Leute, Die sind eher aus dem sozialen Sempel, der hier auf dem Podium sitzt, wo ich sagen würde, wenn Frau Jarsch mich fragen würde, ob wir ihr Deutschlandticket finanzieren, würde ich sagen, können sie doch selber.
01:26:06: Aber das ist ja, wenn ich mich engagieren will, aber die Frage ist für mich eine Teilhabefrage.
01:26:13: Und ich glaube, dass wir im Moment noch nicht da sind, wo alle, die sich ehrenamtlich engagieren wollen, das auch können.
01:26:20: Weil an manchen Stellen muss man sich es auch leisten können.
01:26:24: Und da, finde ich, müssen wir hingucken.
01:26:26: Und
01:26:26: da müssen wir gucken, wie wir Barrieren abbauen, weil Demokratieförderung ist viel zitiert worden hier und auch gesellschaftlicher Zusammenhalt und auch auch Kampf gegen Einsamkeit.
01:26:37: Überall da hilft das Ehrenamt.
01:26:39: Aber wir müssen auch gucken, dass wir alle mitnehmen.
01:26:41: Und dafür brauchen wir manchmal die Mittel.
01:26:43: Und ich glaube, das hat die Diskussion gezeigt, das ist an jedem Ort anders.
01:26:48: Und das kann die Politik nicht operativ machen, aber sie kann die Rahmenbedingungen schaffen.
01:26:55: um alle Vielfalt-Bürgerschaften und Engagements in die Situation zu versetzen, dann vor Ort zu gucken, was können wir tun, damit mehr Leute dabei sind?
01:27:04: Ich finde, darauf kommt es an.
01:27:06: Und das andere, also sozusagen so eine generelle Diskussion dazu führen zu sagen, ja, da müsste man jetzt mal, genau, das ist die Maßnahme, die es greift.
01:27:14: Also, sprechen Sie nachher mal mit Frau Wanke, wie das so in der realen Ernst, oder mit allen anderen, die hier sind.
01:27:21: Oft braucht man für jeden was anderes.
01:27:23: Aber
01:27:23: wir sprechen hier über Wertschätzung.
01:27:25: Ich wollte gerade sagen, es ist ja nicht Anreiz schaffen für Ehrenamt, sondern es ist die Frage für diejenigen, die bereits einen Ehrenamt oder ein freiwilliges Engagement ausüben, das zu Wertschätzen.
01:27:33: Und in dem Sinne
01:27:35: der Punkt.
01:27:35: Also auch da gibt es unterschiedliche Menschen, unterschiedliche Motivationsstrukturen.
01:27:39: Ja, der eine engagiert sich, weil ihm zu Hause die Decke auf dem Kopf fällt.
01:27:44: Du bist so der Typ, Der macht was.
01:27:47: Und dann ist das Projekt fertig und dann ruft so an und sagt, was ist das nächste Projekt?
01:27:53: Ja, da brauche
01:27:54: ich nicht mehr über ein Ehrenamtsgeschenk nachdenken.
01:27:56: Für mich ist das Geschenk das nächste Projekt.
01:27:57: Weil Sie gerade auch so einfach genickt haben.
01:28:00: In anderen Punkten, wenn ich mit Ihnen argumentiere und sage, ich habe bis heute nicht verstanden, warum ich für meine Tochter keinen Kita-Beitrag zahlen musste, da spielt das keine Rolle.
01:28:10: Da scheren Sie doch alle übereinkam.
01:28:13: Auch nicht richtig, weil ich sage, man muss diejenigen, die so viel verdienen wie sie, über die Steuern zur Kasse bitten, aber nicht über das Geld.
01:28:20: Ich will nicht, dass die Kinder anfangen, separate Schulen zu gehen, weil man sagt, da kriegt man das jenes.
01:28:25: Und ich will, dass am Ende Kinder keinen Armutsrisiko darstellen.
01:28:28: Und gerade die hart arbeitenden Milchig, diejenigen, die sonst nie was bekommen, die würde es betreffen.
01:28:33: Es wäre der Einstieg in die Kostentabelle.
01:28:36: Da kann man schauen, was macht Niedersachsen, was macht Brandenburg, was macht andere Länder.
01:28:40: Und es wäre am Ende wirklich für den... Mittelschicht, die jetzt schon von Armut bedroht ist, wirklich ... bedrohlich, also es wäre wirklich bedrohlich.
01:28:48: Ich bin der Meinung, man muss die Familien entlasten, man muss die Milchisch entlasten und jemand wie Sie, Sie gehören dann wahrscheinlich zu den Top drei, vier Prozent der Gesellschaft, die bitt ich dann über die Kasse, aber nicht am Ende übers Kind.
01:28:59: Und das ist der Gedanke dahinter.
01:29:00: Und der Bürokratieauwand, Menschen wie Sie am Ende zur Kasse zu bitten, wird viel zu teuer in der Verwaltung, viel zu teuer, als dass man am Ende Geld dadurch eintreiben würde.
01:29:10: Das heißt, die paar Sachen, die man eintreibt, Decken am Ende nicht den Verwaltungsaufwand am Ende.
01:29:15: Und deswegen bin ich unbleibig dabei.
01:29:17: In Berlin gibt es die kostenfreie Politik für die Kinder.
01:29:20: Kinder dürfen keine Armusregistration.
01:29:22: Und dabei bleibt das, Herr Marold.
01:29:23: Egal, wie oft wir es probieren.
01:29:24: Mit
01:29:24: Ausnahme des Ehrenamts haben wir gerade festgestellt.
01:29:27: Na ja, das ist was anderes.
01:29:28: Sie entlasten die Familien tatsächlich.
01:29:29: Das ist vielleicht ein bisschen schade.
01:29:31: Letzter
01:29:32: Punkt.
01:29:32: Credit Points für Engagement an den Unis.
01:29:35: Da wollte die Koalition sich auch für einsetzen.
01:29:38: Nämlich an, das ist das Gleiche für alle in Ordnung.
01:29:41: Gibt es bis heute nicht, wenn ich es richtig sehe?
01:29:43: Wäre ein einfacher Punkt eigentlich.
01:29:46: Woran scheitert's?
01:29:49: Kann ich Ihnen nicht sagen, aber wir haben eine Zeit lang in Nordamerika gewohnt, in Kanada.
01:29:54: Und da war es so, für den Schulabschluss musste man vierzig freiwilligen Stunden nachweisen.
01:29:59: Und wir hatten vorhin über Motivationswege geredet.
01:30:02: Ich fand das eine ganz gute Einladung, einfach mal zu gucken, wo ich mich engagieren kann.
01:30:07: Und auch zu sagen, es gehört zum bürgerschaftlichen dazu, dass ich mich engagiere.
01:30:12: und dass ich mich einsetze für die Gesellschaft.
01:30:14: Das fand ich einen ganz großartigen Zug.
01:30:17: Also jetzt als Ergänzung vielleicht zu den Credit Points.
01:30:21: Ehrlicherweise würde ich nochmal die Frage in den Raum stellen, ob es diese Form der Wertschätzung braucht, beziehungsweise wer da eigentlich danach ruft.
01:30:28: Also mein Eindruck ist, dass wir da eine Frage gerade diskutieren, die nicht die drängendste ist, ehrlicherweise neben all den Fragen, die wir heute schon diskutiert haben, ist das etwas, wenn Sie sich diejenigen angucken, die sich... tagtäglich, wöchentlich, monatlich oder auch punktuell engagieren.
01:30:44: Das ist jetzt nicht das drängendste Thema, was Sie adressieren und sagen, ah, eigentlich wünsche ich mir mehr Wertschätzung, mehr Dank.
01:30:51: Das ziehen Sie aus der freiwilligen Tätigkeit, der ehrenamtlichen Tätigkeit.
01:30:55: Natürlich.
01:30:56: Ich habe es auch angesprochen,
01:30:57: weil es auch ein Koalitionsvertrag
01:30:58: ist.
01:30:58: Es stand im Koalitionsvertrag.
01:31:02: Bei Ihnen!
01:31:04: Ich schick Ihnen das Ding daher mal zu.
01:31:06: Das Beste für Berlin heißt es übrigens.
01:31:09: Herr Peters, ich muss Sie jetzt um Rat fragen, weil wir haben jetzt noch jede Menge Wortmeldungen.
01:31:13: Ich glaube mindestens zwei oder drei.
01:31:16: Und ich wollte natürlich auch noch eine Zusammenfassung von einer halben Stunde machen.
01:31:20: Und die Frage ist jetzt, überziehen wir das noch oder müssen wir jetzt einen Punkt machen?
01:31:26: Ich habe nicht das Gefühl, dass die Leute ja aufspringen.
01:31:27: Im Gegenteil, die Hände gehen noch hoch.
01:31:29: Dementsprechend, solange das Podium noch zehn Minuten Zeit hat, würde ich die gerne noch nutzen.
01:31:33: Ich habe auch aktuell die Erfahrung gemacht, dass unsere Podcasts zum Ende gehört werden.
01:31:38: Egal, wie lang sie dauern.
01:31:39: Das ist das Schatz.
01:31:39: Das Schöne
01:31:40: ist auch, dass Podcasts ja nicht irgendwo abbrechen, sondern man kann die einfach verlängern.
01:31:44: Wunderbar.
01:31:45: Dann freue ich mich auf Ihre Wortmeldung jetzt noch.
01:31:49: Ja, Konrad Müller, ich bin bei der Diakonie zuständig.
01:31:52: für das Thema Ehrenamt.
01:31:54: Und wir sind ja jetzt gerade bei der Wertschätzung.
01:31:58: Ich würde gerne und ich glaube, das teilen alle meine vielen Kolleginnen und Kollegen hier wenigstens das Angebot machen, dass ich eine Ehrenamtspauschale auszahlen kann, weil uns viel schlicht und ergreifend in den allermeisten Projekten überhaupt das Geld dazu.
01:32:17: Das wäre ein Punkt.
01:32:18: und der zweite Punkt ist, Das geht jetzt wieder in Richtung Verwaltung.
01:32:26: Sie haben gesagt, Sie sind nicht der Fürsprecher, aber ich wünsche uns gemeinsam, dass die Verwaltung die Flexibilität, wie wir sie in der Anfang der Corona-Zeit kennengelernt haben,
01:32:39: also
01:32:40: bei echten Krisen, dass die zur Normalität wird.
01:32:46: Da haben wir zum Beispiel, kann ich sagen, von heute auf morgen innerhalb von zwei Wochen ein Corona-Sehlsorge-Telefon auf die Beine gestellt und da haben alle mitgezogen inklusive Verwaltung.
01:32:59: und jetzt sind wir wieder in unserem Verwaltungstrott, wo wir jährlich unsere Anträge stellen müssen.
01:33:05: Da will ich doch gerne hin, dass wir Flexibilität haben, dass wir die Menschen, die sich in der Ukraine Hilfe einsetzen, die Menschen, die jetzt in Steglitz-Zehlendorf geholfen haben, dass wir die auch mal mit den flexiblen Mitteln unterstützen können, dass wir eben, das klang auch schon an, so dieses Grassroot Ehrenamt stärker auch mit reinholen können und auch fördern können.
01:33:30: Das wäre so ein Wunsch.
01:33:32: Das will ich gerne hier mitgeben.
01:33:34: Vielen Dank.
01:33:36: Hier vorne war noch eine Wortmeldung.
01:33:39: Mein Name ist Bettina Werndt, ich arbeite seit zehn Jahren für die Stadtmission, habe Geflüchteten angefangen und bin jetzt in der Obdachlosen-Wohnungslosenhilfe.
01:33:47: Ich habe zwei Bemerkungen.
01:33:48: Die erste ist, es macht auch Spaß.
01:33:51: Es tut auch einfach gut, wenn man da rausgeht.
01:33:54: Da
01:33:55: waren einige Leute, die haben sich richtig gefreut über das, was ich getan habe.
01:33:58: Das macht einen beflügelt, einen auf dem Heimweg.
01:34:01: Der zweite Punkt ist aber, dass man nie genug tut, dass man immer das Gefühl hat, es bleibt noch was übrig.
01:34:08: Und das geht die Forderung an die Politik, weil ich habe mir keine Sorge, dass wir bald keine Obdachlosen mehr haben.
01:34:13: Im Gegenteil, ich würde auch nie daran zweifeln, dass er mit dem ehrenamt ist.
01:34:18: Nein, aber es muss da woanders was getan haben.
01:34:20: Wir machen ja noch Flaster drauf, auch wenn das auch mal gut tut.
01:34:24: Danke.
01:34:24: Danke schön.
01:34:26: Und
01:34:27: da
01:34:30: hinten ist noch eine Wortmeldung.
01:34:36: Lydia Weide, ich arbeite in einem Hospiz im Sozialdienst.
01:34:41: Und was mir ein bisschen fehlt, hat jetzt in der Diskussion, ist nochmal tatsächlich die Ehrenamtlichen selbst als Zielgruppe mit in den Blick zu nehmen.
01:34:48: Weil ich würde mir wünschen von der Politik, von allen, die jetzt dann rausgehen in Diskussionsrunden, nicht nur darauf zu schauen, was kann geleistet werden von den Ehrenamtlichen, sondern wie kann das Ehrenamt auch gestaltet werden, um die Bedarfe der Ehrenamtlichen selbst zu decken?
01:35:12: Vielen Dank.
01:35:13: Und hier vorne bitte noch.
01:35:16: Ach so, Sie haben ein Mikro.
01:35:18: Sie haben ein Mikro.
01:35:18: Frau Weidner, bitte.
01:35:20: Ich habe zwei Kronkheto-Vorschläge.
01:35:23: Also zum einen finde ich, dass das neuen Eurosozialticket wieder eingeführt werden muss.
01:35:28: Das ist die einfachste und unbürokratischte Lösung für die Menschen, die sich Ehrenamt nicht leisten können.
01:35:35: Ich brauche keine zweihundertvierzig Euro im Ehrenamt, nicht tätig zu sein.
01:35:39: Aber es gibt ganz viele Menschen, die können sich ehrenamtlich nicht leisten.
01:35:43: Und das ist am besten mit dem neuen Eurosozialticket.
01:35:46: Das ist der eine Vorschlag.
01:35:48: Und der zweite Vorschlag, Reit von euch wurde eingeführt, die Engagementkonferenz.
01:35:52: die jährlich stattfindet.
01:35:54: Ich finde das ein guter Ansatz, aber es muss verbindlich sein.
01:35:59: Es reicht nicht, dass da Workshops stattfinden mit vielen Ideen und Ergebnissen, die da nicht umgesetzt wird.
01:36:05: Und wenn man diese Engagementkonferenz ausbaut in Richtung Beteiligung und Verbindlichkeit, kommt man auch einen ganzen Schritt weiter und hat auch schon die ersten Schritte, um die Strategie weiter zu entwickeln.
01:36:20: Lieber Sebastian Peters, Sie haben die ganze Zeit getippt.
01:36:24: Haben Sie denn genug gesammelt?
01:36:29: Ja, wie Herr Salé schon gesagt hat, völlig richtig.
01:36:31: in neunzig Minuten können wir nicht alle Probleme lösen.
01:36:35: Wir können aber viel auf den Tisch legen.
01:36:37: Und das ist heute geschehen und da sind wir sehr zufrieden.
01:36:41: Das heißt, unser Konzept geht soweit auf.
01:36:43: Wir haben mit Herrn Gekoni, gehen wir jetzt den Eins zu Eins-Pakt für die Erdenamtskoordinationen an.
01:36:48: Freuen wir uns drauf, mit Herrn Salé werden wir abschichten, bis wir eine echte Erdenamtsstrategie haben, also eine wirklich verbindliche.
01:36:54: Mit Frau Jarrasch freuen wir uns über die Ausweitung der Overhead-Kosten für das Hauptamt im Ehrenamt.
01:36:58: Vielen Dank.
01:36:59: Mit Frau Breitenbach gehen wir den Urteilen des Landesrechnungshofs auf die Spur und aktivieren mit Herrn Dubois Ehrenamt mit seinem Engagement in unzähligen Wirtschaftsunternehmen für Corporate Volunteering.
01:37:14: Aber vor allem gehen wir mit den heute formulierten zahlreichen Lösungen durch den Wahlkampf und in die Koalitionsverhandlungen.
01:37:19: Das heißt, Das, was ich hier getippt habe, ist der Anfang.
01:37:24: Und darauf können sich dann alle Bürgerinnen und Bürger, die Zugang zu Spotify und allen anderen Kanälen haben, immer wieder rückversichern.
01:37:32: Und das werden wir auch tun.
01:37:33: Und wir hoffen natürlich auch, dass ein Marold an unserer Seite bleibt dafür.
01:37:37: Also vielen Dank.
01:37:38: Ich bin happy.
01:37:39: Sie können abschließen.
01:37:41: Wunderbar.
01:37:46: Dann bleibt mir jetzt nur Ihnen ganz herzlich zu danken, sowieso hier vorne auf dem Polen für die engagierte Diskussion.
01:37:53: Ganz besonders aber auch Ihnen, die sie gekommen sind, die sie nicht nur ehrenamtlich engagiert sind, sondern sich auch sehr engagiert haben hier in der Diskussion.
01:37:59: Das ist auch keine Selbstverständlichkeit und das hat das sehr bereichert.
01:38:02: Vielen herzlichen Dank dafür.
01:38:03: Danke auch der Technik für die Mikros und für das Aussteuern.
01:38:10: Wir möchten Sie gerne noch einladen, ein bisschen zu bleiben, wenn Sie Zeit haben, wie gesagt, entweder und oder noch ein Getränk mit uns zu nehmen oder sich noch mit Daniel Pittner, der sich vorhin zur Wort gemeldet hatte und hier vorne steht.
01:38:23: Vielleicht nochmal unten reinzuschauen, wie es tatsächlich zugeht, wer da unten noch nicht war.
01:38:29: Herzlich willkommen, sich das einmal kurz anzuschauen.
01:38:31: Bis acht Uhr haben wir dafür Zeit, Viertelstunde.
01:38:34: Und die nächste Veranstaltung Deutsch schon.
01:38:39: Sie sehen, worum es gehen wird, nämlich um das Thema Wirtschaft und Integration.
01:38:44: Auch das wird sicher wieder eine angeregte Diskussion, bei der wir nicht annähernd alle Themen und Fragen, die wir gerne stellen und besprechen wollen, durchmachen.
01:38:52: Aber ich bin dennoch auch ganz zuversichtlich, dass das, was wir hier gemacht haben, in einem Puls ist, in jeder Hinsicht für uns alle, die wir daran teilgenommen haben.
01:39:01: Deswegen herzlichen Dank nochmal, dass Sie gekommen sind und mitgemacht haben und Ihnen noch einen schönen Abend.
01:39:05: Bis zum nächsten Mal.
01:39:06: Dankeschön.
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