Integration in Berlin

Shownotes

Berlin ist Heimat für Menschen aus über 180 Nationen – in Neukölln hat fast jede:r Zweite eine familiäre Zuwanderungsgeschichte. Vielfalt prägt das Stadtbild, doch sie stellt das soziale Gefüge vor große Aufgaben. Zugewanderte sind überdurchschnittlich häufig mit Armut, ungleichen Bildungschancen und erschwertem Zugang zu Wohnraum, Arbeit oder Gesundheitsversorgung konfrontiert. Schulen, Kitas und soziale Träger leisten einen Großteil der Integrationsarbeit – oft unter herausfordernden Bedingungen und mit deutlich begrenzten Ressourcen. Gleichzeitig existieren Orte des Zusammenhalts: in Vereinen, Begegnungsstätten und anderen diakonischen Angeboten. Integration ist mehr als Spracherwerb – Integration zielt auf Chancengleichheit, gesellschaftliche Teilhabe und das Gefühl, dazuzugehören. „Zukunft Berlin” diskutiert mit Politik, Bürgern und (Sozial-)Wirtschaft: Braucht Berlin Zuwanderung - für seine Wirtschaft, Kultur, Zukunft? Wie funktioniert soziale Teilhabe, über Arbeit und Bildung? Welche Verantwortung tragen Wirtschaft und Politik? Und was braucht eine Stadtgesellschaft, damit Vielfalt nicht trennt, sondern verbindet?

Panel
MdA Marcel Hopp (SPD) Sprecher für Bildung Wissenschaft und Forschung
MdA Katharina Senge (CDU) Sprecherin für Integration
Antonia Petersen, Arbeitsmarktpolitik Unternehmensverbände Berlin-Brandenburg
Dr. Oliver Unglaube, Geschäftsführer Diakoniewerk Simeon

Spezialgast im Publikum: MdA Katina Schubert (DIE LINKE), Sprecherin für Soziales, Inklusion, Migration, Partizipation und Antidiskriminierung

Moderation: Lorenz Maroldt, Herausgeber DER TAGESSPIEGEL

Live-Mitschnitt vom 17. Februar 2026, 18 - 20 Uhr
Haus der Begegnung, Diakoniewerk Simeon, Berlin-Neukölln

Transkript anzeigen

00:00:05: Herzlich willkommen zu Zukunft Berlin, der BürgerInnen-Talk.

00:00:09: Bis zur Abgeordneten-Hauswahl für die Diakonie bringt sie Monat für Monat in allen Berliner Bezirken scheinbar unlösbare soziale Probleme auf die große Bühne!

00:00:21: Gemeinsam mit Spitzenpolitik, Wirtschaft und Soziallexperten überlegen Bestseller-Ottorin Anne Rabe und Tagesspiegel-Herausgeber Lorenz Marold im Wechsel wie es in der Jugendhilfe, Inklusion bei Stadtarmut, Wohnen und Bauern Gesundheit und viele mehr weitergehen kann.

00:00:40: Das Beste!

00:00:41: Alle Bürgerinnen und Bürger reden mit offen und ehrlich – Mit einem gemeinsamen Ziel.

00:00:48: Zusammen finden wir kurz Mittel und langfristige Lösungen ohne Politikerinnsprech- und Forderungskataloge.

00:00:56: Wir könnten, sollten, würden ist nicht zulässig!

00:01:00: In diesen neunzig Minuten zählt nur wir legen los – und wenn nicht?

00:01:04: Warum

00:01:05: nicht?!

00:01:05: Und welche Alternative gibt es jetzt?

00:01:08: Diskutieren Sie mit denn gemeinsam bauen wir das soziale Berlin christlich solidarisch nachhaltig.

00:01:16: Begrüßen Sie mit mir Ihren Gastgeber Lorenz Marold.

00:01:36: Thema Integration gar nicht erwähnt worden.

00:01:37: Im Vorsprung ist mir aufgefallen, aber das ist ein latent-bisantes Thema.

00:01:41: Es ist ein superaktuelles Thema wenn Sie die Nachrichten der letzten Tage und Wochen verfolgt haben Die Kürzungen was die Integrations Einbürgungskurse betrifft Aber auch die Diskussion über Gemeinschaftspauschalen.

00:01:53: Das werden wir alles heute zum Thema haben.

00:01:57: Wir wollen und das möchte ich auch nochmal betonen, tatsächlich zu Lösungen kommen.

00:02:02: Das ist natürlich schwierig weil wir wissen dass die Menschen die gleich mal auf dem Podium mit uns diskutieren aber auch sie seit langen Jahren ja bei diesem Thema um Lösungen ringen.

00:02:11: es ist nicht immer leicht aber wir versuchen uns dem ein bisschen zu nähern.

00:02:14: und wenn ich sage wir dann freue mich erstmal vorstellen zu dürfen wer heute mit mir hier vorne diskutiert.

00:02:20: und ich fange gleich an mit Antonia Petersen hier vorne bei mir.

00:02:24: Sie vertritt Die Unternehmensverbände Berlin-Brandenburg ist zuständig für die Arbeitsmarktpolitik.

00:02:30: Herzlich willkommen!

00:02:37: Und wir haben Marcel Hopp, er ist für die SPD im Abgeordnetenhaus und ist dort Bildungsexperte, Sprecher von Bildungswissenschaft und Forschung.

00:02:45: Sein Wahlkreis ist in Neukölln.

00:02:48: Wir sind hier zu Hause.

00:02:49: herzlich willkommen.

00:02:49: trotzdem bitte Marcel Hopps.

00:02:57: Katarina Senghe ist bei uns.

00:02:59: Sie ist Integrationspolitische Sprecherin der CDU-Fraktion im Abgeordnetenhaus, hat ihren Wahlkreis in Schöneberg Nord.

00:03:06: Das heißt, sie hat mit unserem Thema auch sehr nah zu tun und ich freue mich sehr dass die auch dabei sind.

00:03:12: Katarina Senge herzlich willkommen!

00:03:18: Dann haben wir noch den Hausherrn Oliver Unglaube Geschäftsführer des Diokoniewirks Simion.

00:03:24: Herzlich Willkommen auch hier bei mir gleich auf dem Podium.

00:03:34: Das heißt, dass wir hier vorne ein bisschen in vier Komplexen das Thema Integration uns näher anschauen wollen.

00:03:41: Wir wollen sie aber gerne mit einbinden und das möglichst nicht nur am Ende sondern mittendrin mindestens am Schluss von jedem einzelnen Kapitel über das wir sprechen wollen.

00:04:03: Aus Sie werde ich gerne in die Diskussion ins Gespräch einbinden und freue mich auch auf Ihre Expertise.

00:04:10: Mir zur Seite steht Sebastian Peters von der Diakonie, er versucht so ein bisschen aus dem was wir hier sagen die Kerne rauszuarbeiten, dessen was dann vielleicht zu Lösungen führen könnte.

00:04:25: Weil unser Ziel ist nicht dass wir uns alle sofort einig sind sondern dass wir zusammen mögliche Lösungen erarbeiten und die auch aufschreiben und vorstellen können.

00:04:33: Und damit das auch nachhaltig ist, wird auch dieser Talk genauso wie die drei vorherigen Talks als Podcast aufgenommen.

00:04:40: Den können Sie dann wahrscheinlich ab morgen sogar schon sich anhören.

00:04:44: Können andere darauf Aufmerksamachen, die es vielleicht heute nicht geschafft haben, haben auch vielleicht Interesse an denjenigen, denen sie schon erschienen sind und an denen die noch erscheinen werden?

00:04:55: Wir springen gleich mal rein, ich sage nochmal ganz kurz wie wir es ein bisschen portionieren wollen.

00:04:58: Ungefähr zwanzig Minuten pro Themenkomplex.

00:05:00: die Themen werden bislang da übergehen aber das ist ganz klar.

00:05:03: wir werden über das Thema Unterkunft sprechen.

00:05:06: Wir werden über dieses Thema ankommen und Leben sprechen.

00:05:08: Das heißt also Kontakt mit Behörden mit dem LAF.

00:05:12: Wir werde natürlich über das thema Bildung und Teilhabe sprechen und selbstverständlich auch oder wie wir zusammen den Übergang in die Arbeit auch besser organisieren können, dass Menschen auch ihren Qualifikationen gemäß tatsächlich in Arbeit kommen.

00:05:27: Und wir fangen an und ich denke mal das wir immer so einen kleinen Status quo versuchen erstmal zu erstellen, dass sie uns einig sind worüber reden wir eigentlich um dann möglichst aber auch schnell konkret zu werden.

00:05:41: Ich würde gerne in einer schönen Warmwerde runden, obwohl eigentlich gar nicht nötig.

00:05:43: Weil es ist ja hier frisch warm im Gegensatz zu draußen.

00:05:46: trotzdem nochmal einmal kurz durchgehen und so ein bisschen persönlich fragen.

00:05:53: Herr Hopp vielleicht mögen Sie starten?

00:05:56: In welcher Situation haben sie persönlich zuletzt festgestellt dass Berlin Zuwanderung braucht?

00:06:05: Also ich wurde gebrieft, wir dürfen hier nicht zu lange ausholen.

00:06:09: Ich finde die Frage deswegen spannend.

00:06:11: Sehnsatz möchte ich nur sagen weil ich bin so ein einer Gastarbeiterin aus Südkorea, die vor über fünfzig Jahren nach Deutschland gekommen ist wie tausende andere, vor allem Krankenschwestern.

00:06:20: Die Frauen und Männer waren Bergarbeiter in Westdeutschland für viele nicht bekannt.

00:06:24: das auch ein Thema finde ich für sich Und insofern ist aus meiner eigenen Biografie und Lebenserfahrung diese Frage Insofern spannend, weil wir heute manchmal so darüber diskutieren als wäre Zuwanderung ein neues Thema.

00:06:36: Wir sind eine postmigrantische Gesellschaft würde man sagen nicht nur von einem Wandel an geprägt sondern von denjenigen die in der zweiten dritten sogar vierten Generation hier sind.

00:06:45: und Berlin braucht nicht nur Zuwandrungen sondern Berlin ist eine Stadtgesellschaft der Zuwandırung und der Migrationen und ich glaube unsere Aufgabe und deswegen bin ich freue mich heute zu sein es darüber zu diskutieren und Wege zu finden wie wir daraus das Beste machen.

00:07:01: Deswegen ist nicht die Frage ob, sondern die Frage wie.

00:07:04: Genau das heißt die Antwort in kurzen lautet wann ist Ihnen das zuletzt klar geworden?

00:07:09: ständig seit Jahren und immer und überall?

00:07:11: Herr Unglaube kennen Sie.

00:07:12: Situationen in denen die Teilhabe geflüchteter und migrantischer Menschen an Ressourcen gescheitert ist müssen nicht alle nennen weil wir kennen wahrscheinlich alle fünf oder sechs aber wir wollen ja über die drängendsten Dinge sprechen.

00:07:26: Ja, ich sag mal so.

00:07:27: Also das Thema hat ja hier bei uns im Diakoniewerk Simeon eine lange Tradition.

00:07:31: der Fachbereich Soziales Migrationen ist ein Fachbereich den es schon sehr lange gibt und wir reden da über Jahrzehnte dass wir mit dem Thema Migration in Beratungskontext unterwegs sind sicherlich auch aus verschiedenen Rollen auch in der Rolle des Arbeitgebers an dieser Stelle Wenn Sie nach den Ressourcen fragen, da wo wir natürlich immer an Grenzen stoßen ist das ganze Thema Finanzierung.

00:07:59: Da werden wir heute sicherlich auch noch mal intensiver darüber sprechen dass es das was uns immer vor Herausforderungen stellt und zwar nicht nur mit Blick darauf welche finanziellen Ressoursen bekommen wir im Rahmen der Zuwendung beispielsweise sondern auch wir entsprechend ja auch Eigenmittel beibringen müssen und das ist für ein Diakoniewerk Simeon aufgrund seiner Größe natürlich auch eine stetige Herausforderung.

00:08:25: Frau Senge, was ist aus Ihrer Sicht das drängendste Problem bei der Integration?

00:08:35: Also ich glaube da muss man so ein bisschen abschichten, wofür jetzt keine Zeit habe.

00:08:40: Das hab' ich schon verstanden dass wir kurz auf den Punkt kommen sollen.

00:08:43: Ich glaub ein großes Thema im Ankommensprozess ist die Schnelligkeit auch in Kontakt mit Behörden.

00:08:50: also wie schnell bekommt man einen Termin?

00:08:52: Wie schnell werden auch Anträge bearbeitet?

00:08:54: Wie hat man auch eine Sicherheit darüber wie geht es weiter wo soll ich wohnen?

00:08:59: und dieser ganze Prozess der dauert manchmal noch zu lange.

00:09:05: Und ich glaube auch, diese gesellschaftliche Diskussion des was ist normal eigentlich in Berlin und kriegen wir das immer auch so kommuniziert dass vieles gut läuft.

00:09:16: Und gleichwohl gibt es natürlich auch Herausforderungen, Probleme über die wir auch diskutieren müssen und das ist natürlich auch eine Herausforderung in unserem politischen Diskurs.

00:09:24: Dass wir da immer wieder auf die Themen kommen, es schaffen gemeinsam drüber zu reden was läuft gut?

00:09:28: Was läuft nicht gut?

00:09:30: Über das Thema Behörden- und Tempo kommen wir auf jeden Fall noch zu sprechen.

00:09:34: Frau Petersen, was ist aus Ihrer Sicht oder was ist Ihnen aufgefallen wo Sie sagen würden dass eigentlich das lösbarste Problem und da verstehe ich vielleicht nicht warum's nicht voran geht.

00:09:47: Ich denke ganz viel, was auch gerade schon gesagt wurde.

00:09:49: Wir stecken ja schon mittendrin und ich habe noch mal nachgeschaut die Beschäftigung von Personen mit dem ausländischen Pass ist seit zwanzig-zwanzig um fünffünfzig Prozent gestiegen.

00:09:59: Die Beschäftigkeit von Deutschen dagegen nur um ein Prozent.

00:10:01: also es passiert ja ganz viel.

00:10:03: wir sind ja bereits mitten drin.

00:10:05: Ich glaube das Hauptproblem ist tatsächlich wovon doch alle anderen betroffen sind das Wohnen des Wohnraum geschaffen wird.

00:10:11: Das Harpert dann tatsächlich manchmal an genau solchen Kleinigkeiten, was dann auch Erwerbsmigration sehr schwer macht.

00:10:21: Das Thema Wohnraum wollen wir uns gleich mal ein bisschen genauer anschauen.

00:10:24: das Thema Unterkünfte ist eine Konkurrenzsituation ist klar.

00:10:29: es wissen wir alle jeder sucht nicht jeder such aber jeder weiß wenn er suchen muss wird schwierig in berlin eine Wohnung zu finden.

00:10:36: das heißt da ist ja auch ne Konkurrentssituation.

00:10:38: Aber wir schauen einen Koalitionsvertrag rein.

00:10:42: Da heißt es, Geflüchtete sollen bedarfsgerecht und nachhaltig untergebracht werden.

00:10:47: Insbesondere Familien mit Kindern.

00:10:50: Und die Unterkunftsauslastung ist zurzeit ja sehr hoch.

00:10:55: Ist ja bei siebenundneunzig Prozent aktuell.

00:10:57: Wir hatten zwar im vergangenen Jahr ein bisschen Rückgang gewesen zuerst aber dann hat's richtig nochmal gedrängt weil Menschen aus der Ukraine beispielsweise auch vermehrt gekommen sind.

00:11:08: Was läuft hier eigentlich schief?

00:11:09: Also warum haben wir immer das Gefühl, wir rennen eigentlich eine Lösung dieses Unterkunftsproblems hinterher.

00:11:15: Was ist da Ihre Meinung?

00:11:19: Die lange Antwort die ich jetzt nicht sage aber kurz an Tisern möchte ist glaube ich dass im Rückblick in der ganzen Frage der Unterkünfte und Asyl auch Nachwirkungen haben einer Struktur, die über Jahrzehnte vernachlässlich wurde wenn nicht sogar runtergekürzt wurde.

00:11:38: Man muss sagen dass wir nach zwei tausend fünfzehn hat Berlin natürlich auch gelernt.

00:11:41: also bei allem wo ich auch sage das läuft noch nicht so gut sind wir durchaus in einigen Bereichen schneller geworden.

00:11:48: was wir Allerdings natürlich sehen und damit bin ich auch persönlich sehr unglücklich ist diese ganze Konzentrierung in zentralen Großunterkünften wie Tegel- und Tempelhof.

00:11:57: Der Weg, den ich für besser gehalten hätte, den wir leider aus alterischen Gründen nicht so einschlagen konnten, wie das auch geplant und sogar verabredet war im Senat sind dezentrale Unterkünfte die auch gleichzeitig nicht nur Geflüchtetenunterküfte sind sondern auch für eine Nachnutzung einfach für den regulären Wohnungsmarkt zur Verfügung stehen.

00:12:16: Ich glaube dass es der richtige Ansatz Zentralität, die Versorgung auch in der Breite.

00:12:23: Da kommen wir später nochmal auf das Thema Bildung.

00:12:25: Das hat für den Bereich Bildung und sozusagen eine kindgerechte Beschulung, gravierende Auswirkungen und Herausforderungen.

00:12:33: Und das kann man sicherlich auf jeden anderen Bereich noch mal beziehen.

00:12:38: Also da will ich jetzt gar nicht sagen, Wir müssen dahin kommen, dass wir die dezentralen Unterkünfte auch nochmal für den nächsten Jahren neu diskutieren.

00:12:50: Frau Sänge, wenn man sich umhört unter den Koalitionspartnern stellt man schon fest, dass man sich da nicht immer hundertprozentig einig ist was das Dezentrale aber auch das zentrale Unterbringen betrifft.

00:13:02: es liegt unter anderem auch daran, dass dezentrale Unterkümpfe höhere Widerstände auch unter Umständen bei den Menschen dass die Überwunden werden müssen, um die einzurichten.

00:13:13: Wie ist Ihre Haltung dazu?

00:13:15: Unterstreichen Sie das mit den dezentralen Unterkünften und was hindert die Politik daran in einer noch immer ist ja eine halbwegs große Mit einer guten Mehrheit, das unzusetzen, was sie vereinbart haben nämlich Das Ziel ist dezentrale integrationsfördernde Unterbringung.

00:13:34: Da muss man ja erst mal sagen, es ist ja nicht so dass wir die dezentrale Unterbringung abgeschafft haben.

00:13:39: Es gibt circa hundertreißig dezentale Unterkünfte in Berlin.

00:13:43: Die gibt's auch weiterhin und wir haben auch gesagt das was im Bau ist wo schon bestellt ist, wo der Eröffnung ansteht wird natürlich weiter betrieben und wird dann auch eröffnet.

00:13:58: Gleichwohl gibt es diese Zahlen, Dutzend Unterkünfte die vor zwei Jahren im Senat beschlossen worden sind als Containerunterkünfe.

00:14:07: Die jetzt nicht kommen weil in der Zeit dann auch die Zahlen natürlich runtergegangen sind.

00:14:12: also wir hatten ja Asylzahlen wie zuletzt, zwanzig sechzehn.

00:14:18: Also wirklich ein sehr großer Pik plus die Ukrainerinnen und die Ukraine Und danach sind die Zahlen auch wieder runtergegangen.

00:14:26: Wir haben es geschafft diese Zeit Mit Tegel mit dem wir alle nicht zufrieden waren was wirklich keine schöne gute Unterkunft war um dort dauerhaft zu leben das ist allen klar.

00:14:39: Aber wir haben den Menschen erst mal Unterkund gegeben Jetzt auch das ja nicht sofort führen dort, sondern was dort entsteht ist von einer ganz anderen Qualität.

00:14:50: Wird ein Ankunftszentrum sein?

00:14:52: Und dann geht es darum, dass die Unterkünfte, die wir haben das für die weiter nutzen.

00:14:57: Das ist klar und dass wir aber eigentlich das langfristige Ziel ist ja Wohnung für alle zu schaffen.

00:15:06: Da ist es sehr gut, dass es jetzt auch den Bauturbo von der Bundesebene gibt, dass in den Bezirken auch die Flächen eroert werden können.

00:15:14: Es gibt ein Leitfaden vom Senat

00:15:16: umzubauen

00:15:17: schnell unkompliziert zu bauen Aber für alle.

00:15:21: Also ich stelle mir das so vor, dass wir nicht irgendwo ein Block für Geflüchtete bauen in Zukunft sondern eigentlich einen Carré wo Geflüchtete wohnen und andere auch.

00:15:31: Das ist sozusagen Integration ja Next Level.

00:15:34: dann Und da wollen wir hin?

00:15:35: Das müssen wir jetzt forcieren und schnell betreiben und das ist aus meiner Sicht der richtige Weg.

00:15:41: Noch eine kurze Frage an die Politik, wer von Ihnen gerne antworten mag.

00:15:45: Was hat die Politik eigentlich in Berlin daran gehindert?

00:15:48: Die Erkenntnisse dass der Migrationsdruck vielleicht mal ein bisschen nachlässt aber doch zumindest nicht abhebben wird.

00:15:54: auf Dauer das wissen wir.

00:15:55: Wir wissen dass Migration ein Thema für uns auf Dauern bleiben wird.

00:16:00: was hat die politik gehindert beispielsweise das Wohnkontainerprogramm einfach weiter zu führen?

00:16:08: Also das eine ist sicherlich, das muss man dazu sagen wir haben in den letzten Jahren eine harte Zeit der Rücklauf einer Haushalte gehabt.

00:16:16: Sie haben gesagt ich bin auch für Wissenschaft zuständig da haben wir leider zehn Prozent des Etats kürzen müssen.

00:16:22: andere Bereiche wie Kultur waren auch hart betroffen.

00:16:25: das heißt dass es auf jeden Fall einen Aspekt ein anderer den möchte ich aber ganz offen ansprechen ohne jetzt hier zu seinen Wahlkampfmodus zu gehen.

00:16:32: Aber wir haben schon selber beantwortet Widerstände in gewissen Wahlkreisen und ich sage mal vor Ort um mich da diplomatisch auszudrücken, stand die Koalition dann doch nicht immer so einhellig.

00:16:43: Da ist dann auch sozusagen das eine im Abgeordnetenhaus oder im Senat gesagt worden und das andere eben auch im Wahlkreis und das hilft jetzt nicht unbedingt da eben auch geeint sowas umzusetzen.

00:16:54: Da erlaube ich Ihnen noch eine kurze Anmerkung zu selbstverständlich und dann... Ich habe es gesehen.

00:17:00: Ich

00:17:00: glaube an der Stelle ist es nur fair, wenn man dann auch noch mal sagen kann das aus unserer Sicht nicht alles so konstruktiv gelaufen ist bei einigen Standorten wie wir uns das vorgestellt hätten und gewünscht hätten.

00:17:09: Wie es auch wichtig ist, wenn Man vor Ort für Verständnis werben will Wenn man als Abgeordneter selber durch eine Briefwurfsendung von der neuen zu öffnen Unterkunft erfährt.

00:17:17: Es ist natürlich immer schwierig.

00:17:19: Dann ist ein bisschen hinterher vielleicht noch Ein Wort Zu diesen Standort Die Jetzt Nicht Kommen Ist Auch Bisher Kein einziger Container nach meinem Wissen bestellt gewesen.

00:17:29: Also es ist nicht so, dass die jetzt kurz vor der Eröffnung standen.

00:17:31: Okay

00:17:33: übrigens dieser Schlitz hier zwischen ihnen soll nicht symbolisch die Koalition auseinandertreiben auch wenn das jetzt gerade ein bisschen anklang.

00:17:41: Frau Schubert bitte zu dem Thema.

00:17:45: Naja, ich glaube das wurde ja schon relativ deutlich.

00:17:48: Es geht immer auch um Wahlkreise und es ist so dass die CDU ihre Ruhe haben will im Wahljahr vor Unterkünften in den Wahlkreisen eröffnet werden und deswegen hat man diesen fatalen Fehler gemacht zu sagen wir setzen weiter auf Großunterkünfte.

00:18:01: Und ja Tegel ist jetzt erst mal zu da wird jetzt das neue Ankunftszentrum gebaut Da wird wieder eine große Unterkümpfe daneben

00:18:07: gesetzt

00:18:07: Tempelhof wird weiter ausgebaut.

00:18:09: Ich empfehle nun mal sich das anzugucken.

00:18:11: Das hat mit einer vernünftigen geflüchteten unterbringung nichts zu tun.

00:18:15: Wenn man jetzt sagt, man macht einen Anputzzentrum.

00:18:17: Da sind die Leute für das Screening.

00:18:18: Die sind da vier, fünf, sechs.

00:18:19: Bei mir ist es auch sieben Tage.

00:18:21: So war das ja auch mal gedacht in Tegel.

00:18:23: Kann man immer sagen, dass es begründbar.

00:18:25: Aber dann muss es eine Folgeunterbringung geben und kann nicht in solchen Großunterkünften kommen.

00:18:32: was halt nichts mit Haushalt zu tun, weil es ist das Teuerste, was es gibt.

00:18:35: Genauso wie Asokunterkünfte die teuerste Form der Unterbringung ist, die es gibt.

00:18:40: aber

00:18:40: man muss auch mal durchs Gesicht in den Wind halten in den Wahlkreisen wenn es darum geht neue Unterkünfe zu eröffnen.

00:18:45: und es geht dann nicht nur um Flüchtlinge wo dann irgendwie Bürgerinitiativen kommen da geht's um Einrichtungen der Eingledungshilfe da steht die Bürgerinitiative auf der Matte oder da geht es um sonstige Einrichtung wo vielleicht Menschen wohnen die nicht so sind Das Publikum selber sich das vorstellt.

00:19:01: und ich finde, da muss man auch in einer Gesellschaft die auf Zusammenhalt setzt.

00:19:06: Eine Gesellschaft, die vielfältig ist aber die das auch will dass sie vielfaltig ist dann muss man das Gesicht in den Wind halten Und es ist egal

00:19:13: ob jemand im Rollstuhl

00:19:14: sitzt oder schwarze Haare hat.

00:19:15: Sie müssen hier alle ihren Platz haben und solange wir noch Unterkünfte brauchen Solange wir nicht genug Wohnungen haben damit alle sofort eine eigene Wohnung können So lange muss es auch nur gemischte Wohnen

00:19:26: Bebauung

00:19:26: geben Da bin ich völlig bei ihnen auch tun und nicht aus lauter Opportunismus leihen lassen.

00:19:31: Und das ist das, was die CDU macht und das werfe ich ihr dabei

00:19:34: vor.".

00:19:43: Wenn Sie es ganz kurz hinkriegen – weil ich habe gleich noch eine andere Frage an Sie und wir müssen da so ein bisschen die anderen noch mit hier einbeziehen – und natürlich auch Sie also jederzeit wenn sie gerne zu einem, was hier gesagt wurde oder vielleicht zum Gedanken den Sie haben der hier nicht geäußert wurde etwas sagen mögen melden Sie sich gerne kommen Sie sofort ran.

00:19:59: Also damit man mir am Ende nicht vorwürftig würde hier nur gegen meinen Koalitionspartner gehen?

00:20:02: Ich stimme allem zu!

00:20:03: Aber trotzdem ist auch Teil der Wahrheit, dass insbesondere bei der Frage Nachverdichtung oder die zentrale Unterkünfte – auch von Linken und Grünen – genau diese Bürgernizertiven mit angeheizt wurden.

00:20:14: Deswegen sage ich vor Ort muss man sein Gesicht in den Gegenwind halten.

00:20:20: Das sehe ich genauso.

00:20:21: Das machen wir auch.

00:20:22: Aber das erwarte ich auch von allen demokratischen

00:20:24: Parteien.

00:20:25: Wir halten fest, Sebastian es macht schon Sinn solche Entscheidungen Transparenz zu treffen und dann auch vor Ort zu vertreten.

00:20:33: Das ist doch was man sich vornehmen kann.

00:20:37: Frau Petersen, aus Sicht der Wirtschaft unterbringung eine vernünftige Unterbringungen nutzt mittelfristig natürlich auch den Unternehmen.

00:20:47: wollen sich die Unternehmen vielleicht stärker daran auch beteiligen?

00:20:52: Ich glaube jeder Teil der Gesellschaft hat ihre Aufgabe und ich glaube es ist nicht Teil der Aufgabe der Wirtschaft für Wohnraum zu sorgen.

00:21:01: Wirtschaft stellt die Arbeitsplätze und vielleicht auch noch ein bisschen was drum herum, aber Wohnraum zu schaffen ist per se jetzt nicht die erste Aufgabe.

00:21:10: Zumindest wenn wir auch die Landschaft in Berlin uns anschauen, da es vielleicht noch Siemens dies leisten könnte, aber ansonsten sind ja viele kleine, kleine mittelständische Unternehmen, die das ja gar nicht leisten könnten selbst wenn sie wollen würden.

00:21:24: Es gibt ja die Idee, dass auch kleinere Unternehmen mittels Erbpachtwohnungen für ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter schaffen können auf günstige Art und Weise.

00:21:34: Das würden Sie nicht sehen?

00:21:35: Dass das ein möglicher Weg wäre...

00:21:37: Es sind ja nicht nur, also der Wohnraum in Berlin ist zu wenig.

00:21:41: Es muss neu gebaut werden.

00:21:44: Wenn man schauen möchte wo wir Berlin langfristig hin wie will Berlin seine Standortattraktivität die es jetzt noch hat?

00:21:50: Langfristig gewährleisten und das Wohnraum ein essentieller Teil.

00:21:54: und wenn man so kann natürlich denken bis nächstes Jahr brauchen wir Wohnraum.

00:21:58: Man kann natürlich auch mal denkt okay Wo wird Berlin denn hin?

00:22:00: Wie kann Berlin wachsen als Wirtschaftsstandort wie kann Berlin Arbeitsplätze schaffen?

00:22:04: Und dann geht's da nicht darum ob ich jetzt einen Container hinstellt oder was macht, weil Wirtschaft eine Wohnung bereitstelle die der Onkel von jemandem vererbt hat.

00:22:12: Sondern man ein bisschen denkt okay wo wollen wir denn hin?

00:22:15: Dass man ein bischen innovativ denkt und halt jetzt nicht nur auf Probleme reagiert sondern Lösungen schafft vielleicht auch Probleme die jetzt noch nicht unbedingt da sind.

00:22:25: Wenn wir beim Tagesspiegel neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter suchen ist das Thema Wohnungssuche grundsätzlichen Problemen.

00:22:31: Wir denken schon darüber nach wie was wir machen können um auch von uns Weil wir wollen ja attraktiv sein für Menschen, die nach Berlin kommen.

00:22:40: Also scheint mir Punkt zu sein über den man noch mal diskutieren könnte.

00:22:44: Herr Unglaube mich würde aber mal interessieren aus Ihrer Sicht welche Folgen hat eigentlich eine nicht adäquate Unterbringung auf das Leben der Menschen?

00:22:53: Auf die psychosoziale Gesundheit, auf die Teilhabe überhaupt?

00:22:57: also wie wichtig ist das Thema in diesem bunten Strauß, den wir hier ja aufblättern wollen heute?

00:23:05: Also ich denke, das wurde ja auch schon gesagt.

00:23:07: Stichwörter Tegel, Tempelhof... Das sind natürlich Situationen die ärgste psychosoziale Belastungen vorrufen.

00:23:16: Es leben Menschen auf engen Raum zusammen und das sind Situationen, die wir ja schon über Jahre beobachten aus unserer Sicht gesprochen auch viel zu langsam verändern.

00:23:29: Ich meine, das einschneidende Jahr war im Jahr Zwei-Tausend-Fünfzehn.

00:23:32: Wir sind jetzt mehr als zehn Jahre weiter und dass wir Lösungen brauchen, Wohnraum zur Verfügung gestellt werden muss.

00:23:42: Das ist ja keine neue Erkenntnis und ich finde es sehr schön zu hören, dass wir auch integrative und auch an der Stelle dezentrale Lösungen daran jetzt schwerpunktmäßig gearbeitet wird und ich halte das für essentiell und das ist genau das was ihr auch der Senat für sich auch ins Leben gerufen hat.

00:24:04: die Schlagwörter dezentral und integrationsfördernd Großunterkünften eben auch sehen ist alles andere und ich denke es ist eben auch sicherlich nachvollziehbar, dass in Situationen wo Raum Wohnraum in Berlin sehr knapp ist.

00:24:21: Und ein kostbares Gut ist natürlich auch hier wie eine Verdrängungssituation haben und wir müssen eben schauen das wir Menschen gerade geflüchteten Menschen auch Möglichkeiten geben, perspektivisch.

00:24:33: Da bin ich eher im mittelangfristigen Bereich auch Möglichkeiten zu geben eben entsprechend Wohnraum für sich zu bekommen.

00:24:40: Haben Sie da eine konkrete Idee ein Vorschlag oder auch einen Wunsch an die Politik was aus Ihrer Sicht möglichst schnell umgesetzt werden sollte oder angegangen werden sollte zumindest?

00:24:52: Gerade wenn ich an unser Klientel denke, da müssen wir bedenken das sind Menschen die sicherlich auf dem freien Wohnungsmarkt es schwer haben.

00:25:03: Und wir müssen schauen, dass wir genau auch da an der Stelle Zielgruppen orientiert auch unterstützen.

00:25:10: Also das heißt, wir brauchen auch Wohnraumvermittlung für Geflüchtete.

00:25:15: Das ist das eine Stichwort und das andere Stich Wort sind auch Wohnungskontingente.

00:25:19: wenn wir über durchmischte Quartiere nachdenken dann müssen wohnen Wohnungen und Wohnraum speziell eben auch für Menschen zur Verfügung gestellt werden, die eben eine... ...die geflüchtet sind.

00:25:32: Die eben einen Migrationshintergrund haben oder eine Fluchtgeschichte

00:25:35: haben.

00:25:40: Ja will ich noch mal konkret nachhaken?

00:25:42: Da kann man natürlich... Sie haben das jetzt sehr passiv ausgedrückt also das müsste jemand bereitstellen.

00:25:47: da gibt es ja sehr unterschiedliche Institutionen und auch Menschen die das tun könnten.

00:25:51: deswegen haupt an sie die Frage Die SPD will ja Vermietungsquoten für Menschen mit WBS haben.

00:25:59: Habe ich es überlesen oder wurde bisher noch nicht nachgedacht über Vermietungssquoten, für Menschen die neuen in unser Land gekommen sind und zwar für private Vermieter verpflichtend?

00:26:11: Ja, wie Sie wissen ist das Mietrecht relativ komplex und viele dieser Kompetenzen sind auf der Bundesebene.

00:26:19: Das was jetzt allerdings seit einigen Wochen für uns auch schwarz auf weiß vorliegt es einen Gutachten des wissenschaftlichen Dienstes Bundestages, der klar sagt oder das klar sagt dass die Länder also auch Berlin die Kompetenz hätten eine Sozialwohnungsquote von dreißig Prozent auch den privaten verpflichtend aufzuerlegen Und das ist glaube ich etwas wovon auch erst mal diese Zielgruppe profitiert.

00:26:41: Also wir haben ja sozusagen vor allem im privaten Segment das Problem wie angesprochen wurde, dass wir durchaus auch Wohnungen haben.

00:26:47: aber ob sie bezahlbar sind ist eine ganz andere Frage und ich glaube das ist erstmal ein ganz ganz wichtiger Schlüssel.

00:26:52: diejenigen die in ihrer Verantwortung sehr gerecht werden, die wir da auch weiter stärken wollen, sind die landeseigenen Wohnungsunternehmen, die da einen Großteil auffangen.

00:27:02: Aber ich sage mal es geht uns vor allem darum Mittel-und Wege zu finden und das alles andere als trivial aufgrund der eng Gesetze und Rechtsprechung unter Landeskompetenzen, wie wir in diesen privaten Markt reinregulieren.

00:27:15: Und genau sowas eben verpflichtend auch durchführen können.

00:27:20: Ich bin da sehr offen.

00:27:21: ich verhielte das für gut wenn man auch für Geflüchtete eine Quote einzieht.

00:27:25: aber ich muss auch sagen ich glaube dass ist mir das auch Merken für diese Zielgruppe.

00:27:30: Wenn wir es wirklich schaffen für Neuvermietungen einer verpflichtende Quot von dreißig Prozent Sozialwohnung zu schaffen dann wird dieser Gruppe auch massiv davon profitiert.

00:27:41: Ich würde gerne, weil wir müssen zum nächsten Thema weiterwandern, aber eins noch aufrufen in dem Zusammenhang nämlich die Gemeinschaftspauschale.

00:27:48: Das ist ja eine Idee, die jetzt in Berlin umgesetzt wird.

00:27:53: also die Bezirke bekommen pro Mensch geflüchteten Migranten, den sie unterbringen glaube einhundertfünfundsechzig Euro Und die Sozialsegnatoren erhofft sich dadurch, ich sage es mal ein bisschen so dass der Korken aus der Flasche fliegt und schlägt das jetzt auch vor für den Bund im Verhältnis zu den Kommunen.

00:28:12: Frau Sänge wie finden Sie diese Idee?

00:28:15: Bringt das was oder ist das?

00:28:17: lenkt das nur von dem wirklichen Problem ab?

00:28:21: Es trägt ja auf jeden Fall dazu bei, dass die Bezirke die mehr geflüchtete Aufnehmen auch mehr Unterstützung dann bekommen.

00:28:29: Also da gibt es natürlich auch sehr große Unterschiede zwischen den Bezirkens und die haben dann die Aufgaben auch soziale Infrastruktur vor Ort sicherzustellen und von daher ist das schon ein Mittel um auch da zu unterstützen wo's wirklich gebraucht wird.

00:28:45: also haben wir dann Einigkeit auf dem Podium.

00:28:47: Die Mannschaftspauschale ist eine gute Idee, wäre auch eine gute für den Bund.

00:28:52: Der Unglauben ist nicht so richtig überzeugt?

00:28:56: Naja ich will mal so sagen also es ist schon richtig das muss ja finanziell auch möglich gemacht werden und dass natürlich auch dann die Bezirke die eben überproportional entsprechend da auch Geflüchtete aufnehmen natürlich auch entsprechend finanzielle Mittel zur Verfügung stellen sollen.

00:29:17: ob das jetzt Über den Schlüssel funktioniert, über andere Mechanismen.

00:29:21: Das sei mal dahingestellt aber es muss auf jeden Fall müssen mittelfrei gemacht werden.

00:29:25: das ist ganz klar und wir reden ja auch nicht nur von der zur Verfügung Stellung von Wohnraum sondern Wir kommen ja nachher noch zu anderen Themen.

00:29:34: Es geht ja auch um Beratungs- und Unterstützungsangebote für die genauso mittelfreie gemacht werden müssen.

00:29:40: dass ist ganz essentiell.

00:29:43: Okay ich schaue jetzt nochmal in die Runde sage noch mal als Einladung Sie können gerne zu diesem oder anderen Themen sich auch beteiligen.

00:29:54: Wir haben jetzt über kurz, mittel- und langfristige Ideen und Möglichkeiten gesprochen.

00:29:59: Ich glaube es scheint mir wichtig festzuhalten dass wir auf lange Sicht bei dem Thema verlässlich politisch arbeiten müssen damit wir eben nicht immer wieder so ähnlich wie das ja auch mit dem Thema Lehrer ist, dass man entweder zu viel oder zu wenig hat.

00:30:14: aber nie richtig scheint mir.

00:30:18: Planung über die Wahlperiode hinausdenkt.

00:30:22: Ja, dann machen wir doch hier ein Strich unter dieses Thema.

00:30:26: Sebastian ist nicht ganz zufrieden.

00:30:28: ich würde auch gerne über dieses Thema noch eine Stunde länger diskutieren weil es gibt nur so viele Spezialfragen dazu.

00:30:34: aber dann schaffen wir die anderen nicht und sie sind aus meiner Sicht also mal Prioritäten setzen will Mindestens ganz, ganz knapp dahinter.

00:30:41: Deswegen ziehen wir mal weiter ja?

00:30:43: Ja, wir haben immerhin einige Lösungen, drei-vier Lösungen die wir auch langfristig verfolgen können.

00:30:49: Wir sind leider ein bisschen hängen geblieben an dem Thema.

00:30:51: das Geld fehlt und ich denke im Laufe dieser Abend sollten wir nochmal darauf eingehen wo das herkommen könnte.

00:30:56: ansonsten können wir jetzt erstmal gerne weitermachen.

00:30:59: Die Kultur hat noch eine ganze Menge trotz der Kürzungen.

00:31:02: Die Wissenschaft auch lauter enttascht auf unserem Jugendpanel.

00:31:05: Es geht

00:31:06: viel Geld in die Rüstung.

00:31:09: Das ist eine lange Runde, die wir da als Vorhaben.

00:31:12: Aber Frau Schubert hat noch ne ganz schnelle Idee wo die Kohle herkommt?

00:31:23: Billiger als das, was der Senat jetzt tut.

00:31:25: Und wir würden eine Menge Geld sparen wenn wir nicht so viel Geld in Asak stecken müssten und nicht soviel Geld in Massenunterkünfte für Geflüchtete nicht Sonderformen der Beschulung hätten sondern Form der Kita-Betreuung, sondern versuchen die Regelsysteme aufzubauen.

00:31:41: Wir können uns mit der SPD über Quoten sofort einigen sind bei den letzten Koalitionsfahndungen noch gescheitert aber wenn es einen Lernprozess gibt bin ich sofort begeistert.

00:31:49: Wir brauchen dringend erhöhte Quoten auch an Neuvermietung Und da geht es nicht nur um geflüchtete Menschen.

00:31:55: Da geht's um wohnungslose insgesamt, weil ein Großteil der gefluchteten Menschen die jetzt in den Unterkünften des Landesamtes für Flüchtlingsangelegenheiten sind, sind sogenannte Statusgewandte also wohnungslose Menschen, die dann nur noch deswegen wohnen, weil sie auf dem freien Wohnungsmarkt keine Wohnung bekommen.

00:32:10: würden diese etwa zwanzigtausend Menschen hier eine Wohnung haben, haben wir kein Problem mit dezentralen Unterkümpfen für Menschen die neu hinzuwandern.

00:32:17: das ist aber nicht der Fall und deswegen glaube ich brauchen wir diese Quoten.

00:32:22: Wir brauchen mehr sozialen Wohnungsbau, keine frei.

00:32:24: wir brauchen mehr kommunalen Wohnungsbaus und wir brauchen eine Stabilisierung der Mieten.

00:32:28: Das ist sehr zentral.

00:32:30: da ist für uns die Frage der Vergesellschaftung natürlich einer von vielen Hebeln aber es ist ein wichtiger Hebel genauso wie wir alle Möglichkeiten nutzen müssen, die wir als Land haben um auf diesem Mietenmarkt Einfluss zu nehmen.

00:32:46: Wir hatten heute eine Nachricht, dass eine Vermieterin auch noch gegen die Verlängerung der Mietpreisbremse geklagt hat sehr zum Glück verloren.

00:32:53: wenn man das aber einfach laufen lässt dann wird es irgendwann so sein, dass eine Großstadt wie Berlin nicht mal mehr für Menschen die mit normalen mittleren Einkommen versehen sind bezahlbar ist.

00:33:04: Es gab ja heute in den letzten Zahlen Krankenpflegerinnen und Polizistinnen können sich Berlin nicht mehr leisten.

00:33:08: Ich meine soweit dürfen wir das echt nicht kommen lassen?

00:33:11: Und da sind dann die Menschen, die wohnungslos sind, die geflüchtet sind, prekär hier beschäftigt sind immer ganz am untersten Ende der Nahrungskette und auch dies ist einer solidarischen Gesellschaft unwürdig

00:33:24: Punkt.

00:33:24: So, wir haben weitergeklickt.

00:33:28: Artikel fünfzehn Grundgesetz hat es immerhin in das Wahlprogramm der SPD geschafft wenn auch in Kombination mit dem Mietendeckel.

00:33:35: da bin ich mal sehr gespannt.

00:33:36: aber das ist nicht das Thema hier.

00:33:37: das diskutieren wir am neunten September sehr intensiv.

00:33:42: Wir wollen jetzt sprechen über das Thema ankommen und hier leben und deswegen unglaublich die erste Frage an Sie was aus Ihrer Sicht eigentlich Am wichtigsten, welche Ämterleistung ist am wichtigsten um das Ankommen hier zu erleichtern und welches am schwersten zugänglich?

00:34:00: Also der Zugang zu den Ämtern ist sicherlich ein ganz großes Thema.

00:34:04: Wir haben die Herausforderungen der Sprachbarrieren, dass ist ganz klar.

00:34:10: wir haben sicherlich auch Herausforderungen, die einfach mit Digitalisierung zu tun haben also mit digitalen Zugängen zu tun.

00:34:18: Und wir haben Angebote, wir haben Beratungsangebote wie zum Beispiel den Migrationssozialdienst der speziell eben dafür auch da ist Menschen die eben ankommen hier dabei zu unterstützen.

00:34:31: Und da haben wir natürlich momentan auch Herausforderungen, wenn wir von dem Wegfall von Mitteln sprechen.

00:34:38: Aber das sind genau die Themen, die eben ganz wichtig sind.

00:34:42: Genauso ich habe es gerade gesagt Wir müssen schauen dass wir auch niederschwellig Sprachvermittlungen hinbekommen, damit die Menschen eben auch die Möglichkeit haben mit Behörden und Ämtern tatsächlich da in guter Kommunikation zu sein.

00:34:58: Was so erstmal per se ohne diese ganzen unterstützenden Maßnahmen an der Stelle nicht funktioniert?

00:35:06: Für mich ist das ein Rätsel, wie es überhaupt gehen kann.

00:35:09: Also ich spreche meistens scheinbar die Sprache, die auf diesen ganzen Anträgen digital oder auch auf Papier einem vorgelegt werden.

00:35:17: Ich muss ehrlich sagen, ich habe riesen Schwierigkeiten, das oft zu verstehen was sie von mir wollen und ich kann mir überhaupt nicht vorstellen, wie ich damit klarkommen soll wenn ich dieser Sprache nicht wirklich mächtig bin.

00:35:30: und selbst wenn ich sie einigermaßen spreche glaube Herr Hopf, Frau Sänge vielleicht an sich beide die Frage wer soll in Zukunft den Menschen dabei helfen hier so anzukommen dass man die nötigsten Anträge tatsächlich auch schnell stellen kann.

00:35:49: Wer von Ihnen ... Frau Senge vielleicht legen Sie los?

00:35:54: Es hat wieder viele Ebenen dieses Thema aber vielleicht mal bei der Sprache angefangen.

00:36:00: Ich glaube, da haben wir sehr viel Potenzial auch durch die Technologien das zu erleichtern.

00:36:07: Wir haben jetzt ein Modellprojekt in Berlin zum Audio- und Videodoll-Matchen.

00:36:10: In zwei Bezirken läuft das schon.

00:36:12: Da geht es darum, dass Sprachmittler zugeschaltet werden in der entsprechenden Sprache.

00:36:16: Das macht natürlich den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitenden Behörden einfacher zu planen.

00:36:23: Das muss ausgewertet werden.

00:36:25: Es gibt aber auch ganz andere technische Möglichkeiten heutzutage und da wollen wir seitens der CDU, wir haben da schon was im Koalitionsvertrag drin stehen gehabt Wir wollen das insgesamt mal angeschaut wird Wie eigentlich an welchen Stellen?

00:36:41: Das ist natürlich auch eine Datenschutzfrage.

00:36:43: Es gibt auch Situationen, wo man persönlichen Sprachmittler braucht.

00:36:46: aber es gibt eben auch die Stellen, wo es durch digitale Tools möglich ist das übersetzen zu lassen und dass wir uns da ganz anders aufstellen modernisieren.

00:36:58: Genau also

00:36:59: das wäre ein

00:37:00: Punkt dazu.

00:37:01: Wäre ja die Hoffnung, dass die Digitalisierung der Verwaltung auch an dieser Stelle helfen wird.

00:37:07: Absolut, da sind andere Stunden zum Teil auch weiter.

00:37:11: Das teilen Sie?

00:37:14: Grundsätzlich müssen wir mit der Digitalisierung vorankommen.

00:37:17: Ich muss sagen, ich bin bei der C-Gruppe würde jetzt nicht zu viel Hoffnung einsetzen dass das jetzt die Lösung ist weil ich sage mal insbesondere in diesem Bereich braucht es auch oft eine persönliche Betreuung.

00:37:27: man muss sich den Einzelfall anschauen das im besten Fall auch im persönlichen Gespräch und sofern die Frage ist insofern einfach zu beantworten als auch schwer umzusetzen.

00:37:36: Diejenigen die das leisten müssten sind die Verwaltung selbst.

00:37:39: also ich glaube das woran wir Woran wir auch schon arbeiten, ich will es gar nicht nur deficit orientiert betrachten.

00:37:44: Da gibt's auch eine Lernkurve.

00:37:45: einen großen Prozess ist die ganze Frage von interkultureller Öffnung von Verwaltungen.

00:37:49: das geht einerseits um die Frage der Repräsentanz von Menschen mit Migrationsgeschichte auf der anderen Seite des Schreibtisches oder der Theke aber es geht auch um die frage inwiefern hier menschen auch gestärkt werden darin in ihren Kompetenzen und mehr Sparigkeit als ein Schatz anerkannt wird von dem auch Verwaltung wiederum sozusagen lebt.

00:38:06: Das ist ja genauso wie angesprochen haben jeder der mal ein Elterngeld Antrag ausgefüllt hat weiß, das ist unfassbar.

00:38:14: Ich musste

00:38:14: dann auch die Wohnung renovieren,

00:38:15: ich bin

00:38:16: viel ausgeflippt!

00:38:17: Also insofern glaube ich der eigentliche und das haben wir nicht nur im Bereich die eigentliche Herausforderung, sondern eben nicht nur den Bereich von Menschen, die zuwandern sind wie machen wir Verwaltungen so fit dass sie tatsächlich im wahrsten Sinne dem Bürger unter Bürgerin dient und eben auch der Bürgerinnen mit Zuwanderungsgeschichte.

00:38:34: und dann glaube ich es eben schon sehr wichtig die Rolle von persönlichen Sprachmittlern die eben auch als Vertrauensperson kommen.

00:38:41: Das ist etwas, was sicherlich auch am Ende wieder eine Finanzierungsfrage ist aber das ist unglaublich wichtig.

00:38:45: und die Stärkung von Migranten selbstorganisation.

00:38:48: Auch das ist ein Punkt den ich für ganz ganz wichtige achte weil die auch ganz wichtige Arbeit leisten eben auch in der Frage wie Menschen mitgenommen werden aus der gleichen Community?

00:38:59: Und auch die ganze Frage von aufsuchender begleitende Arbeit ist einer die gesellschaftliche Riesenrolle spielt auch hier anzukommen oder diesen Kampf mit Verwaltungen durchzustehen.

00:39:09: Wenn ich den Haushaltsplan richtig gelesen und verstanden habe, ist aber auch gerade an diesen Punkten gekürzt worden.

00:39:16: Ja, das ist nicht ganz korrekt.

00:39:17: Wir haben einige dieser Kürzungen waren im Entwurf des Senats tatsächlich vorhanden.

00:39:22: ein Großteil dieser Körzungen haben wir im parlamentarischen Beratungsprozess rückgängig gemacht.

00:39:26: Wir sind quasi auf null.

00:39:28: und jetzt muss man ehrlicherweise sagen wenn man sich Preissteigerung Triefsteigerungen mit reinrichtet kommt man am Ende vielleicht doch auf eine Kürzung raus.

00:39:33: aber ich will auch kein Hehl daraus machen.

00:39:35: es ist für uns eine riesengroße Herausforderung mit diesen knappen Mitteln eben dann doch bei all diesen Herausforderungen sozusagen zu priorisieren.

00:39:43: Das wird auch weiter, egal wer nach dem September regiert eine riesengroße Herausforderung für diese Stadt sein.

00:39:50: Ja

00:39:51: bevor Frau Petersen Sie das Wort bekommen gab es eine Frage zumindest zwei?

00:39:57: Ich habe eine Frage.

00:39:58: ich komme aus der Techbranche und finde immer interessant wenn man Digitalisierung noch hört und die Probleme die gerade aufkamen die sind ja schon sehr einfach heute zu lösen mit KI und ich verstehe persönliche Betreuung ist super.

00:40:11: Aber warum nimmt man dann nicht die Optionen, die schon vorhanden ist anstatt eine, die super ist aber nicht vorhandenen?

00:40:16: Also bevor die Leute, bevor ihr nicht geholfen wird.

00:40:19: Warum nicht die KI-Nutzen mit Übersetzungen?

00:40:21: Wir machen das bei uns im Unternehmen, dass es mittlerweile auch nicht mehr so neu...

00:40:26: also

00:40:26: warum ist man da immer noch, dass man von Digitalisierung spricht was eigentlich schon seit zehn Jahren abgeschlossen sein sollte?

00:40:35: Vorsorge!

00:40:35: Ja, ich bin ja auf der einen Seite ganz bei Ihnen.

00:40:38: Ich frage mich da auch manchmal wie warum macht man das nicht einfach?

00:40:41: Es hat jeder auf seinem Handy mittlerweile irgendwie ein Übersetzungs-App.

00:40:45: es gibt extra Geräte die sich zum Teil auch dann Eigenbeschaft werden die ganz viele Sprachen übersetzen können.

00:40:53: wir haben aber auch diese Situation wenn ich zu einem Amt gehe Dann erzähle ich da meine persönlichen Informationen.

00:41:00: die möchte ich vielleicht nicht irgendwo in eine KI eingeben und dass muss man als von Amtszeit natürlich auch berücksichtigen.

00:41:07: Also man kann jetzt nicht jeden Vorgang oder wenn man zu einem Arzt geht im Krankenhaus, dann ist es auch nicht so einfach das vielleicht digital übersetzen lassen.

00:41:18: Das muss man eben differenzieren.

00:41:19: mir fehlt da bisher wirklich die Konzept.

00:41:24: also Arbeiten wir dran?

00:41:26: Wir reden rüber.

00:41:27: Ich hätte das gerne, dass man nämlich genau sagen kann, da geht es nicht.

00:41:31: und wo brauchen wir Menschen, echte Menschen die dabei sind?

00:41:35: Wo können wir jemanden dazuschalten und wo reicht einfach das digitale Tool?

00:41:39: Dann werden wir schon weiter.

00:41:42: Moment Entschuldigung ein Moment

00:41:45: Frage was ist der Hinderungsgrund dafür, dass noch kein Konzept gibt?

00:41:52: Also wir haben ja jetzt erstmal dieses Modellprojekt Audio und Video dollmatchen.

00:41:58: Das läuft ja an, das muss dann ausgewertet werden Und es gibt ja sehr viele, gerade im Digitalisierungsbereich schon sehr viele Ansätze auch die Berlin macht.

00:42:10: Berlin ist zum Beispiel Vorreiter im Bereich Digital Street Work.

00:42:14: Ist jetzt ein anderes Thema aber da läuft schon sehr viel und ich glaube wir haben noch nicht diesen Moment wo man das einfach mal in einem Konzept geschrieben hat.

00:42:19: Ich möchte gar keinen kritisieren oder so sondern... Da ist soviel in Bewegung.

00:42:27: Wir holen ganz viele Beratungsthemen und Fragen schon in sozialen Netzwerken ab durch Projekte, die dort reingehen.

00:42:35: Und wirklich fachlich belegte Informationen auch Fehlinformation vermeiden weil es ist ja gerade unter migrantischen Communitys ganz üblich Man kommt in eine neue Stadt, in ein neues Land.

00:42:47: Man weiß nicht wie alles geht.

00:42:49: Man fragt die eigenen Leute.

00:42:50: Man hat eine WhatsApp-Gruppe Facebook Gruppe irgendwo im Netzwerk von Leuten aus dem eigenen Land, die eigene Sprache sprechen und fragen, wie ist das hier mit der Wohnung?

00:42:57: Wie ist es mit dem Amt?

00:42:59: Und kriegt da eine Info, die kann richtig sein aber eben auch halbrichtig oder für einen selber nicht richtig sein.

00:43:04: Okay!

00:43:04: Da sind wir wirklich Vorreiter als Berlin schon in diesem Bereich.

00:43:09: Ganz kurze Nachfrage dazu.

00:43:10: Wer ist eigentlich dafür verantwortlich genau dass voran zu treiben.

00:43:17: Ist das die Senatskanzlei, wo das Thema Verwaltungsreform hängt?

00:43:23: Das ist die Integrationsverwaltung.

00:43:26: Sie nicken bei Senatskanstlei Herr Hopp und Frau Senghe sagt Integrations-Verwaltung.

00:43:31: Na ja wir haben ja grundsätzlich über Verwaltung und Ämter gesprochen.

00:43:35: Wir haben also damit auch bei Bezirken angefangen.

00:43:38: Die ganze Frage von Verwhaltungsdigitalisierung liegt zum Großteil eben auch in der Senats-Kanzlei Und

00:43:43: Sprachmittlung bei der Integrationsfraktionen?

00:43:45: Ja, aber die Frage... Ich meine, die Frage ist, ich kann es wissen.

00:43:48: Im KI-System natürlich kommen wir da nicht drum herum.

00:43:51: Aber die Frage reden jetzt nur von Übersetzungsleistung, reden wir von anderen Hilfsmitteln

00:43:55: und

00:43:57: genau!

00:43:58: Und da will ich auch nochmal sagen, das spricht überhaupt nichts dagegen.

00:44:00: Natürlich müssen wir diesen Weg gehen und da sind wir auch dran dabei.

00:44:04: Und trotzdem möchte ich sagen... Ich bin überhaupt nicht technologisch skeptisch im Gegenteil.

00:44:09: aber wichtig ist mir dass das eine Ergänzung als ein Hilfsmittel und jetzt nicht irgendwie das persönliche Gespräch ersetzt.

00:44:15: Das ist mir ganz ganz wichtig also weil dann müssen wir auch als Gesellschaft aufpassen, das sage ich ganz deutlich.

00:44:22: Ich würde jetzt gerne Frau Petersen das Wort geben, die sich jetzt schon die ganze Zeit auch zu dem Thema gemeldet hat.

00:44:31: Bürokratie oder Digitalisierung

00:44:32: ist nur ein klitzekleiner Teil.

00:44:35: In Deutschland ist es mittlerweile so, je nachdem zu welchem Amt ich gehe verwenden die gleichen Wörter aber das Wort bedeutet das anderes.

00:44:42: wenn nicht beim Bürgeramts-, beim Jobcenter Einkommen habe dann bedeutet das was anders als wenn ich einen WBS-Scheinbeantrag und noch überall und das macht es sehr schwierig weil selbst dort ist die deutschen Sprache nicht mal eindeutig aus dem Rechtskreiswechsel irgendwann stattfindet.

00:45:02: Ich muss trotzdem noch ein Asyl und dann geht es ja auch darum, dass bei diesem ganzen Verfahren jeder Fall immer als Sonderfall quasi gewertet wird.

00:45:10: Man könnte sich sehr viel Zeit sparen wenn man pakultative Entscheidungen treffen könnte.

00:45:15: Wenn man weiß okay das Unternehmen hat schon so viel eingestellt.

00:45:17: wir geben den jetzt den Schein, dass das wohl passen wird bei sehr, sehr großen.

00:45:22: Und ich glaube, dass man nur nicht sagen kann, man kann dich digitalisieren, man müsste diese ganzen Sprache mal aufräumen weil es ist ja wie wir gesagt haben Für uns, die muttersprachlich sind schon schwierig bei da durchzustellen.

00:45:35: Und wenn ich dann weiß was gebe ich denn an Bereinkommen?

00:45:38: Dann einem würde ich mir Kindergeld angeben und Unterhalt, dann noch das Pflegegeld in dem anderen muss ich nur meinen Einkommen eingeben.

00:45:45: Das sind ja dann einfach Absolitäten, die sich eingeschlachten eingeschlichen haben.

00:45:48: Und dann bringt es nicht zu sagen wir digitalisieren jetzt mal im Prozess.

00:45:54: Gut, ich erspare uns jetzt hier vorzulesen was die KI auf Englisch aus dem Organi Gramm des Senats gemacht hat.

00:46:01: Aber das ging nämlich daneben, wir haben jetzt ganz viele Wortmeldungen noch dazu.

00:46:06: ich pinge jetzt erst glaube hier vorne war noch eine genau.

00:46:09: ich habe sie aber auch vom Schirm.

00:46:11: Herr Unglaube dann.

00:46:12: und Frau Schubert

00:46:15: Ich wollte das Problem noch ein bisschen weiter fassen.

00:46:18: bevor die Leute in den Behörden auf Sprachschwierigkeiten stoßen können müssen Sie erstmal reinkommen in die Behörde.

00:46:25: mir sind mehrere Fälle bekannt zweiter von persönlich, wo die Arbeitgebenden einen bestehenden festen Arbeitsvertrag kündigen mussten.

00:46:35: Weil die Ausländerbehörde nicht in der Lage war ihnen eine Verlängerung ihrer Arbeitserlaubnis zu erteilen.

00:46:42: das war beiderseits wirklich.

00:46:43: sie haben die illegal sogar noch weiter beschäftigt.

00:46:46: eigentlich hätten sich schon längst raus setzen müssen und dann irgendwann ging es nicht mehr ist die kriechten einfach keinen Termin bei der ausländer Behörde und der Arbeitgeber musste kündig.

00:46:57: Das finde ich also wirklich dramatisch.

00:47:00: Vielen Dank für den Wortbeitrag, da hinten war noch eine Wortmeldung?

00:47:04: Ja hallo!

00:47:04: Ich bin Sarah Nagel, ich bin Jugendstadtredin in Neukölln und das Thema Ämter hat mich jetzt natürlich auch besonders angesprochen.

00:47:12: Ich wollte einen Aspekt nochmal hervorheben.

00:47:15: Also das ist natürlich seitens der Behörden auch ne große Aufgabe sich einzustellen darauf dass Menschen ankommen und erst mal Beratung brauchen oder einfach grundsätzlich Orientierung brauchen und dabei ist Sprachmittlung unheimlich wichtig.

00:47:35: bei Kindern und Jugendlichen nochmal umso mehr, weil es da tatsächlich ja noch mal mehr um Fachkräfte und persönliche Beziehungen geht.

00:47:42: Weil die Kinder erst einmal Bedarfe haben an Kita-Plätzen oder an Schulplätzen und an Jugendarbeit und auch ein Recht haben auf Jugendararbeit.

00:47:53: Da möchte ich gar nicht grundsätzlich gegen die Verwendung von KI sprechen.

00:47:58: Das passiert in den Behörden, dass langsam losgegangen wird aber die persönlichen im Ende nichts ersetzen.

00:48:05: und da haben wir in den Bezirken natürlich schon immer wieder die Herausforderung, dass zwar manchmal auch nochmal plötzlich zusätzliches Geld kommt.

00:48:12: Das hatten wir jetzt gerade im Kontext Flucht noch mal zusätzlich Projekte gemacht werden konnten aber die stabile Finanzierung von Angeboten ist halt regelmäßig einfach ein Problem.

00:48:24: das ist vorhin auch schon angerissen worden.

00:48:26: Aber es gibt, das möchte ich nur kurz zwei positive Sachen hervorheben.

00:48:31: Es gibt in Berlin ja einen Partizipationsgesetz.

00:48:33: wenn man das als Verwaltungsmensch ernst nimmt, dann kommt man auch schon ein ganzes Stück weiter.

00:48:38: Und es gibt zum Beispiel bei den Jugendämtern die Familien-Servicebüros, die genau dafür da sind eine niedrigschwellige Anlaufstelle zu sein.

00:48:46: Wenn ich jetzt sage, niedrigchwellige anlaufstelle denke ich schon wieder.

00:48:48: also versteht auch kein Mensch aber das ist eben ein Ort wo man hingehen kann und sich zu unterschiedlichen Anträgen beraten lassen kann und in Neukölln z.B.

00:48:58: auch in mehreren Sprachen und das ist ne Aufgabe dass wir das zur Verfügung stellen und erhalten und ausbauen, weil das tatsächlich ziemlich unkompliziert ist.

00:49:07: Da hat man halt vieles an einem Ort gebündelt.

00:49:10: Vielen Dank Herr Unglaube!

00:49:11: Und dann komme ich da wieder zurück.

00:49:14: Ja, ich wollte noch mal sagen also dass das Thema Sprache ist ja das eine.

00:49:18: aber man darf natürlich auch nicht vergessen wenn ich nur noch Möglichkeiten habe und es auch so gewünscht und fossiert ist, dass sich digital Anträge stellen.

00:49:27: Jeder kennt das.

00:49:28: Es gibt vorgefertigte Formulare und wenn dann die Antwort nicht in dieses Feld passt oder eben Diskreuzchen nicht passt an der Stelle, dann kommt man sofort auch als jemand, der der deutschen Sprache mächtig ist eine große Probleme dass man diesen Antrag digital gar nicht versenden kann.

00:49:45: Wie

00:49:45: lösen wir das Problem?

00:49:46: Genau.

00:49:47: Wir lösen dieses Problem sicherlich erst mal dadurch, dass wir die Menschen damit nicht alleine lassen und dass wir sie begleiten.

00:49:54: Da bin ich bei dem Thema unserer Migrationsdienste.

00:49:57: Das ist ganz, ganz wichtig.

00:49:58: Das heißt, wir brauchen die Digitalisierung und trotzdem auch mehr Menschen in den Behörden?

00:50:04: Wir brauchen mehr Menschen in den Behörden, dahingehend dass wir beides anbieten müssen.

00:50:09: Wir können nicht sagen es ist jetzt nur alles digital und jetzt brauchen wir weder die Menschen in dem Behören und damit haben wir gar keine Probleme mehr und alles ist gelöst weil dass der Technik überlassen, sondern wir müssen eben auch sicherstellen.

00:50:21: Dass auch der analoge Weg nach wie vor möglich ist.

00:50:25: und letztendlich muss man sagen, dass wir die Möglichkeit haben aus den Beratungskontexten heraus Menschen weiter vermitteln können nicht in die Situation kommen das Menschen dann plötzlich völlig allein gestellt sind Auch überhaupt den Zugang zu den Behörden zu bekommen.

00:50:44: Das war ja gerade schon mal Thema Und da kommen wir, glaube ich, an große Herausforderungen.

00:50:49: Dass wir im Sinne einer gleichberechtigten Teilhabe auch es möglich machen müssen, dass die Menschen eben sowohl begleitet als auch analog Möglichkeiten haben sich am Behörden zu winnen.

00:51:02: Vielen Dank!

00:51:05: Genau Judith Kerber von der Diakonie.

00:51:08: Ich wollte einfach nochmal nachhaken, ich finde es sind schon total wichtige Punkte genannt worden aber was ich finde das auch noch mal klar wird.

00:51:14: wir haben eine unglaublich komplexe Gesetzeslage Wir haben einen unglaublich Komplex Zuständigkeitsregelung.

00:51:20: Das heißt ja wir brauchen die Sprache Aber wir brauchen auch jemanden der dazu berät weil das ist Das sind komplexe Kombinationen von Auf und Teilt, auf was habe ich denn dann Anspruch?

00:51:32: Das heißt es braucht eine Beratung.

00:51:33: Wir haben vorhin schon die Migrationssozialdienste als Thema gehabt.

00:51:37: Da gab es ja ein Wegfall von Verstärkungsmitteln.

00:51:40: Es ist nicht auskömmlich beraten in allen Bezirken in Berlin Und das ist ja ohne Frage notwendig dass aber eine Berätung stattfindet damit die Menschen zu ihren Rechten kommen.

00:51:51: Also wie können wir da konkret mit umgehen?

00:51:53: Als frage Was sind da ihre Vorstellungen?

00:51:56: An wen würden Sie die Frage am liebsten richten?

00:51:58: Auf jeden Fall an Herrn Hopp und dann Frau Sänge.

00:52:02: Dann, Frau Senge legen sie los!

00:52:05: Ja also... Wir haben ja ein sehr großes und vielfältiges Netzwerk an Beratungsstellen, unterschiedlicher Finanzierung, Bund, Landbezirke.

00:52:17: Es gibt die Migrationsberatung für Erwachsene es gibt den Migrationssozialdienstes, es gibt die migrantischen Vereine und Organisationen die eigene Beratung anbieten.

00:52:26: das ist unglaublich vielfällig.

00:52:29: Ich bin jetzt seit dreiundzwanzig im Abgeordnetenhaus und integrationspolitische Sprecherin, was mir in den zwei Jahren so ... also ich hatte Mühe das alles zu dich schauen sage ich ganz ehrlich.

00:52:39: Und ich habe Fachleute getroffen die mir gesagt haben.

00:52:43: ja wissen sie ich arbeite in diesem Bereich und ich bin immer damit beschäftigt mich selber Azure zu halten.

00:52:49: welcher Akteur ist denn?

00:52:50: wo kann ich die Leute hinschicken?

00:52:51: Wo wird welche Sprache gesprochen wie Sie brauchen?

00:52:53: Wo ist welche Fachexpertise vorhanden?

00:52:55: weiß ich dass eben auch schnell entwickelt?

00:52:58: Das heißt, was wir aus meiner Sicht auch bräuchten wäre eine gewisse Übersichtlichkeit.

00:53:04: Auch ein Standard?

00:53:05: Was wird in jedem Bezirk vorgehalten?

00:53:08: also diese Beratung die man wirklich in jedem bezirk auffinden muss und ist dann im besten Fall auch ganz nah an den Ämtern.

00:53:17: utopischen Fall sogar unter einem Dach.

00:53:19: Man kennt sich, man kann mal schnell rübergehen, man kan mal helfen und es direkt auch klären auf dem direkten Weg.

00:53:25: das wäre sozusagen der Idealfall von so nem Willkommenszentrum in den Bezirken.

00:53:31: da sind wir weit von weg.

00:53:33: ich sage auch nicht dass man die ganzen kleineren uns sehr spezialisierten Beratungsstrukturen dann nicht mehr braucht aber man hätte dann zumindest eine noch engere intensivere Vernetzung mit den Ämtern.

00:53:48: Ja, also für mich... Ich kann mich da anschließen aber ich glaube es ist vor allem wichtig dass wir diese Form der Hilfestellung und der Hilfesysteme weiter unterstützen.

00:53:59: Man muss sich ja eins vor Augen halten.

00:54:01: Also wir haben ja die ganze Trägerlandschaft und die Zuwendungsempfänger in diesem Bereich weil der Staat das alleine nicht schafft.

00:54:07: Es wird ja immer dann auch an Haushaltsverhandlungen gesagt sind freiwillige Leistungen?

00:54:10: Das stimmt nicht!

00:54:11: Das sind notwendige Leistungen, die wir eigentlich alleine schaffen müssten.

00:54:15: Und insofern halte ich das persönlich für sehr wichtig, dass im Bildungsbereich auch noch mal mit einer Wunschliste, dass wir da priorisieren und vor allem in Zeiten – wie sage ich es nochmal?

00:54:26: Wir werden auch in den nächsten Jahren weiter übrigens allen Bundesländern, Rücklaufende oder auch schwierige Haushalte haben.

00:54:33: Sofern die Schuldenbremse nicht geöffnet wird und die Vermögenssteuer nicht eingeführt wird, wird das auch weiter ein Problem für uns sein.

00:54:39: Und insofern geht es in den nächsten Jahren wirklich auch darum wie wir wo priorisieren?

00:54:44: Das muss passieren!

00:54:44: Gerade im Sozialen gerade in Bildung in der Frage wie die Hilfesysteme vor Ort sind aber auch in Kiez fußläufig da dürfen wir nicht sparen sondern dann müssen wir investieren.

00:54:55: Wir müssen bei diesem Punkt in die Kurve kommen und ich würde jetzt Frau Schubert und Herrn Unglaube dazu nochmal bitten.

00:55:02: Dann habe ich noch eine letzte Frage aus dem Publikum dazu, dann haben wir wirklich einen Strich und Sebastian du kannst schon mal aufschreiben Wir brauchen bei diesen Punkt Geld Leute das steht schon einmal fest.

00:55:15: Ich hab schon zwei kleine Hinweise darauf bekommen woher das Geld kommen soll laut SPD.

00:55:21: Gut,

00:55:22: aber jetzt Frau schubert bitte Danke.

00:55:28: Wir reden so allgemein von Behörden und von allgemeinen von Beratung.

00:55:31: Ich glaube, es gibt sehr unterschiedliche Situationen mit denen wir auch umgehen müssen.

00:55:34: wenn jemand als Asylbewerber hierher kommt aus einer Flucht hätte eine völlig andere Situation als jemand der hier einwandert oder sie arbeiten will und dann halt zum Leer geht und Arbeitserlaubnis braucht.

00:55:46: das sind ganz unterschiedliche Herausforderungen ganz unterschiedlichen Beratungsbedarfe oft auch sehr unterschiedlich psychische Belastungen mit dem man einen Umgang finden muss nicht immer für Digitalisierung, wo sie hilft.

00:55:59: Aber sie ersetzt tatsächlich ja das persönliche Gespräch und das Wissen der Beschäftigten.

00:56:04: was muss jetzt getan werden?

00:56:05: Wo kann ich hin verweisen?

00:56:07: Welche Hilfesysteme gibt es?

00:56:10: Das kann das alles nicht ersetzen.

00:56:11: und deswegen glaube ich tatsächlich wenn man in den Vielfalt der Gesellschaft investieren will dann braucht man Geld.

00:56:18: Die Landschaften deswegen, also wir hatten auch Kürzungen am ISP.

00:56:22: Aber das ist alles noch vergleichsweise harmlos gewesen im Vergleich zu anderen Bereichen.

00:56:27: Das ist tatsächlich die Investition in die Zukunft dieser Stadt wenn wir weiterhin die soziale Infrastruktur, die wir haben ausbauen, verstetigen und vervielfältigen.

00:56:38: Und da ist KI, da ist Digitalisierung ein Hilfsmittel aber es ist keine Lösung.

00:56:42: und das ist glaube ich eine zentrale Erkenntnis, die ich aus... Jetzt bin ich schon ein bisschen länger dabei.

00:56:49: Auch aus diesen vielen Jahren wo ich mich damit beschäftige und viele Akteure kommen und gehen sehen wirklich gelernt habe.

00:57:00: wir müssen in den Menschen investieren, in die Menschen.

00:57:03: Daran hängt diese Gesellschaft.

00:57:05: Und wenn wir das schaffen und Digitalisierung als ein wichtiges Hilfsmittel nehmen, umso besser?

00:57:10: Wenn der Bund nicht aufhört, Obstruktionspolitik zu machen, sage ich jetzt mal Beispiel, Integrationspurser hat aber auch in den Asylverfahrensberatung überall zieht er sich zurück.

00:57:21: Das macht es natürlich dann doppelt schwer für einen Land oder gar für Kommunen da in irgendeiner Weise die Infrastruktur aufrechtzuhalten.

00:57:27: Es ist so dumm dass es klappt!

00:57:30: Bevor wir zu den Integrationskursen kommen, Herr Unglaube und dann gebe ich da nochmal rüber.

00:57:35: Ja Geld war schon ein ganz gutes Stichwort an der Stelle.

00:57:39: Ich weiß nicht, ob es wirklich allen bekannt ist an der Stelle.

00:57:42: Also wenn wir von diesen Projekten Migrationsfachdiensten-Migrationsdienste sprechen heißt das natürlich auch im Zuwendungsgeber und Zuwendungsempfänger waren gerade die Stichwörter.

00:57:54: Das heisst aber wie auch als Träger als Diakoniwerk Simeon Wir haben entsprechende Eingernteile in diesem Projekt Und es kann nicht die Lösung sein, wenn die Projekte MBE, also Migrationsberatung für Erwachsene und MSD, Migrations-Sozialdienst.

00:58:10: Wenn auf Bundesebene und auf Landesebene gekürzt wird das dann die Gleichung lautet damit trägt der Träger ein automatisch einen höheren Eigenanteil.

00:58:18: Ich will ganz deutlich sagen bei uns ist es eben so dass in diesen Projekten in diesen Migrationsdiensten haben wir die höchsten Eigenanteile im Vergleich zu anderen zugwendungsfinanzierten Projekts.

00:58:30: Ich kenne das aus der Trägerlandschaft.

00:58:32: Das gibt eine Menge Unruhegrad, die da gerade passiert und es gibt auch Tendenzen bei einigen Trägern sich aus Bereichen zurückzuziehen Und das wäre völlig fatal in der Situation.

00:58:43: Wir hatten das Thema vorhin Da ging es um Container.

00:58:46: Ich bin ja kein Freund von diesem Großunterkünft, das wurde schon deutlich.

00:58:50: Aber jetzt zu sagen nur weil die Situation vielleicht gerade anders ist als vor einigen Jahren noch sich aus diesen Bereichen zurückzuziehen und zu gucken wo wir da vielleicht auf Landes- und auf Bundesebene einkürzen können?

00:59:02: Das ist ein völlig fatales Signal!

00:59:06: Vielen Dank.

00:59:07: und dann einen letzten Beitrag zu diesem Themenkomplex.

00:59:14: Mein Name ist Maria Macher.

00:59:15: Ich arbeite auch bei der Diakonie hier im Fachbereich, im Projekt Stadtteilmüttert und ich möchte gerne zwei Punkte ergänzen bzw.

00:59:25: zwei Wünsche aussehen die sich aus meiner Arbeit ergeben.

00:59:29: Einmal Herr Hoppe sie haben vorher gesagt dass die interkulturelle Eröffnung der Ämter vorangetrieben werden sollte.

00:59:37: Das sehe ich auch so und es ist schon in den letzten Jahren sehr viel passiert, wir haben wirklich egal welcher Ämtern inzwischen viele Menschen mit Migrationsgeschichte oder ohne Migrations Geschichte, die inter kulturell kompetent sind was sich aber sehr vermisse Und was die Arbeit der Stadtteilmütter sehr erschwert, dass die Muttersprachen dieser Menschen nicht einbezogen werden und nicht geschätzt werden.

01:00:02: Das heißt wir haben vielleicht einen arabischsprachigen Mitarbeiter, der bei einem Amt sitzt darf aber seine Muttersprüche nicht einsetzen und es müssen externe Menschen mitgenommen werden um dann eben für Sprachmittlung dazustehen.

01:00:17: und das wünsche ich mir wenn wir über interkulturelle Eröffnung reden.

01:00:21: Das kostet kein Geld, die Menschen sind ja da.

01:00:27: Also Behördensprache Deutsch aber wenn die Kompetenzen da sind sollten sie auch eingesetzt werden.

01:00:34: und der zweite Punkt es ging um Digitalisierung und Verwaltungen Und wir haben im Sommer die Erfahrung gemacht mit der Senatsverwaltung ASGIVA, die tatsächlich Ressourcen in die Hand genommen hat und für drei Mitarbeiter eine Extraabteilung geöffnet hat.

01:00:53: Die Abteilung heißt zentrale Ansprechstelle Zuwendung und diese Mitarbeiter hatten die Aufgabe eben für Digitalisierung, Vereinfachung, Optimierung zu sorgen in den Zuwendungsprojekten das haben sie auch getan der Vorschläge erarbeitet, neue Verwaltungsfortstiften vorgestellt auch für Träger

01:01:15: im Juli.

01:01:16: Und dann haben wir gefragt ja okay und wie ist das mit der Umsetzung?

01:01:21: Hieß es Ja also in diesem Jahr nicht sondern erst mit den neuen Bescheiden im neuen Jahr werden diese Vorschlage umgesetzt.

01:01:29: aber schauen Sie sich bitte die Bescheide an weil Es ist nicht verpflichtend für alle Abteilungen.

01:01:36: So, dann haben jetzt die neue Bescheider im Januar und ... Die neuer Verwaltungsvollstiften wurden nicht umgesetzt.

01:01:44: Da frage ich mich auch, warum investiert man in so etwas?

01:01:48: Also da hat sich tatsächlich eine Verwaltung auf den Weg gemacht, viel Zeit und Geld investiert... Und die Vollstifte sind dann optional?

01:02:08: Gab es noch eine Wortmeldung?

01:02:09: Okay Sebastian wir müssen weiter klickern, sonst kommen wir nicht mehr durch mit den anderen Punkten!

01:02:15: Kurzer Kommentar von dir.

01:02:18: Also ich hatte gerade ein bisschen die Frage im Kopf, als die Dame der Stadtherrmüttern die interkulturelle Öffnung erwähnt hat und die Muttersprache nicht einbezogen werden können habe ich mich gefragt haben vielleicht unsere Politiker im Raum eine Meinung dazu warum das nicht möglich ist?

01:02:35: weil es eigentlich nach meinem empfinden etwas was schnell enderbar wäre aber wahrscheinlich rechtlich nicht möglich?

01:02:43: Und dann hatte ich noch eine Frage, inwieweit die Unterstützung der Wirtschaft in diesen Bereichen vorhanden ist.

01:02:50: Also natürlich ist es aus meiner Sicht kein Zuständigkeitsbereich der Wirtschaft aber inwie weit gibt es denn da halt die Unterstützung?

01:02:58: vielleicht bei Ämterbesuchen oder sonst irgendwie?

01:03:01: Frau Petersen vielleicht gleich.

01:03:03: Ich glaube die Unternehmen, es kommt ein bisschen darauf an wenn man jetzt mal Menschen mit mir die zuwandern ob es eine Erwerbsmigration ist oder ob man aus humanitären Gründen einwandert.

01:03:13: Die Unternehmen sind natürlich immer darauf bedacht dass das auch schnell geht.

01:03:17: sie rufen auch da manchmal an und wollen wissen wie können Sie das handhaben?

01:03:21: Es sind dann halt oft komplizierte Verfahren die dann auch aus der Wirtschaft sei denn nicht nachvollziehbar sind.

01:03:27: wenn zum Beispiel jemand Ein Aufenthaltszitel hatte, weil er Auszubildender war und die wollen ihn gerne übernehmen.

01:03:33: Dann geht das aber erst wenn der Aufentaltszitel geändert ist.

01:03:35: Das geht dann sehr schwer.

01:03:37: Das macht es dann sehr kompliziert in diesen ganzen Sachen.

01:03:41: Die Rechtslage ist schwieriger.

01:03:44: Die Unternehmen versuchen schon und begleiten auch.

01:03:47: Es ist eher an den Kleinigkeiten, die es manchmal schwer machen, wo man nicht eingreifen kann.

01:03:57: Und zu der anderen Frage?

01:03:59: So ein bisschen den Kopf ugen, als Sebastian gesagt hat.

01:04:05: Das können wir doch mal schnell machen jetzt.

01:04:08: Also rational würde ich das auch sagen?

01:04:11: Ich glaube dass hier einen Grund oder eine Ebene sehr viel tiefer liegt und die würde ich beschreiben als Verwaltung und es gilt übrigens auch für Bildung und das Bildungssystem atmet immer noch sehr das preußische ein preußischen Geist.

01:04:25: Und ich glaube, das ist dann halt schon eine Frage von Kulturwandel die wir angehen, wo ich auch recht geben würde.

01:04:31: Wir sind da weitergekommen aber es ist jetzt nicht trivial.

01:04:33: Ich würde schon sagen dass im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten ist ja mehr möglich wie eben auch beschrieben wurde und würde auch sagen eigentlich schneller umsetzbar sehr aber auch jetzt in meinem Fachbereich Bildung, wie schwer das eigentlich ist ein System von innen heraus eben dann auch zu einem Kulturwandel zu bewegen.

01:04:53: Insofern bin ich an dem Punkt einfach ein bisschen skeptisch, wie schnell das dann geht.

01:04:56: Aber ich sehe sozusagen die Zielsetzung und auch die Umsetzung und auch Die Notwendigkeit für das stimmig absolut zu.

01:05:03: Wir folgen Ihnen bei der Fossierung dieses Kulturwandels

01:05:06: gerne.

01:05:07: Ich hatte bei einer vorherigen Diskussion einen Beitrag von Engelbert Lüttgedeildrup den BER Eröffner langjährige Erfahrungen mit Verwaltung.

01:05:17: In der gesagt hat, es dauerte zehn Jahre.

01:05:21: aus seiner Sicht das ein Verantwortlicher, der um Platz bleibt eine Verwaltung dieser Kulturwandel beibringen kann.

01:05:29: Das bedeutet bedeuten dass die zuständigen Senatoren zehn Jahre durchhalten muss um die Verwitung unter sich einem Kulturwandel zu unterziehen.

01:05:39: Das ist eine schwierige Aufgabe.

01:05:45: Staatssekretäre müssen dabei sein, selbstverständlich und nicht gegen die Senatorin arbeiten.

01:05:49: So jetzt kommen wir zum Thema Bildung und Teilhabe und es ist mir fast schon angeklungen ich mache mal eine kurze Runde.

01:05:57: welche Auswirkungen hat denn tatsächlich aus ihrer Sicht konkret der Stopp der Integrationskurse?

01:06:03: Nicht für alle aber eben für diesen benannten doch nicht ganz unerheblichen Personenkreis.

01:06:08: Herr Unglauben mögen Sie vielleicht beginnen.

01:06:13: Also sagen wir mal so das ist natürlich in schon ein sehr krasses Zeichen an der Stelle, denn wir haben natürlich die Situation dass wir damit auch Menschen den Zugang zu Ämtern erschweren einfach aufgrund der sprachlichen Situation.

01:06:33: Wir laufen Gefahr das wenn eben weniger Menschen auch die Sprachkenntnisse erwärmen können, dass wir Gefahr laufen auch gesellschaftliche Ressentiments zu erleben.

01:06:46: Das ist sicherlich eine große Herausforderung.

01:06:49: Und jetzt zu sagen, man sieht dieses ganze Thema immer nur arbeitsmarktpolitisch greift mir an der Stelle ehrlich gesagt zu kurz.

01:06:59: Frau Sänger als integrationspolitische Sprecherin der CDU können Sie nicht da mal im Kanzleramt anrufen und dem Fritze erklären dass das keine gute Idee war.

01:07:08: oder wie ist Ihre Sicht darauf?

01:07:12: Also was ich gefragt und ungefragt erkläre es sinnvoll ist, wenn Menschen von denen wir wissen und ausgehen dass sie dauerhaft hier bleiben werden auch möglichst früh Deutsch lernen können.

01:07:26: Und jetzt haben wir diese Situation bei den Integrationskursen.

01:07:31: ich glaube man muss ja vielleicht noch mal kurz einen Schritt zurück gehen die Situation anschauen, wir hatten zwanzig-zweiundzwanzig Ausgaben für die Integrationskurse von knapp sechshundert Millionen Euro auf Bundesebene und zwanzighierenzwanzig über eins Komma zwei Milliarden also mehr als eine Vorderplung.

01:07:50: Und damit muss man erst mal umgehen.

01:07:52: so jetzt ist das ein relativ klarer Schnitt da die ganzen Kannbestimmungen im Gesetz Das heißt Personen, die freiwillig teilnehmen können.

01:08:04: Sie können immer noch zugelassen werden aber auf Selbstzahlerbasis.

01:08:07: das heißt es ist ein Weg sozusagen mit dieser Situation umzugehen.

01:08:13: was mir persönlich da jetzt fehlt ist die Frage wie wir diese Kurse an sich reformieren weil das ist ja auch etwas getan werden muss.

01:08:27: Es gibt genug Hinweise, dass die Abbrecherquoten zu hoch sind.

01:08:32: Die sind sehr lang, sie sind sehr teuer, Sie sind aber eben auch sehr wichtig.

01:08:36: und diese Diskussion wir wollen eigentlich die Kurse ausgestalten.

01:08:40: Wer bekommt, wer wird verpflichtet?

01:08:42: Wer bekommt Zugang.

01:08:44: Wer kann es als auf Selbstzahlerbasis machen?

01:08:46: und wie gestalten wir sie inhaltlich aus?

01:08:48: sind Sie differenziert genug für unterschiedliche Zielgruppen für Schnelllernar, für langsam Lerner, für parallel zur Arbeit das zu machen oder nicht?

01:08:58: ich glaube da haben wir eigentlich ganz viele Themen über die wir uns inhaltlichen alle die wir in diesem Bereich fachlich unterwegs sind mal auseinandersetzen müssten.

01:09:10: Also plädoyer für eine etwas differenziertere sicht.

01:09:12: ich versuche trotzdem noch mal mit dem holzhermarchen Herr hob wir geben milliardensumme für bäume aus in berlin.

01:09:21: könnte nicht ein teil davon vielleicht auch in integrationskurse umgeleitet werden als ersatz für das was der bund nicht mehr finanzieren will?

01:09:30: also ich bin jetzt hier kein vertreter der grünen aber ich möchte nicht gönne euch möchte nicht klimaschutz und klimaresolienz sozusagen gegen von der Frage der Integration spielen.

01:09:43: Also ich muss hier wirklich mal darauf antworten, weil ich habe hier einen klaren Dissens.

01:09:49: Wenn der Staat Menschen die herkommen sagt ihr könnt als Selbstzahler in Integrationskursin die reinwollt dann ist das eine Bankrotterklärung des Staates.

01:09:57: Punkt und man kann das haushalterisch sicherlich kann man sagen ja es hat jetzt mehr Geld gekostet.

01:10:06: aber wir wollen doch auch dass Integration gelingt.

01:10:09: Wir Und das ist eine völlig irrationale Entscheidung und, und es gehört auch mit dazu.

01:10:17: Es ist vor allem eine ideologisch geprägte Entscheidung einer März-Dobrind-Bundes-CDU die hier auf Abschottungskurs geht, die wesentliche Position der AfD im Grundsatzprogramm übernommen hat.

01:10:31: Das ist schädlich für die Wirtschaft, dass es schädlig für unsere Gesellschaft Katastrophal.

01:10:39: Weil es auch so angedeutet wurde, dass die Kurse nur für die da sind, die eher dauerhaft hier bleiben – also Entschuldigung!

01:10:45: Ein Großteil der geduldeten Geflüchteten bleibt dauerhaft hier.

01:10:48: Also wer das nach all den Jahrzehnten geflüchtete Erfahrungen, die wir haben nicht anerkennt und daraus nichts ableitet als Handlungsauftrag für die Politik?

01:10:58: Und übrigens auch bei den ukrainischen Geflüchteten ein Großteil Und darauf müssen wir uns einstellen.

01:11:06: Wenn wir jetzt dagen, die Tür ist zu für euch aber ihr könnt ja selber bezahlen was dazu führt dass sie nicht reinkommen dann produzieren wir die eigenen Fehler die wiederum rechtspopulisten rechtsextreme und auch leider eine bundes.

01:11:19: cdu ist ja ganz bewusst auch ne bundescdu an der stelle.

01:11:22: ich hätte mir schon eine klare positionierung von der lande cdu gewünscht Die das mit befeuert und mit einem diesen klima des rechts rucks brauchen wir über nichts weitere reden Worüber wir diskutieren?

01:11:35: Wir müssen aufhören, das Spiel der extremen Rechten zu spielen.

01:11:38: Das ist nichts anderes.

01:11:46: Es war leidenschaftlich gesprochen und dennoch kurz die Nachfrage.

01:11:50: Die Sozialdemokraten sind ja beteiligt an dieser Regierung.

01:11:54: Es ist zwar die Entscheidung eines Ministers aber dennoch die Frage kann die SPD dann nicht entschieden gegen angehen?

01:12:02: Das passiert ja, also wir haben sowohl auf der Bundesebene massiven Protest gegen diese Entscheidung.

01:12:07: Wir haben die von allen SPD-Landesverbänden und auch vor allem von den Bundesländern wo die SPD mit in der Regierung ist.

01:12:14: Selbstverständlich werden wir darüber sprechen was für konkrete Auswirkungen das wir Berlin hat und wiefern.

01:12:19: wird da auch adäquat nicht nur reagieren gegenüber dem Bund oder über den Bundesrat sondern auch wie wir da auch Kompensierungen schaffen können?

01:12:26: Das werden wir tun.

01:12:27: aber ich sage mal am Ende des Tages muss eine demokratische, große, immer noch Volkspartei entscheiden welche Richtung sie einschlägt.

01:12:35: Und ich sage bei allen Differenzen die wir haben im demokratischen Spektrum liebe CDU ihr seid ja auf dem falschen Kurs und der ist gefährlich für uns alle.

01:12:47: Frau Petersen, welche Auswirkungen vermuten Sie wird das haben auch für die Unternehmen?

01:12:54: Es ist generell ne ganz falsche Richtung.

01:12:56: Es ist ja so, die Boomer-Generation wird bald in Rente gehen.

01:13:00: Das heißt, die nächsten zehn Jahre werden sehr viele Erwerbstätigen aus dem Arbeitsdienst ausscheiden und wir haben nicht genug Menschen in Deutschland um diese Lücke zu füllen.

01:13:09: Wir brauchen vierhunderttausend Menschen durch reine Migrationen, die nach Deutschland kommen, um hierzu arbeiten Und das also einen anderen Weg gibt es nicht, um den Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten.

01:13:20: Menschen werden auch immer älter.

01:13:21: Das verschiebt sich ja auch nochmal, man braucht noch viel mehr neue Leute in der Pflege die ja auch noch mal die älteringen Personen auffangen.

01:13:28: das heißt wenn ich da ansetze kann nicht langfristig ist das für einen wirtschaftlichen großer Schaden, weil die Wirtschaft oder die Unternehmen können das ja in dem Ausmaß gar nicht auffangen.

01:13:38: Natürlich können sich Unternehmen zusammentun und Sprachkurse anbieten aber generell sendet es ein ganz falsches Signal.

01:13:44: dann ist natürlich auch so.

01:13:45: doch Deutschland muss auch schauen.

01:13:47: Es war lange Zeit ein sehr beliebtes Einreise-Land.

01:13:49: Es gibt aber mittlerweile auch sehr starke Konkurrenz.

01:13:53: Japan hat angefangen Fachkräfte anzuwerben, Korea das haben sie lange Zeit nicht gemacht die vereinigten arabischen Emirate.

01:14:00: Das heißt es ist jetzt nicht mehr so dass Leute kommen und man dann denkt mal gucken wie wir mit denen umgehen sondern Dass man für den nächsten zehn fünfzehn Jahre wirklich schauen muss Wie kriege ich Arbeitskräfte hier hin?

01:14:10: Und dann ist Integration ein ganz anderes Ding.

01:14:13: da geht nicht mehr Schaffen wir das oder wie kann Ich integrieren?

01:14:16: Sondern Wir brauchen diese Menschen.

01:14:20: Und dann wollte ich noch mal was sagen, es gab ja den Job Turbo.

01:14:23: Er wurde in einer sehr guten Studie mit Standford und allem ausgewertet und das ist tatsächlich so.

01:14:28: Ich habe es für mich mitgebracht

01:14:29: dass

01:14:31: durch die intensive Betreuung und den Spracherwerb, der dann der Arbeit vorgesetzt wurde eine Steigerung von hundertdreifzehn Prozent der Arbeitsaufnahme geschaffen wurde.

01:14:39: Und zwar nachdem alle Störfaktoren herausgerechnet wurden.

01:14:43: Das heißt wenn man so was sieht und sieht wie erfolgreich das war und dann hört man wir sparen da mal Dann ist es einfach nicht mehr nachvollziehbar.

01:14:57: Möchte doch bei Ihnen auch nochmal nachfragen.

01:15:00: Sie sagen Es wäre das falsche Signal wenn sich die Unternehmen engagieren würden und in die Lücke springen würden.

01:15:06: Aber ist das so wichtig?

01:15:07: Wäre es vielleicht nicht sogar ein tolles Signal, wenn die Unternehmen das tun würden um vielleicht auch der Regierung zu signalisieren wie wichtig das Thema für die Unternehmen selbst, sondern tatsächlich ja auch für das Land ist.

01:15:20: Weil die Wirtschaftskraft in einem leichtes Wachstum gerade wieder durch solche Dinge zu gefährden kurz und mittelfristig ist ja fatal.

01:15:29: also da wäre vielleicht es gerade ein tolles Signal wenn die Wirtschaft sagt Wenn die das tatsächlich nicht hinkriegen wir organisieren dasselbe

01:15:36: Das auf jeden Fall.

01:15:37: die Frage ist nur, wie man das in so einem großen Ausmaß organisieren kann.

01:15:42: Und ich glaube dann ist es eher die Frage.

01:15:43: Ich glaube Unternehmen machen das ja auch.

01:15:45: Es sind doch viele, die sich bemühen... Dann haben wir in Berlin ja auch nochmal den Sonderfall, es gibt hier auch sehr viele internationale Unternehmen wo Englisch gesprochen wird.

01:15:53: Das ist ja immer ein bisschen... Es gibt so verschiedene Bubbeln ne?

01:15:57: Da gibt's sehr viele bei denen das Gang und Gebe und dann gibt es welche wo nur das Deutsch ist.

01:16:02: Ich denke es ist auf jeden Fall eine Möglichkeit und sollte die Wirtschaft auch tun um sich nicht abhängen zu lassen international.

01:16:10: Allerdings ist es natürlich auch eine Frage der Politik wie man sich solchen Themen widmet.

01:16:18: Können wir dieses Konjunktiv Sebastian kurz stehen lassen mit dem Sollte oder müssen wir den noch irgendwie mehr kriegen?

01:16:27: Wir haben

01:16:28: heute

01:16:29: überproportional viele Konjunctive, die unter anderem auch am Geld hängen.

01:16:33: Aber ich bin froh wenn wir einige Gründzeilen hier haben und das funktioniert schon

01:16:39: erst mal.

01:16:41: Dann haben wir noch eine Wortmeldung zum Thema Integrationskurse von Frau Schubert Und Sie dürfen selbstverständlich auch Ihre Erfahrungen und Meinungen mit einbringen.

01:16:54: Grundsätzlich bin ich der Auffassung, dass Integrationskurse eine staatliche Aufgabe sind und das Aufgabe von Staat ist, Wege in die Gesellschaft zu öffnen.

01:17:02: Ich finde es völlig okay, wenn Unternehmen sagen wir bieten jetzt etwas was ich be zwei Kurse an damit die Leute schnell hier Fuß fassen sozusagen zusätzlich oder wir stellen sie frei.

01:17:12: Damit Sie abends in die Volksschule gehen oder was auch immer.

01:17:15: Ich glaube dass es da viele Möglichkeiten gibt aber das ist den Weg in die Gesellschaft gibt.

01:17:20: Das ist Aufgabe des Staates und darf er sich auch nicht rausmogeln.

01:17:24: Und das was da jetzt passiert is von einer Kurzsichtigkeit wie Marcel Hoppe sagt, auch von ideologischer Geprägtheit deutlich dass mich das wirklich ein bisschen fassungslos gemacht hat.

01:17:36: und wir reden hier über acht tausend Kurse allein im Land Berlin.

01:17:38: Da hängen übrigens auch eine Menge Arbeitsplätze dran da hängt eine Menge an Ressourcen dran, eine Menge An Expertise daran.

01:17:45: wenn ich mir vorstelle dass es alles wegfällt was passiert dann mit den Menschen

01:17:49: die diese

01:17:49: Kurse nicht mehr bekommen?

01:17:50: Die sitzen in ihren Unterkünften Mit der Familie, mit den Kindern.

01:17:54: Die Kinder kommen dann möglicherweise auch nur noch innerhalb der Unterkunft in die Schule.

01:17:59: keine Verbindung zu dieser Gesellschaft?

01:18:01: Da kann man sich in etwa vorstellen, was da passiert.

01:18:04: Also die Chancen, die wir eigentlich hätten durch Zuwanderung ob jetzt Fluchtmigration oder Arbeitsmigration ist ja erst mal egal Die verspielen wir hier völlig leichtfertig.

01:18:15: das ist menschenrechtlich eine Katastrophe.

01:18:17: aber es ist tatsächlich auch arbeitsmarktpolitisch Wirtschaftspolitik völlig kurzsichtig.

01:18:22: ich versteh's überhaupt nicht.

01:18:23: also selbst wenn ich irgendwie dreimal versuche mich in Herrn Dobrindt einzudenken und gucke wie werde ich alle Flüchtlinge los, weil ich sie nicht leiden kann.

01:18:30: Weil ich ja da vor der AfD los wegrenne.

01:18:33: Selbst wenn ich das versuchen würde mich da einzufinden, kann ich es nicht verstehen?

01:18:37: Wenn ich weiß wie hier die Arbeitsmarktlage ist und man sich gucke mal ein Krankenhaus an, wenn alle Menschen mit Einwanderungsgeschichte oder Fluchtgeschichte dort mal auch nur sagen wir streiken

01:18:48: mal eine Stunde

01:18:49: Dann ist dieses Krankenhaus lahmgelegt.

01:18:51: Wenn alle Busfahrerinnen, Straßenbahnfahrerin jetzt Landesberlin in der BVG sagen die Migrationshintergrund haben wir fahren jetzt mal eine Stunde nicht dann bricht hier das Verkehrssystem zusammen.

01:19:01: wenn alle

01:19:01: Verkäuferinnen und Verkäuer

01:19:03: in den Supermärkten mal sagen Jetzt ist aber mal Schluss Die Migrations Hintergrund haben da kriegt ihr keine was zum Einkaufen.

01:19:09: ich mein vielleicht merkt es auch Herr Dobrindt dass man somit Menschen nicht umgehen kann die hier den Laden am Laufen halten Und die auch künftig den Laden Am Laufen Halten müssen.

01:19:16: Wir Haben Sechsten Achtzig Prozent aller syrischen Gepflicht.

01:19:20: Menschen sind erwärbstätig.

01:19:22: Sozialversicherungspflichtig, erwärbstätig!

01:19:25: Bei den Ukrainern geht die Zahl auch immer weiter höher.

01:19:28: Auch bei den anderen wird die Zahl immer höher.

01:19:29: Sie haben es ja gesagt wie kann man denn so dumm sein?

01:19:32: Entschuldigung dass ich da jetzt auch so emotional bin aber das hat mich wirklich fassungslos gemacht weil das eine Sünder an der Zukunft dieses Landes und dieser Gesellschaft ist.

01:19:41: Punkt Dass Sie erfahren sind, in dem Thema haben wir an Ihren Beiträgen gemerkt.

01:19:49: Dass sie erfahren sind als Politikerin auch daran dass sich jetzt drei Minuten ist geschafft haben ohne Punkt zu sprechen und das Komma als Trampolin zu benutzen.

01:19:59: Anyway beim nächsten Mal versuche ich da noch früher reinzugehen.

01:20:03: Wir haben noch einen Wortbeitrag dazu?

01:20:05: Ich wollte eigentlich auch das sowas sagen wegen der Fachkräfte.

01:20:08: also wir suchen ständig Kinderärzte.

01:20:11: Also wir haben hier keine Kinderärste mehr die Neugeborene Kinder anmelden können.

01:20:19: Also es gibt wirklich Flüchtlinge, die ich schon als Erste in ihrem Heimatland gearbeitet habe aber die gesagt man dann durch der Politik oder durch die Bürokratie ihren Beruf nicht hier ausüben können.

01:20:34: also hier gibt wirklich in.

01:20:36: soweit ich weiß in Berlin gibt es viele erste Mangel.

01:20:41: also man sollte diesen Flüchtlingen als erster gearbeitet haben, die Möglichkeit geben dass sie ja in Deutschland auch zu Fuß fassen können und hier arbeiten können.

01:20:54: Vielen Dank!

01:20:59: Ich habe alleine zu diesem Thema jetzt noch so unfassbar viele Fragen.

01:21:02: ich versuche jetzt mal vielleicht schaffen wir das aus ein bisschen Speed Runde noch einzulegen.

01:21:11: Das Thema Willkommensklassen vielleicht im Koalitionsvertrag stand.

01:21:15: die Wartezeit auf einen Platz in einer Willkomsklasse wird verringert, wie sieht es denn aus?

01:21:20: Können wir dann Haken dran machen oder

01:21:25: können wir halben Haken daran machen?

01:21:27: also das System der Willkomstklassen muss ich sagen läuft Gut, das Problem was ich eher sehe ist insbesondere im Bereich der Großunterkünfte dass wir dort eine gesonderte Beschulung haben die zu wünschen übrig lässt.

01:21:41: Wir hatten auch mit der Bildungsnaturin insbesondere nach dem völkerrechtswedrigen Überfall von Putin auf die Ukraine und sozusagen in dem Zuge dass Geflüchtete aus der Ukraine hergekommen sind Auch die Debatte darum ob ukrainische geflüchtet Kinder- und Jugendliche auf ukrainisch unterrichtet werden sollten.

01:21:58: Und wir haben da hart miteinander gerungen.

01:22:01: Also für uns ist ganz klar, eben weil ein Großteil der Ukrainer hier bleiben wird.

01:22:05: Es ist so wichtig dass sie so schnell in der deutschen Sprache und auch auf Deutsch also auf Deutsch in den Fächern beschwult werden.

01:22:12: Und ich glaube was wir besser schaffen müssen und das da muss ich sagen Das ist eine Riesenaufgabe für die nächste Regierung.

01:22:20: Wir haben da auch Konzepte als SPD wie man es schafft die Beschulung der Kinder und Jugendlichen in den Großunterkünften möglichst schnell in das Regelsystem zu überführen.

01:22:30: Und möglichst schnell bedeutet übrigens auch an der gesetzlichen Frist, es gibt ein gesetzliches Recht auf Regelbeschulung und man muss leider auch sagen, dass bemängeln wir sehr, dass Berlin diesem Recht nicht gerecht wird.

01:22:43: Können Sie uns einen Sneak Preview geben?

01:22:45: Wie wollen sie das hinkriegen?

01:22:46: also wie kann der Übergang von den Willkommensklassen, die Regelklassen besser funktionieren?

01:22:51: Naja,

01:22:51: wir müssen uns differenzieren.

01:22:52: Also die Willkommensklasse gibt es ja auch an der Allgemeinbildenden Schule.

01:22:55: Ich war sieben Jahre Lehrer in Neukölln und in einer Clay-Schule in Rudow.

01:22:58: Dort hatten wir mindestens eine Willkomsklasse.

01:23:01: dort kommen die Geflüchteten Schülerinnen und Schüler an und werden er vor allem den Deutsch erstmal ermächtigen kommt dann relativ schnell ins Regelsystem in die Regelklasse.

01:23:09: das läuft ganz gut.

01:23:10: da würde ich sagen da können wir den Haken dran machen.

01:23:12: was Sie jetzt fragen ist wie kommen die geflüchtete Kinder von der sozusagen gesonderten Beschulung an den Großunterkünften möglich schnell ins Regelsystem?

01:23:19: Und das lösen wir dadurch, dass wir Filialstandorte von allgemeinbildenden Schulen gründen.

01:23:26: Das ist das was unser Konzept wäre, dass eben dort geflüchtete Kinder hingehen aber eben auch Berliner... also es sind auch Berlierer Kinder, aber sie wissen was ich meine?

01:23:34: Also ganz normale Schülerinnen und Schüler und das eine Durchmischung vor Ort stattfindet.

01:23:39: weil für ein funktionierendes System von Bekommensklassen brauchen Sie immer vor Ort auch Regelsystemen anders funktioniert es ja nicht, sonst ist ja gesonderte Beschulung.

01:23:46: Und davon müssen wir wegkommen.

01:23:50: und man muss auch sagen da sind sehr engagierte Menschen auch Lehrkräfte und Pädagoginnen die da arbeiten, die möchte ich gar nicht kritisieren.

01:23:56: aber das ist nicht ein System was zukunftsweisend ist und was vor allem kindgerecht ist.

01:24:02: Ich glaube dann muss noch mal den Schritt zurückgehen diese Beschulung gestartet hat, weil es in Berlin tausende Kinder gab die nicht in die Schulen gekommen sind geflüchtete Kinder und Es ist völlig klar dass das eine Übergangslösung sein muss.

01:24:18: Das ist keine Dauerbeschulung Sondern es erst mal so lange man in der Unterkunft ist Ist man in einer Beschulungen drin?

01:24:24: Und das gab es eben vorher für Tausende kinder nicht.

01:24:27: Ich war am freitag in der Willkommen Schule im Tempelhof habt ihr mir angeschaut Und Die Kinder lernen dort wahnsinnig schnell und sind da so lange, wie Sie mit Ihren Familien dort leben.

01:24:41: Und die Eltern können dann entscheiden, wenn sie in einen anderen Bezirk kommen, das Kind auch in die Regelschule zu geben dort.

01:24:51: Bei manchen braucht es ein bisschen, Sie zu überzeugen, weil diese Schule im Nahtschutzraum ist.

01:24:55: aber Sie machen das dann auch gerne, weil Sie eben dort sehr betreut werden und beraten werden.

01:25:02: Vorteil, das war mir auch vorher.

01:25:03: Es wusste ich nicht so dass dort Traumotherapeutische Angebote für die Eltern mitgemacht werden können.

01:25:09: also es ist wirklich eine Art Schutzraum.

01:25:11: Ich bin auch dabei.

01:25:12: am Ende ist Integration immer da wo alle gemeinsam sind und sich gemeinsam austauschen und Dinge tun zusammen.

01:25:20: aber ich glaube Das als Übergangslösung diese Schulen auch etwas

01:25:28: haben.

01:25:29: Es ist grundsätzlich wichtig und da müssen wir wieder zurückkommen.

01:25:32: Ich verstehe auch, ich habe das auch in einer krisenhaften Situation oder wenn das System nicht so schnell wächst wie sozusagen die Herausforderung dass man da Übergangsmöglichkeiten schafft.

01:25:43: aber wir müssen aufpassen Und ich würde sagen Wir sind da auch ein Stück weit drüber Dass eigentlich angedachte temporäre Überbrückungsangebote nicht dauerhaft werden.

01:25:54: und das passiert Und davon waren wir als Juniorpartner also auch sehr schrill und öffentlich, auch intern seit einigen Jahren.

01:26:04: Jetzt wo wir auch merken Geflüchtetenzahlen gehen auch zurück glaube ich ist auch die Zeit wo wir diese Debatte wieder verschärft führen müssen.

01:26:11: Wir müssen da Sorge tragen dass temporäre Lernangebote die wichtig sind temporär bleiben und das eben nach drei Monaten.

01:26:19: so ist der Rechtsanspruch ins Regelsystem zu kommen dass das eben auch Berlin erfüllt.

01:26:24: Welche Finanzierungsprobleme haben wir dabei?

01:26:27: Mein Eindruck ist, dass vieles eben nicht dauerhaft angelegt ist sondern gerade so Unterstützungsarbeit ja oft prekär und auch immer nur für ein Jahr und dann wiederholt wird.

01:26:40: Was kann man tun auch haushaltsrechtlich in Berlin?

01:26:43: Dass diese Strukturen die ja auch helfen bei Bildungserwerb das die dauerhaften installiert werden im Land Berlin.

01:26:54: Unglaublich!

01:26:58: Also ich würde gerne noch mal einen Schritt zurückgehen.

01:27:02: Was mir bisher hier noch in dieser Runde gefehlt hat, ist das ganze auch frühkindliche Bildung.

01:27:09: Stadtteilmütter sind ja heute bei uns präsent und die Stadtteilmittel ist ein ganz wichtiges Projekt wo wir als Träger der größte Träge übrigens auch in Berlin sind mit über neunzig Stadtteilmittern mittlerweile Und dabei geht es ja um die Themen Erziehung, Bildung und Gesundheit.

01:27:30: Also praktisch dann auch den Menschen diese Inhalte auch nahezubringen zu vermitteln innerhalb der eigenen Sprach-Community und natürlich auch mit der Zielsetzung dass es eben möglich wird das Kinder frühzeitig in die Kita gehen und dabei Unterstützung erfahren also die Eltern insbesondere dabei Unterstützung erfahren.

01:27:53: Wir haben ja mehrere Effekte bei diesem Stadtteilmütterprojekt.

01:27:56: Es geht ja zum einen darum, es ist ein Empowerment muss man ja sagen an der Stelle auch für die Frauen.

01:28:03: aber wir haben tatsächlich und das ist eigentlich sehr schade und sehr traurig an der stelle eben auch prekäre Beschäftigungsverhältnisse.

01:28:12: Sie hatten gerade

01:28:13: gesagt, wir

01:28:14: reden über befristete Stellen Das heißt also immer wieder nur Verlängerungen an der Stelle.

01:28:20: Wir haben sehr hohen Anteil an Teilzeit damit.

01:28:24: Und das ist gerade mit Blick auf die Planung und auch Weiterentwicklung, ist das für die Kolleginnen da an der Stelle eben nicht gut?

01:28:35: Ganz ehrlich, Stadtteilmütter gibt es jetzt seit über zwanzig Jahren und wir sprechen immer noch vom Stadtteil-Mütterprojekt.

01:28:41: Insofern muss ich mich fragen was hat dieser Begriff Projekt eigentlich dann noch zu suchen?

01:28:45: Wir müssen ja in eine Institutionalisierung kommen!

01:28:48: Aber Herr Unglaub, das war genau meine Frage.

01:28:51: beklagen ist das eine, aber was kann man denn tun damit wir aus diesem Projektstatus und der immer wieder Verlängerung herauskommen?

01:29:00: Also sicherlich ist das ein grundsätzliches Thema.

01:29:02: Wir sind da im zuwendungsfinanzierten Bereich unterwegs.

01:29:06: Das kann man so sagen, dass Zuwendungsrecht so wie es heute besteht ist für diese Zwecke nicht praktikabel.

01:29:13: Das heißt wir haben die Situation dadurch das wir immer Bewilligung für jeweils nur ein Jahr haben kommen wir in die Situation, dass wir befristete Arbeitsverträge haben.

01:29:22: Wir kommen in die situationen Dass wir zuwendungsbescheide erst im laufenden jahr bekommen.

01:29:27: das heißt also auch Für uns als Träger stellt uns das vor große Herausforderungen.

01:29:31: das heißt wir gehen Jährlich mit mehreren Millionen Euro ins Obligur ohne zu wissen, inwieweit wir da auch entsprechend die Zuwendungsmittel bewilligt bekommen und in welcher Höhe wir sie bewilligt bekommen.

01:29:43: Das heißt, wir wissen zudem Zeitpunkt nicht wie unsere Eigenanteile aussehen.

01:29:47: Und das ist etwas was wir in kein anderen Bereichen haben.

01:29:50: Das heisst also es muss grundsätzlich müssen gewisse Dinge im Zuwendungerecht sich verändern.

01:29:56: Und dass ist insbesondere das wenn Sie es konkret wissen wollen Wir brauchen längere verlässlichere Zeiträume mit denen wir planen können und mit denen wir arbeiten können.

01:30:06: Und auch mit Blick auf unsere Mitarbeitenden an der Stelle, dass eben da eine gewisse Verlässlichkeit und auch Ausdruck der Arbeit und der wichtigen Arbeit als Ausdrucks der Wertschutzung eben noch stattfindet.

01:30:18: Gut!

01:30:19: Ich frage nochmal in die Politik rein was wäre der Weg um das zu machen?

01:30:25: Brauchen wir da andere Gesetze für?

01:30:27: Geht das unterhalb der Gesetzeschwelle?

01:30:29: Was braucht es dafür?

01:30:32: Also erstmal muss man glaube ich trotzdem nochmal für ein differenziertes Bild sagen Projekt, da gebe ich recht eine Kritik an den Begriff der Stadtteilmütter ist ja über Jahre gewachsen.

01:30:41: Da sind wir auch stolz darauf, dass eine Neuköllner-Initiative... Ich möchte auch sagen eine Neu-Köllner Sozialdemokratie Initiative an der Stelle wo wir stolz sind das auch das Land hier reingegangen in diese Projektförderung.

01:30:54: Wenn man sich aber darüber unterhält, wie wir – also ich sage mal, wir haben eine andere Debatte beim Demokratiefördergesetz.

01:31:00: Da geht es ja auch um die Frage, wie man im Zuwenderveränderungsbereich in der Frage Demokratie-Stärkung für mehr Planungssicherheit, für mehr Sockelfinanzierung gewährleisten kann?

01:31:09: Ich glaube dass das vielleicht ein Konstrukt wäre, worüber man tatsächlich nachdenken kann nicht im Demokratiefödergesetz sondern sozusagen parallel nochmal die Frage Wie man im Bereich Integration zu einem Integrationsfördergesetz kommt.

01:31:21: Das ist wirklich eine SockelFinanzierung.

01:31:23: Es geht ja nicht nur um das Projekt der Schottermütter, es geht generell um den breiten Bereich der Zuwendungsempfänger und das ist glaube ich etwas wo wir durchaus dann nochmal eine Diskussion gehen müssten.

01:31:33: Inwiefern das möglich ist?

01:31:34: Ich will aber auch sagen... Ich sage noch mal, ich will gar nicht mehr in diese Rolle kommen.

01:31:38: Ich bin gar kein Haushälter dass wir natürlich trotz alledem finanzielle Nöte haben in den nächsten Jahren die wir seriös beantworten müssen.

01:31:45: also wie können jetzt hier nicht sitzen und sagen wir können alles auf Dauer finanzieren?

01:31:49: Also ich muss sagen nur einen letzter Satz!

01:31:52: Ich bin total froh das wir in den letzten Haushaltsverhandlungen geschafft haben das im Bereich der Stadtteil Mütter kam es ja nicht zu einem Aufwuchs wie eigentlich geplant, aber das auch wirklich jetzt nicht eine gravierende Kürzung eingeschlagen hat.

01:32:02: Das war für uns erst mal ein Erfolg angesichts der roten Zahlen und Rücklauf im Haushalt unter Beträge die wir einsparen mussten in allen Ressorts.

01:32:10: Wir haben hier hinten noch ne Frage zum... Ja, ne Vermerkung!

01:32:15: Also zu der Frage, was würde helfen?

01:32:18: Kann ich aus dem Bezirk Neukölln sagen es wäre schon mal eine Hilfe.

01:32:22: Wenn das, was Marcel Hopf vorhin auch angesprochen hat, was als sogenannte freiwillige soziale Leistung firmiert, was unbedingt Notwendige oftmals auch gesetzlich festgeschriebene Leistungen sind wenn man das in den landesweiten Gesetzen besser schützen würde.

01:32:39: also Ich mache das ganz kurz Ein bisschen plastischer.

01:32:44: im Jugendförder- und Beteiligungsgesetz ist die Jugendarbeit ein bisschen besser geschützt, als zum Beispiel die Jugendsozialarbeit oder die Schulsozialarbeit.

01:32:54: Und deswegen ist wenn in den Bezirken gekürzt werden muss was natürlich per se schon schlimm ist das überhaupt stattfindet.

01:33:03: dann zuletzt bei der Jugendarbeit Und das zeigt, dass man da mit ein paar gesetzlichen Änderungen die man wirklich umsetzen kann schon auch dafür sorgen kann.

01:33:13: Dass die Diskussion in den Bezirken anders laufen unter andere Entscheidungen getroffen werden was ich sehr begrüßen würde.

01:33:19: und Ich habe den Eindruck also wir enden ja jetzt hier ganz oft bei der Frage der Finanzierung eine grundsätzliche Sicherung von der Arbeit von Fachkräften von den Ämtern, die wird aus meiner Sicht langfristig nicht ohne Umverteilung von Reichtum funktionieren.

01:33:42: Also zumindest die Schuldenbremse wurde ja schon angesprochen.

01:33:46: aber es gibt ein paar Dinge, die kann man tatsächlich pragmatisch im Bezirk oder mindestens im Land Berlin regeln.

01:33:53: Wenn man das alles festlegt, braucht man natürlich auch das Geld um das zu finanzieren.

01:33:57: Die Frage ist dann wo kommt das her?

01:33:59: und ich habe wirklich den Eindruck dass wir an einem Punkt sind, wo wir uns ganz ernsthaft fragen wollen welcher Gesellschaft wollen wir denn leben?

01:34:07: Es ist ja gar keine Frage.

01:34:08: es weiß bei der Veranstaltung die Frage gestellt braucht Berlin Zuwanderung?

01:34:11: ist noch gar keine frage.

01:34:12: also wir brauchen sie und sie passiert ja auch und nicht erst seit gestern.

01:34:16: aber wir müssen uns doch realistisch damit auseinandersetzen welche soziale Infrastruktur wir brauchen rund um Bürgergeld und Zuwanderung, wie sie jetzt auf der Bundesebene geführt werden.

01:34:30: Die sind einfach absolute schädliche Ablenkungsmanöver helfen uns überhaupt nicht

01:34:36: weiter.".

01:34:37: Okay

01:34:38: so

01:34:41: ich weiß Frau Schubert Sie haben sich noch mal gemeldet.

01:34:43: wir müssen aber wirklich Sebastian zum nächsten Punkt Arbeit kommen, den müssen wir noch machen.

01:34:49: Wir sind schon eigentlich hoch über die Zeit und wir werden auch nicht mehr viel darüber reden können.

01:34:53: aber ich bitte um Verständnis dass wir da nochmal hinspringen weil es ist wirklich wichtig.

01:34:56: und meine erste Frage wäre und das ist eigentlich die Killerfrage was können wir tun damit Menschen die zu uns kommen gemäß ihrer Qualifikation möglichst schnell in ihrem erlernten Beruf arbeiten können?

01:35:12: Zu ihren Nutzen und zu unserem Nutzen.

01:35:17: Ich glaube, man muss auch mal unterscheiden.

01:35:19: Es gibt ja nicht für alles eine Berufsbezeichnung!

01:35:21: Also wir haben die regimentierten Berufe, die gibt es normal aber dann haben wir... wenn ich Geschichte studiert habe, dann hab' ich ja nicht einen Beruf gelernt und ich glaube dass man vom Mindset das Ganze ein bisschen ändern müsste, dass man vielleicht mehr denken müsste.

01:35:32: okay welches Skills bringe ich mit?

01:35:34: Dass man in moderneres Mindset geht und wegkommt von dieser sehr starren Berufs-Bezeichnung.

01:35:40: Ich weiß nicht was haben Sie studiert.

01:35:42: Was ich studierte habe, ich habe keinen Beruf studiert.

01:35:45: Eben, das meine ich ja.

01:35:46: Das ist die Frage was man... Ich

01:35:47: bin Journalist!

01:35:48: Was denken Sie?

01:35:51: Auf welchem Qualifikationsniveau Sie quasi dann arbeiten könnten?

01:35:54: Das meine ich.

01:35:55: es ist das Mindset dahinter müsste sich ändern.

01:35:58: Es kann nicht sein, dass wir immer noch denken.

01:35:59: Ah ja da ist das und es entspricht nicht mehr, es entspringt auch nicht der Wirtschaft.

01:36:03: Auch wenn Deutschland wettbeherftig bleiben will, kann man nicht mehr so denken.

01:36:08: Man muss anders denken.

01:36:09: Und ich glaube, da fängt schon an... Das ganze Narrativ muss sich ein bisschen ändern wie das Intermigration nichts, kein Problem oder was Schlechtes ist sondern dass es eine Chance ist und auch notwendig ja an dem Glaubenssitzen arbeitet und dort anfängt.

01:36:25: Und dass man wegkommt von diesen Starren, ich weiß die Bundesagentur teilt Leute ein ne?

01:36:29: Es ist Helfer es ist Spezialist es ist Experte.

01:36:33: im bestimmten Bereich macht das auch Sinn auch mal sie nicht.

01:36:35: bei Ärzten macht vielleicht auch Sinn zu schauen.

01:36:37: Ist der auch Arzt?

01:36:37: aber ansonsten ist er wirklich sehr schwierig.

01:36:41: Ich bin Psychologin Aber ich arbeite jetzt auch nicht als Psychologe.

01:36:44: Das heißt wenn ich jetzt irgendwo hingehen würde wo würde man mich einstufen?

01:36:49: Das

01:36:49: weckt

01:36:50: davon.

01:36:50: Es ist sehr, sehr star und es passt nicht mehr an unsere

01:36:53: Welt.".

01:36:54: Also der Ruf lassen Sie mich durch!

01:36:55: Ich bin Arzt sollte nicht reichen.

01:36:57: Ja das ist doch schon mal gut.

01:37:01: Herr Unglauber was sind ja selber auch Arbeitgeber von tausendfünfhundert Menschen?

01:37:08: Und was ist Ihre Idee?

01:37:11: Was kann man da tun dass dieser Pfropfen sich löst?

01:37:15: Also wir erleben das jetzt im Moment auch gerade ganz praktisch.

01:37:19: Wir haben auch die Situation, wir haben einen großen Bereich der Pflege der alten Hilfe an dieser Stelle und mit der Pflegefachkräftemangel ist ja auch schon mal hier angeklungen.

01:37:31: Das ist ja ein gesellschaftliches Problem Und wir sind momentan im Rahmen eines Pilotprojektes auch, dass wir tunesische Fachkräfte bei uns beschäftigen.

01:37:43: Die dann natürlich – obwohl man muss sagen ein Bachelorabschluss in Tunesien erlangt haben Die Pflegefachkraft heißt bei uns Ausbildungsberuf, um das nochmal zu sagen.

01:37:55: Bedeutet dass sie entsprechend auch Anerkennungsverfahren durchlaufen müssen und eben noch nicht in dieser Form wie Sie es eigentlich gelernt und praktiziert haben bei uns in den Einrichtungen tätig sein dürfen.

01:38:09: Das ist für uns natürlich auch mit Blick auf die Refinanzierung von Pflegearbeit eine große Herausforderung.

01:38:18: Und ich glaube, wir können da deutlich besser und schneller werden wenn wir uns anschauen was sind die biokratischen Hürden für diese Anerkennungsverfahren?

01:38:27: Warum müssen die Anerkernungsverfahren so lange dauern gerade wenn eben Menschen mit entsprechenden Qualifikationen zu uns kommen und diese eben nachweisen können?

01:38:35: das glaube ich ist in großer Herausforderung.

01:38:36: Da können wir deutlich besser Idee natürlich auch Menschen dann die Teilhabe am Arbeitsmarkt zu ermöglichen.

01:38:43: Gut, dann fragen wir doch mal diejenigen, die das schneller machen könnten.

01:38:48: vielleicht haben Sie eine Idee Frau Sänger?

01:38:51: Ich kann mich da anschließen.

01:38:52: Also es wäre wirklich wichtig, diese Verfahren zu beschleunigen, die man zum Beispiel schaut wie kann man auch bestimmte Qualifikationen standardisieren?

01:39:01: Da gibt's einige Berufe, da ist das schon besser andere.

01:39:04: Das ist noch komplizierter und das ist ein wichtiger Punkt, auch zu gucken mit den Nachqualifikation, wie geht man diesen ganzen Prozess beschleune?

01:39:15: Da sind ja unterschiedliche Akteure, dass jetzt auch keine einfache Antwort, dass man einfach sagen kann der muss diesen Schalter drehen und diesen Hebel umlegen, sondern das ist ja auch ein komplexes System.

01:39:27: Und am Ende muss es aber schon so sein dass wir da wirklich schneller werden.

01:39:32: Betrifft ja insbesondere die reglementierten Berufe in der Tat.

01:39:36: Sebastian!

01:39:36: Ja

01:39:36: kurze Nachfrage, wo fangen wir denn da an?

01:39:39: Also das ist eine klassische Antwort, wo ich jetzt eigentlich gerne was dazu aufschreiben würde.

01:39:44: außer das muss so sein, das wissen wir ja eigentlich auch.

01:39:48: Das ist der erste Schritt.

01:39:52: Frage an mich Also wir haben mal einen Antrag dazu geschrieben als CDU, liegt bei euch.

01:39:58: Ich glaube im Prinzip sind wir uns da aber alle einig dass wir da schneller werden wollen und müssen.

01:40:05: es gibt ja Berufe die wo wir als Land auch in der Verantwortung sind andere das ist sehr bunt und da wo wir Als land in der verantwortung sind.

01:40:15: Ja müssten wir eben auch schneller werden.

01:40:19: CDU hat ein antrag geschrieben.

01:40:20: der liegt jetzt bei Herrn Hopp.

01:40:24: Wir sind im Fachbereich und geteilt, mir liegt er nicht vor.

01:40:27: Also wenn da ein Bildungsantrag ist dann liegt er mir vor.

01:40:30: Ich würde gerne zwei Beispiele aus dem Bildungsbereich nennen die sowohl in Problemen beschreiben aber vielleicht auch die Antwort nochmal in Richtung was können wir tun?

01:40:39: darstellt?

01:40:39: Wir haben im Schulbereich in allen Bundesländern aber auch in Berlin

01:40:43: viele

01:40:44: Lehrkräfte mit ausländischen Abschlüssen Die keine volle Anerkennung ihrer Lehrbefähigung haben die seit Jahren, Teilzeit Jahrzehnten auf E-neuen, E-zehn arbeiten.

01:40:57: Also massiv unterbezahlt, aber genau die gleiche Arbeit machen.

01:41:01: und hier sind wir auch in Diskussion.

01:41:04: im Wahlprogramm haben wir da nachgeschäft, das ist ein Thema, was uns sehr wichtig ist nämlich die Frage wie wir und eine Perspektive, die mir wichtig ist.

01:41:13: Wir reden jetzt so viel von Menschen, die neu ankommen.

01:41:15: Wir haben aber viele Systemen, die genau dieses Schicksal haben.

01:41:18: also Wie können wir Berufserfahrungen nicht nur anerkennen?

01:41:21: sondern gleichstellen.

01:41:22: Ich glaube, das ist ein ganz wichtiger Punkt.

01:41:24: NRW macht das zum Beispiel die nach zehn Jahren Berufserfahrung sagen dass es für uns gleichgestellt und da gibt's jetzt keine Ungleichbehandlung mehr aber z.B auch die ganzen Verfahren.

01:41:34: also da gibt es ja auch Gebühren die Behörden in unterschiedlicher Form sich bezahlen lassen.

01:41:40: Das sind Dinge die meines Erachtens kostenlos sein müssen.

01:41:42: Und dann jetzt positiv im Schulbereich haben wir eingeführt Die einfach Lehrkräfte weil im Gegengesatz zu Deutschland wo zwei Fächer studiert werden, im ordentlichen sozusagen Lehramt.

01:41:55: Es sind vielen anderen Ländern so dass man nur einfach studiert.

01:41:57: das heißt wie kommen diese Menschen überhaupt hier rein?

01:41:59: indem wir zum Beispiel jetzt öffnen die Tür für einfache Lehrkräfte und wir haben das Blick des Berliner Landesinstitut für Ausford- und Weiterbildung wo es Auch darum geht, insbesondere im Bereich des Quereinstiegs berufsbegleitend fort und weiter gebildet zu werden.

01:42:15: Das ist glaube ich ein Ansatz der zumindest für den Schulbereich sehr wichtig ist.

01:42:19: ohne die geht es gar nicht mehr Und ich denke das lässt sich durchaus auch übertragen.

01:42:23: wir müssen in die aus Fort- und Weiterbildung weiter gehen und Ich würde auch behaupten Nicht nur die Wirtschaft hat eine Interesse daran sondern da muss auch die Wirtschaft mit mit dem Staat auch ordentlich Pflicht genommen werden.

01:42:33: Aber

01:42:34: das müsste doch schnell gehen, wir haben es doch in Berlin geschafft auch ohne das Thema Integration mit einzubeziehen auch Reisebürokaufleute zu Lehrern um zu funktionieren weil wir keine hatten?

01:42:44: Genau ich sage ja Wir haben im Schulbereich ein System der Ausford und Weiterbildung das durchaus wo wir sagen auf wo wir stolz sagen was man über das berliner Bildungssystem schimpfen kann.

01:42:55: dieses System lässt sich bitte gerne übertragen.

01:42:58: Das heißt da könnten wir Sie haben eben gesagt wir sollten Das erleichtern, das müsste doch eigentlich dann relativ schnell gehen.

01:43:05: Einfach reicht!

01:43:07: Das ist jetzt schon so.

01:43:08: Das haben wir jetzt eingeführt.

01:43:09: Also ne?

01:43:10: Das ist kein Sollte und das ist ein

01:43:11: Sollt.

01:43:13: Gut... Dann habe ich noch mal Frau Schubert

01:43:18: Ja, ich würde noch mal bezucht nehmen auf Frau Petersen.

01:43:20: Sie sagt, wir müssen glaube ich auch ein Stück weit am Mindset arbeiten.

01:43:23: Wir haben ja in Deutschland einen Spezifürkup, das ist das duale Ausbildungssystem.

01:43:26: Gibt es so an Österreichs?

01:43:27: Sonst gibt's das nur im Po.

01:43:28: Das führt dann eben zu so grotesken Situationen dass die Pflegekraft aus Serbien, die da einen Bachelor gemacht hat hier aber das nicht anerkannt kriegt weil es ja keine Ausbildung oder aus Tunesien oder wie auch immer.

01:43:38: Ich glaube wir müssen wegkommen davon, dass das deutsche System das allein seelisch machen der ist sondern das ist tatsächlich auch andere

01:43:44: Erfahrungen

01:43:44: und andere andere Werdegänge gibt, das Gleichwertige hervorragend.

01:43:51: Wir haben hier ukrainische Zahnärztinnen die als Reinigungskräfte arbeiten wir haben syrische Ingenieure die Autowaschanlagen warten.

01:43:59: also das ist ein Wahnsinn.

01:44:01: und nur deswegen weil ihre Abschüsse nicht anerkannt werden weil man der Meinung ist wer in Deutschland das nicht gemacht hat das kann ja nicht das gleiche sein und ich glaube davon müssen wir weg und dann geht es auch ganz schnell.

01:44:10: da hat jetzt doch eben gesagt Nordrhein-Westfalen Geht das besser?

01:44:14: Nach

01:44:15: zehn Jahren, Entschuldigung.

01:44:16: Aber im Schule, zehn Jahre ist natürlich eine lange Zeit wenn man hier mit was ich mit sechsundzwanzig mit einem fertigen Ausbildungsabschluss kommt und soll dann sich erst mal zehn Jahre bewähren bis man die gleiche Kohle kriegt.

01:44:28: Das ist schon lang, wenn man junger Mensch ist und vielleicht irgendwie sich niederlassen will und was sich aufbauen will.

01:44:35: deswegen glaube ich wir müssen einfach anerkennen dass auch in anderen Ländern Qualifikationen erarbeitet werden die auch hier genauso nutzbar sind.

01:44:42: Kann es dann eine Qualifikation, sondern eine Einarbeitungszeit geben?

01:44:45: Das hat man übrigens in jedem Job und überall.

01:44:47: Auch in der Politik ist das ganz empfehlenswert.

01:44:50: Aber man muss nicht hingehen und sagen, dass alles nicht so viel wert wie unsere.

01:44:54: Und ich glaube, dann würden wir echt den Knoten durchschlagen.

01:44:57: Wir haben wirklich viele ungenutzte Qualifikationshingaben.

01:45:01: Also Regierender Bürgermeister ist kein Ausbildungsberuf bis jetzt.

01:45:05: Ich versuche den Faden nochmal aufzunehmen.

01:45:10: Was kann man konkret tun, um das von Ihnen auch und eigentlich allen beklagte Defizit zu beheben?

01:45:16: Warum muss der qualifizierte Mensch in der Autowaschanlage arbeiten?

01:45:20: Gibt es noch eine konkrete Idee.

01:45:23: Von anderen Lernen haben wir aufgeschrieben ist das realistisch?

01:45:27: also ist das wirklich realistische dass wir da schnell zum Ergebnis kommen?

01:45:31: Frau Petersen

01:45:33: Der Bund hat es im Koalitionsvertrag auch noch drin, das soll ja eine Work and Stay-Agentur eingeführt werden.

01:45:37: Das sollen quasi ein Instrument sein was Prozesse jetzt in der Erwerbsmigration oder wahrscheinlich geht's auch wenn man arbeiten möchte die gebündelt werden zentralisiert und dann ausgewertet werden, sodass da ganz viel Beschleunigung reinkommt dass wir Ausländerbehörden entlastet werden und dass dieses ganze Prozedere dort liegt.

01:45:56: Wenn man dort standardisierte Verfahren anwendet, dann geht das ja auch viel schneller verwendet, die bestimmte Sachen erkennen oder Ähnlichkeiten von Skills, die man anwenden kann.

01:46:08: Da kann man das glaube ich schon machen.

01:46:10: Ich glaube es tut sich schon was.

01:46:11: Es muss einfach wie gesagt schneller gehen und man darf nicht ganz so star in diesen Schubladen denken weil das ist dann wirklich schade wenn man Potenziale einfach so vergeudet.

01:46:23: Wir haben noch eine Frage hier

01:46:25: Genau, ich wollte noch was ergänzen.

01:46:27: Wir hatten ja vorhin das Thema Sprache und wir waren jetzt bei Anerkennungsverfahren.

01:46:31: Wir haben auch gehört viele reglementierte Berufe in Berlin sind nicht besetzt.

01:46:35: soweit Ich weiß es bei vielen reglementierten berufen ein b zwei Niveau erforderlich.

01:46:40: Und jetzt sind wir wieder genau an dem punkt Wiederholungskurse werden nicht mehr finanziert.

01:46:44: Was kann denn berlin konkret machen?

01:46:47: Um diesem Problem entgegenzuwirken, wäre meine erste Frage die zweite.

01:46:50: Wir hatten das Thema.

01:46:51: es gibt viele qualifizierte Fachkräfte, die in unterbezahlten Jobs arbeiten.

01:46:56: Das ist häufig so ein Kreisel.

01:46:57: Die Arbeiten die ganze Zeit können sich sprachlich aber nicht weiterbilden Häufig übrigens im kleinen und mittelständischen Unternehmen.

01:47:04: Was kann ich denn tun damit sich das ändert?

01:47:07: Wer auch?

01:47:07: noch mal eine frage an Frau Petersen was gibt's dafür Ideen?

01:47:18: Es gab ja auch die Berufssprachkurse.

01:47:23: Ich glaube, es sollte wahrscheinlich gar nicht so weit erst kommen.

01:47:27: Deswegen habe ich den Jobtube eben noch mal angesprochen.

01:47:29: Es ist sehr schade dass das Instrument wegfällt aber vielleicht kann man es ja auf eine Art und Weise für Berlin wieder einführen weil da war's tatsächlich so was ich meinte die dass die Arbeitsaufnahme nämlich nicht die sehr stark war aber auch nicht in Billiglohnsektor reingekommen ist.

01:47:45: und ich glaube deswegen sollte kann man da ein bisschen anschauen.

01:47:48: Das waren die Kontaktdichte Verdichtet beim Jobcenter und deswegen war ja auch der Wechsel, von den ukrainischen Geflüchteten ins Asylrecht jetzt nicht unbedingt das klügste was man hätte machen können.

01:48:04: Also im Grunde sagt man so man soll es natürlich präventiv gar nicht erst soweit kommen lassen oder wenn die Option immer zu haben dass man die Möglichkeit hat einfach sich in seinem ursprünglichen Beruf wieder einzufinden.

01:48:21: Frau Sänge nochmal Dann kommen wir zum Schluss.

01:48:24: Ich glaube auch hier geht es ein Stück weit ums Mindset, auch wenn das für Herrn Peters unbefriedigend ist für die grünen Zeilen, die konkreten Punkte.

01:48:32: aber diese Idee man kommt an und dann lernt man über mehrere Monate vielleicht sogar eineinhalb Jahre im Integrationskurs Deutsch oder macht den Orientierungskurs und dann wird man in einer Arbeit vermittelt.

01:48:47: Das ist halt viel zu starr und das wissen glaube ich alle die in dem Themenfeld unterwegs sind.

01:48:53: Gleichzeitig müssen wir eben aufpassen, dass Menschen nicht wie Sie es gerade beschrieben haben in Ihrer Frage mit einer gewissen Qualifikation dann in niedriger qualifizierten Job sind und dort sozusagen verharren und bleiben.

01:49:08: Und den Aufstieg oder die Tätigkeit in ihrer eigentlichen Ausbildungsberuf nicht machen können weil sie gar nicht mehr ausreichend Deutsch lernen können.

01:49:17: Deshalb möchte ich noch mal auf den Punkt zurückkommen, den ich in der ersten Hälfte angesprochen habe die Ausrichtung der Kurse und die Flexibilisierung.

01:49:25: Und da das Mindset auch zu flexibilisieren, eben auch Kursmodelle anzubieten, die nicht Montag bis Freitag neun bis zwölf oder so sind sie jetzt nur so dahergegen oder ganztägig sind, sondern die man eben auch in Teilzeit machen kann, die man kombinieren kann mit einer Tätigkeit, die Man flexible reinschieben kann um da einfach flexibel zu werden.

01:49:45: es wird Arbeit- und Spracherwerb parallel laufen müssen so in unterschiedlichen Modellen und die müssen, dann brauchen wir mehr Flexibilität.

01:49:56: Okay vielen Dank.

01:49:58: auch mit Blick auf die Uhr würde ich mal sagen Wir haben festgestellt wir brauchen weniger Bürokratie, wir brauchen mehr Geld, wir brauchen mehr Unterstützung.

01:50:06: Und ich möchte noch hinzufügen Mein Eindruck ist, wir haben mehrfach von Kulturwandel gesprochen, Mentalitätswechsel.

01:50:13: Wir brauchen vor einigen mehr Wertschätzung auf allen Bereichen, über die wir heute gesprochen haben.

01:50:19: Das ist glaube ich der allererste Schritt zur Integration und diese Wertschätzung scheint mir oft zu kurz zu kommen weil manchmal dazu neigen, das Thema Integration eben auch sehr bürokratisch zu betrachten und zu verwalten.

01:50:34: Deswegen ist mein Appell zum Schluss dieser Veranstaltung.

01:50:38: Nehmen Sie die Ideen, die wir hier geäußert haben, bitte gerne mitdenken sie darüber nach, sprechen sie darüber, denken über neue Ideen nach, spielen sich diese Ideen gerne auch an die Politik zurück in Runden wie diesen aber auch draußen drüber hinaus weil ich glaube dass war schon Insgesamt, auch wenn wir wirklich nicht alles ansprechen konnten.

01:50:59: Wir hatten mal wieder ein bisschen zu viel uns vorgenommen glaube ich aber für mich war das wirklich bereichernd.

01:51:04: Ich möchte deswegen ganz herzlich Ihnen vier hier oben auf dem Podium Aber auch Frau Schubert unten Danke dafür, dass Sie mit Ihrer Expertise dazu beigetragen haben.

01:51:15: Dass wir doch in ein paar Fragen und ein paar Schritte weitergekommen sind.

01:51:18: Das war wirklich ein sehr toller Abend!

01:51:21: Deswegen herzlichen Dank für Ihr Mittun hier heute Abend.

01:51:24: aber das gilt natürlich auch für sie die Sie mit großem Interesse verfolgt haben, die Sie fragen gestellt haben und eben auch diese Veranstaltung mit Ihren Erkenntnissen, mit ihren Meinungen bereichert haben.

01:51:36: Vielen vielen dank dafür.

01:51:37: ich möchte noch darauf hinweisen Sie können das alles noch mal in Ruhe nachhören.

01:51:41: Der Podcast wird voraussichtlich morgen erscheinen, die anderen sind dort auch abzurufen und die Reihe geht weiter.

01:51:53: da sehen sie was wir noch alles vorhaben.

01:51:55: es ist bis zur Wahl eine ganze Menge und wir würden uns freuen wenn das ein oder andere Thema sich genauso interessiert wie das heutige.

01:52:03: Das letzte Wort Sebastian du bist nie zufrieden.

01:52:08: Es geht mir aber auch so

01:52:10: Ja, dann sind wir genau richtig.

01:52:12: Weil diese Themen können sowieso nie zu Ende diskutiert werden und deswegen wenn wir ein paar Ansätze haben den wir folgen können und werden dann sind ja schon ganz froh und ich kann versprechen wir sind penetrant in der Sache.

01:52:26: also ich fasse ganz kurz zusammen Frau Sänge zum Beispiel hat sich für einen Bauturwo ausgesprochen, hofft auch gute Ergebnisse des Tests digitaler Sprachmittlungsverfahren und eine wohlwollende Begutachtung des Antrags das jetzt unter Jetzt Bayern-Hops Partei liegt.

01:52:44: Herr Hopp möchte an die Vermögenssteuer ran und mit einem Integrationsgesetz Zeichen setzen.

01:52:49: Und die Sozialwohnungsquote von dreißig Prozent unterstützen.

01:52:52: das wiederum unterstützt Dr.

01:52:53: Unglaube, der auch für die Stadtteilmütter auf längere Finanzierungszeiträume von Zuwendungsprojekten hofft.

01:52:59: Und Frau Petersen freut sich auf den nächsten Jobturbohnen plädiert dafür dass sich das Mindset verändert damit auch Journalistinnen in Arbeit kommen.

01:53:10: Die haben ja nix gelernt.

01:53:12: Und Frau Schubert, die Umverteilung fehlt noch auf deiner Liste und dann haben wir glaube ich alles perfekt!

01:53:18: Vielen Dank und einen schönen Abend noch.

Neuer Kommentar

Dein Name oder Pseudonym (wird öffentlich angezeigt)
Mindestens 10 Zeichen
Durch das Abschicken des Formulars stimmst du zu, dass der Wert unter "Name oder Pseudonym" gespeichert wird und öffentlich angezeigt werden kann. Wir speichern keine IP-Adressen oder andere personenbezogene Daten. Die Nutzung deines echten Namens ist freiwillig.